Die Orchesterakademie

RSB Akademisten 2021/22, Foto: Simon Pauly

Eine Erfahrung für’s Leben

Berufsmusiker*in in einem Orchester zu sein – diesen Wunsch hegen viele Studierende. Während im Studium die persönliche Spielfertigkeit und solistische Interpretation geübt wird, fehlt es den Studierenden meist an Praxis in großen Ensembles oder Orchestern. Beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) wurde 2002 auf Initiative der Freunde und Förderer des Orchesters die Orchesterakademie für Streicher ins Leben gerufen.

Mittlerweile werden 13 Stipendien für jeweils zwei Jahre an junge Musiker*innen unter 26 Jahren vergeben. Die Studierenden bewerben
sich aus der ganzen Welt auf diese Stipendien. Im Orchester angekommen, bereichern sie die gelebte Diversität im
RSB.

Wie funktioniert die Akademie?
Die Mitglieder der Akademie werden für Orchesterdienste eingeteilt und spielen Seite an Seite mit ihren festangestellten Kolleg*innen in Proben, Konzerten und Tourneen sowie bei CD-Aufnahmen. Dabei haben sie in ihrer Stimmgruppe jeweils eine feste Bezugsperson. Diese Mentor*innen
stehen den Mitgliedern der Akademie mit Rat und Tat und konstruktiver Kritik zur Seite, sie erteilen Unterricht und geben ihre eigenen Erfahrungen weiter.
Die Akademist*innen werden so als Künstlerpersönlichkeiten gestärkt, lernen aber vor allem ein künstlerisches Kollektiv kennen. Regelmäßige Workshops abseits des eigentlichen musikalischen Repertoires vervollständigen diese Ausbildung. Dabei werden beispielsweise Kenntnisse in Probespielvorbereitung, Dramaturgie von Konzertprogrammen, Musikvermittlung an Kinder und Erwachsene oder Musikergesundheit vermittelt. Einmal im Jahr geben die Mitglieder der Orchesterakademie ein Kammerkonzert. Für viele Mitglieder der Akademie stellt die Zeit beim RSB
ein echtes Karrieresprungbrett dar, sie erspielen sich – teils noch während ihrer Akademiezeit – eine Stelle in namhaften nationalen und internationalen Ensembles und können gestärkt in ihr weiteres Berufsleben starten, zum Teil auch im RSB selbst.

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB), Foto: RSB

Ehemalige Akademist*innen
und heutige RSB-Mitglieder berichten

„In der Kammermusik lernt man zwar das Zusammenspiel
und das Interagieren, aber die Fähigkeit, sich klanglich in
eine Gruppe einzufügen – das kann man nur lernen, wenn
man selbst im Orchester spielt. Und die Akademie bietet
einem diese Chance!“
Juliane Färber, 2. Violine

„Erst die Akademiestelle in einem Profiorchester beschert
angehenden Orchestermusiker*innen einen längerfristigen
Einblick in die Berufspraxis des von ihnen angestrebten
Berufes. Das Studium kann nie aufzeigen, ob der Beruf dann
letztlich jedoch überhaupt zu dem Studierenden passt (und
der Studierende zu einem Orchester).“
Andreas Kipp, Violoncello

„Die ausgezeichneten Workshops sind ein tolles Angebot,
die einem zum Beispiel dabei helfen, seine Auftrittsangst zu
verringern und eine gesunde Körperhaltung beim Spielen
sowohl im Orchester als auch solo zu verbessern.“
Richard Polle, 1. Violine

Mentor*innen der RSB-Orchesterakademie

Anna Morgunowa

Violinistin

Nadine Contini

Stimmführerin 2. Violine

stellv. Solobratschist Gernot Adrion

Gernot Adrion

stellv. Solobratschist

Alejandro Regueira Caumel

Solobratschist

Ringela Riemke

stellv. Solocellistin

Hans-Jakob Eschenburg

Solocellist

Hermann Wömmel-Stützer

Solokontrabassist

Kontakt und Bewerbung

Die Akademie sieht momentan 13 Plätze für Streicher vor (Höchstalter: 26 Jahre).

Orchesterakademie

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Masurenallee 8-14
14057 Berlin

E-Mail orchesterakademie@rsb-online.de

Für allgemeine Informationen

Christian Schwärsky | Orchesterbüro
Dorothea Groß | Orchesterbüro
Tel. +49 (0) 30 202 987 520/521

Solo-Bassist Hermann Wömmel-Stützer über seine Erfahrungen als Mentor der Akademisten

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