KONZERTKALENDER

22. Oktober 2017

Sonntag / 20.00 Uhr

Konzerthaus Berlin / Abo-Konzert

Vladimir Jurowski

Marc-André Hamelin / Klavier

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Brett Dean

"Testament" - Musik für Orchester

Arnold Schönberg

Konzert für Klavier und Orchester op. 42

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Sinfonia eroica") mit Orchesterretuschen von Gustav Mahler

18.45 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal
Einführung von Steffen Georgi

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Sendetermin:

28. Oktober 2017

20.04 Uhr

Prometheus

Kann Zwölftonmusik leicht und schwerelos klingen? Oh, ja, sie kann. Der erste Abschnitt von Arnold Schönbergs Klavierkonzert aus dem Jahre 1942 trägt die beiläufige Notiz des in die USA emigrierten Komponisten: „Life was so easy“. Und diese Botschaft vermittelt zunächst auch die Musik. Danach entwickelt sich das Ganze nach Beethovens Motto „Durch Nacht zum Licht“. Gerade dessen monumentale Sinfonia eroica steht für solche erhabene Symbolik, keineswegs wegen ihrer vordergründigen Verbindung zu Napoleon Bonaparte, sondern wegen der Lichtgestalt, die Beethoven zur Identifikation veranlasste: Prometheus! Der Herausforderer des willkürlich herrschenden Chefgottes Zeus und Bringer des Lichtes für die Menschen ist die Schlüsselfigur hinter der anspruchsvollsten Sinfonie, die bis anno 1804 komponiert worden war. Doch davor stand für Beethoven das Leid, der Zweifel, ja die Verzweiflung, niedergelegt 1802 im „Heiligenstädter Testament“. Just damit und mit jener Musik, die Beethoven aus dem Abgrund herausführte, beschäftigte sich der Komponist Brett Dean 2008 in „Testament“.

Biografien

Vladimir Jurowski / Dirigent

Seit September 2017 ist Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein …

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Seit September 2017 ist Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein Studium an den Musikhochschulen in Berlin und Dresden abschloss. 1995 debütierte er auf internationaler Ebene beim Wexford Festival mit Rimsky-Korsakows „Mainacht“ und im selben Jahr am Royal Opera House Covent Garden mit „Nabucco“.

2003 wurde Vladimir Jurowski zum Ersten Gastdirigenten des London Philharmonic Orchestra ernannt und ist seit September 2007 dessen Chefdirigent. Darüber hinaus ist er einer von vier Principal Artists des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Akademischen Staatsorchesters der Russischen Föderation „Jewgeni Swetlanow“, mit dem er in Moskau ein erfolgreiches Profil mit einem besonderen Fokus auf zeitgenössischem Repertoire entwickelt hat. In der Vergangenheit war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin (1997-2000), Erster Gastdirigent des Teatro Comunale di Bologna (2000-2003), Erster Gastdirigent des Russischen Nationalorchesters (2005-2009) und Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera (2001-2013).

Vladimir Jurowski arbeitet jährlich mit dem Chamber Orchestra of Europe zusammen und tritt regelmäßig mit dem London Philharmonic Orchestra bei internationalen Festivals wie den BBC Proms und dem George Enescu Festival in Bukarest auf. Eine stete Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas, wie z.B. dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Dresdner Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Boston, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem New York Philharmonic. Auch die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Tonhalle-Orchester Zürich hat er dirigiert.

Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/2016 und darüber hinaus gehören seine Rückkehr zu den Orchestern in New York, Boston, Cleveland, Philadelphia und Amsterdam, sein Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen an der Spitze der Dresdner Staatskapelle sowie Auftritte mit den Wiener Symphonikern. Beim London Philharmonic Orchestra wird er u.a. „Das Rheingold“ sowie die Weltpremiere von Alexander Raskatovs „Green Mass“ leiten.

Als engagierter Operndirigent debütierte Jurowski 1999 mit „Rigoletto“ an der Metropolitan Opera New York und war seitdem u.a. mit „Jenůfa“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Frau ohne Schatten“ erneut dort zu Gast. Er dirigierte an der Welsh National Opera, der Opera National de Paris, der Mailänder Scala, am Bolshoi-Theater sowie an der Dresdner Semperoper. Beim Opernfestival in Glyndebourne leitete er Werke wie „Die Zauberflöte“, „La Cenerentola“, „Otello“, „Tristan und Isolde“, „Ariadne auf Naxos“ und Peter Eötvös’ „Love and Other Demons“. 2015 kehrte er an die Komische Oper Berlin für eine weltweit gefeierte Neuproduktion von „Moses und Aron“ zurück. Zukünftige Engagements schließen sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Prokofjews „Der feurige Engel“, sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit „Wozzeck“ und seine Rückkehr nach Glyndebourne als Gastdirigent für die Weltpremiere von Brett Deans „Hamlet“ ein.

Mit dem London Philharmonic Orchestra hat Vladimir Jurowski eine große Anzahl von Live-Aufnahmen auf dem LPO Live Label veröffentlicht, darunter alle Brahms-Sinfonien und Mahlers Sinfonien Nr. 1 und 2, Rachmaninows „Sinfonische Tänze“ sowie Tschaikowskys Sinfonien Nr. 1, 4, 5 und 6. Außerdem nahm Jurowski für PENTATONE Schnittkes Sinfonie Nr. 3 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie eine Reihe von russischen Werken mit dem Russian National Orchestra auf. Seine Amtszeit als Musikdirektor in Glyndebourne wurde ebenfalls durch CD- und DVD-Aufnahmen dokumentiert, zu denen u.a. preisgekrönte Aufnahmen von „Tristan und Isolde“ und „Ariadne auf Naxos“ gehören.

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Marc-André Hamelin / Klavier

Marc-André Hamelin begann im Alter von fünf Jahren unter der Anleitung seines Vaters Gilles mit dem Klavierspiel; bereits als Neunjähriger wurde er bei der Canadian Music Competition ausgezeichnet. Seine Ausbildung absolvierte der 1961 Geborene an der École Vincent d’Indy in seiner Heimatstadt Montréal sowie an der Temple University in Philadelphia, ...

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Marc-André Hamelin begann im Alter von fünf Jahren unter der Anleitung seines Vaters Gilles mit dem Klavierspiel; bereits als Neunjähriger wurde er bei der Canadian Music Competition ausgezeichnet. Seine Ausbildung absolvierte der 1961 Geborene an der École Vincent d’Indy in seiner Heimatstadt Montréal sowie an der Temple University in Philadelphia, wo er u. a. von Yvonne Hubert, Harvey Wedeen und Russell Sherman unterrichtet wurde.

In seinen Konzertprogrammen präsentiert Marc-André Hamelin immer wieder selten gespielte Werke wenig bekannter Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts: Musik von Alkan, Feinberg, Godowski, Kapustin, Medtner, Ornstein, Roslawez, Rzewski und Sorabji finden sich ebenso in seinem Repertoire wie Stücke von Bach, Barber, Beethoven, Debussy, Haydn, Ives, Liszt, Mozart, Schubert, Skrjabin und Rachmaninow. Der Pianist, der auch als Komponist und Bearbeiter sehr erfolgreich ist (seine Pavane variée entstand als Pflichtstück für den ARD-Musikwettbewerb 2014), gastiert regelmäßig bei bedeutenden Festivals und in international renommierten Konzerthäusern; als Konzertsolist arbeitet er z. B. mit dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony, dem Philadelphia Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra und dem Bayerischen Staatsorchester zuammen. Das für ihn geschriebene Klavierkonzert von Mark-Anthony Turnage brachte er 2013 mit dem Philharmonischen Orchesters Rotterdam brachte er zur Uraufführung (Dirigent: Yannick Nézet-Séguin).

Für seine zahlreichen Einspielungen wurde Marc-André Hamelin vielfach ausgezeichnet; seine CD Études mit eigenen Werken erhielt 2011 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Der Künstler ist Mitglied der Royal Society of Canada; 2003 wurde er zum »Officer of the Order of Canada«, 2004 zum Ritter der Stadt Québec ernannt.

Beim RSB war Marc-André Hamelin bereits mehrfach zu Gast, zuletzt im Dezember 2015 mit Brahms' 2. Klavierkonzert.

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