07.03.2024, 10 Uhr Moderierte Probe
Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1
Alvero Grafik Moderierte Probe RSB
19:30 Haus des Rundfunks

Mensch, Musik! #6.1 – Heimkehr in die Fremde

Werke von

Felix Mendelssohn Bartholdy, Bohuslav Martinů, Ursula Manlok, George Walker und Dai Fujikura sowie elektronische Kompositionen von Richard Scott

Ruth Reinhardt

Dirigent

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Orchester

tauchgold

Text, Konzept, Realisation

David Nebel

Violine

Nadine Contini

Violine

Alejandro Regueira Caumel

Viola

Hans-Jakob Eschenburg

Violoncello

Mohamed Gamal

Posaune

Richard Scott

Modular Synthesizer

Gustavo Llano

Choreographie und Tanz

Inka Löwendorf

Stimme

Victoria Randem

Sopran

Heimkehr in die Fremde – Wer bin ich, wo komme ich her, wo gehöre ich hin?

Fragen nach Herkunft, Heimat und Identität verbinden die Komponist:innen des Abends, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden (Bohuslav Martinů, Ursula Mamlok), nicht mehr in ihrem Herkunftsland leben (Dai Fujikura) oder sich künstlerisch mit der Versklavung ihrer Vorfahren beschäftigen (George Walker). Deren sinfonische und kammermusikalische Werke begegnen im Haus des Rundfunks elektronischen Kompositionen des Briten Richard Scott.

Mit einer interdisziplinären Performance aus Gesang, Tanz, Sprache, sinfonischer und elektronischer Musik setzt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Ruth Reinhardt seine Reihe „Mensch, Musik!“ fort.

Doch nicht nur Musikstile, sondern auch Tanz, Gesang und Sprechtheater werden miteinander verwoben: Die norwegisch-nicaraguanische Sopranistin Victoria Randem, interpretiert Mendelssohns Heine-Liedvertonungen in einem verstörenden Arrangement von Aribert Reimann. Der Tänzer und Choreograph Gustavo Ilano musste Ende der 90er Jahre seine kolumbianische Heimat verlassen und stellt mit „Heimkehr in die Fremde“ auch seine eigene Lebensgeschichte expressiv dar.

Und die Schauspielerin und Sprecherin Inka Löwendorf leiht Texten zu Heimat und Fremde ihre Stimme.

Im Foyer im Haus des Rundfunks widmen sich Künstler:innen von Catalyst in einer Installtion mit dem Titel „Who do you think you are?“ dem Thema „Heimat“.

Kann der Begriff der Heimat aus der Perspektive von Mikroorganismen erforscht werden? Who do you think you are?“ ist eine Multimedia-Installation, die eine posthumane Sichtweise auf das Konzept der Heimat präsentiert.
Durch die Vergrößerung der mikrobiellen Aktivität zeigt diese Installation das komplexe und reiche Leben der Organismen, das der Mensch oft übersieht.
Diese Darstellung stellt die humanistische Doktrin, dass wir diesen anderen Organismen überlegen sind, direkt in Frage und ermöglicht es uns so, Fragen zu menschlichen Konzepten aus deren Perspektive zu stellen.
Auf das Konzept der Heimat angewandt, könnten solche Fragen lauten: Was ist Heimat für mikrobielles Leben? Was sind Grenzen? Erleben sie Heimweh oder Patriotismus? Und wie ist ihre Beziehung zu unserem Verständnis von Heimat?

Who do you think you are?“ wurde von Connor Oman & Joshua Mellard entworfen und mit Hilfe von Maria Vélez Gallo, Simón Guevara Wells & ShySam produziert.

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