KONZERTKALENDER

09. März 2017

Donnerstag / 19.30 Uhr

silent green Kulturquartier / Kammerkonzert

Clara Dent-Bogányi / Oboe

Florian Grube / Oboe

Bence Bogányi / Fagott

Iris Ahrens / Kontrabass

Brigitte Engelhard / Cembalo

Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und Gäste

Zelenka-Nacht

Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Nr. 1 F-Dur

Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Nr. 2 g-Moll

Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Nr. 3 B-Dur

Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Nr. 4 g-Moll

Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Nr. 5 F-Dur

Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Nr. 6 c-Moll

 Stadtplan

Präsentiert von

Was für ein Sixpack!

Kollegen und Konkurrenten waren sie, die beiden Barockmeister in Sachsen: Johann Sebastian Bach und Jan Dismas Zelenka. Zelenka, in Böhmen geboren, wartete zeitlebens auf eine angemessene Stellung am Hof zu Dresden. Während sein Dienstherr ihn wiederholt abspeiste mit der Bemerkung „soll sich gedulden“, erkannten Kollegen wie der Geiger Pisendel, der Flötist Quantz, der Komponist Telemann und eben die Mitglieder der Musikerfamilie Bach frühzeitig die außerordentliche Qualität von Zelenkas wenigen, aber wichtigen Werken. RSB-Solooboistin Clara Dent-Bogányi hat ein Kammermusikprogramm vorgeschlagen, das in seiner Klarheit beeindruckend kühn ist. Alle sechs Triosonaten des raren Meisters bieten ausführlich Gelegenheit, sich von der Mannigfaltigkeit seiner
Kompositionskunst zu überzeugen. Buchstäblich Stück für Stück kann man erleben, wie Zelenka ohne formale oder modische Schablonen seiner Zeit auskommt und wie ein Satz nach dem anderen sowohl mit zupackender Frische als auch mit edler Kontemplation die Routine vieler barocker Durchschnittssätze umschifft. Zelenkas kontrapunktisch überraschende Stimmführung und originelle Melodiebildung weist genauso wie sein harmonisches Denken weit voraus über Christoph Willibald Gluck bis hin zur Romantik etwa eines Franz Schubert.