KONZERTKALENDER

01. Dezember 2017

Freitag / 20.00 Uhr

Philharmonie Berlin

Lahav Shani

Tabea Zimmermann / Viola

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Felix Mendelssohn Bartholdy

"Meeresstille und glückliche Fahrt" - Konzertouvertüre op. 27

William Walton

Konzert für Viola und Orchester

Pjotr Tschaikowsky

Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

keine Konzerteinführung

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Sendetermin:

16. Dezember 2017

20.04 Uhr

Tabea ist Viola

Eine der herausragenden Bratschensolistinnen der Gegenwart widmet sich einem der Referenzwerke für ihr Instrument. Komponiert 1929, markiert das von Paul Hindemith uraufgeführte Violakonzert von William Walton die hauptsächliche Position der englischen Komponisten im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts: mitten im 19. Jahrhundert. Auf diese Weise teilt das Concerto eine Eigenschaft mit den übrigen Werken des Programmes von Lahav Shani. Der Abend wird den Ohren und der Seele guttun. Der junge Dirigent aus Israel, in Berlin ausgebildet und zukünftiger Chef des Rotterdamer Philharmonischen Orchesters, kommt zum dritten Mal zum RSB. Trat er hier bisher in Personalunion als Pianist und Dirigent auf, so konzentriert er sich diesmal ausschließlich aufs Orchesterleiten, womit er zuletzt im Januar 2017 mit Werken von Dukas, Schostakowitsch und Strawinsky die Gesichter auf der Bühne und im Saal der Philharmonie erstrahlen ließ.

Biografien

Lahav Shani / Dirigent

Die Karriere des israelischen Dirigenten Lahav Shani begann 2013 mit dem ersten Preis des Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbes in Bamberg. Seitdem etablierte er sich zu einem vielbeachteten Nachwuchstalent und beeindruckt mit seiner erstaunlichen Reife und seiner natürlichen, instinktiven Musikalität ...

Icon Arrow

Die Karriere des israelischen Dirigenten Lahav Shani begann 2013 mit dem ersten Preis des Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbes in Bamberg. Seitdem etablierte er sich zu einem vielbeachteten Nachwuchstalent und beeindruckt mit seiner erstaunlichen Reife und seiner natürlichen, instinktiven Musikalität.

1989 in Tel Aviv geboren, studierte Lahav Shani zunächst Klavier an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv, bevor er 2009 ein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Christian Ehwald aufnahm. In den letzten Jahren wurde er außerdem von Daniel Barenboim betreut und gefördert.

Im Juni 2014 gab Shani sein Debüt mit der Berliner Staatskapelle, als er das Orchester statt Michael Gielen im Berliner Konzerthaus und in der Berliner Philharmonie leitete. Im Dezember 2015 sprang Shani kurzfristig für den unpässlichen Franz Welser-Most für Konzerte mit den Wiener Philharmonikern im Musikverein ein, wo er u. a. vom Klavier aus Bachs Klavierkonzert in d-moll dirigierte. Im Januar 2016 sprang Shani für Philippe Jordan ein und dirigierte die Wiener Symphoniker auf einer bedeutenden Europa-Tournee mit Konzerten in Paris, Frankfurt und München.

Ab der Spielzeit 2017/18 ist Shani Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker, in der Spielzeit 2018/19 wird er Chefdirigent des Rotterdams Philharmonisch Orkest.

In der Spielzeit 2017/18 und darüber hinaus dirigiert Shani Orchester wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw-Orchester, die Staatskapelle Dresden, das Tonhalle Orchester Zürich, das Festival Orchester Budapest, das Boston Symphony, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Philharmonia Orchestra, das Orchestre de Paris, das Philadelphia Orchestra, das Königliche Philharmonische Orchester Stockholm, die Bamberger Symphoniker und das Orchestre Philharmonique de Radio France.
Künftige solistische Projekte umfassen Bachs Klavierkonzert in D-Dur mit dem Concertgebouw-Orchester und Beethovens Tripelkonzert mit Renaud und Gautier Capuçon. Zudem widmet sich Lahav Shani intensiv der Kammermusik und gibt diese Saison Debüts beim Verbier Festival, im Pierre Boulez Saal, beim Festival d’Aix-en-Provence und der Kölner Philharmonie.

Icon Arrow

Tabea Zimmermann / Viola

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr sowohl ihr tiefes musikalisches Verständnis und die Natürlichkeit ihres Spiels als auch ihre charismatische Persönlichkeit. Dass sie heute als weltweit führende Bratschistin gilt, gründet nicht nur in ihrer außergewöhnlichen Begabung, sondern ebenso in der frühen und intensiven Förderung durch ihre Eltern, ...

Icon Arrow

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr sowohl ihr tiefes musikalisches Verständnis und die Natürlichkeit ihres Spiels als auch ihre charismatische Persönlichkeit. Dass sie heute als weltweit führende Bratschistin gilt, gründet nicht nur in ihrer außergewöhnlichen Begabung, sondern ebenso in der frühen und intensiven Förderung durch ihre Eltern, der umfassenden Ausbildung durch exzellente Lehrer und dem unermüdlichen Enthusiasmus, mit dem sie ihr Verständnis der Werke und ihre Liebe zur Musik ihrem Publikum vermittelt.

Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit den weltweit bedeutendsten Orchestern: den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem London Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie. Nachdem Tabea Zimmermann in den vergangenen Spielzeiten Residencies in Weimar, Luxemburg, Hamburg und bei den Bamberger Symphonikern gestaltet hat, war sie 2013/14 und 2014/15 Artist in Residence beim Ensemble Resonanz und setzt diese enge Zusammenarbeit auch weiterhin fort. In der Saison 2015/16 war sie MuseumsSolistin bei der Frankfurter Museums-Gesellschaft.

Besondere Höhepunkte der Saison 2017/18 sind Tabea Zimmermanns Saisoneröffnungs-Konzerte mit dem Ensemble Resonanz in der Elbphilharmonie, ihre Konzerte mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Lahav Shani, mit dem Chamber Orchestra of Europe und David Robertson bei musica viva (BR München) mit dem Orchestre de Chambre de Paris, eine große Konzert-Tournee mit Les Siècles und Francois-Xavier Roth sowie gleich zwei Uraufführungen: ein neues Werk von Brett Dean mit dem Swedish Chamber Orchestra und eine neues Bratschenkonzert von York Höller mit dem Gürzenich Orchester Köln und, etwas später, dem Seoul Philharmonic Orchestra.

Einen Schwerpunkt ihrer kammermusikalischen Arbeit bildete für Tabea Zimmermann in den letzten Jahren das Arcanto Quartett mit Antje Weithaas, Daniel Sepec und Jean-Guihen Queyras. Das Arcanto Quartett war unter anderem in der Carnegie Hall New York, im Théâtre du Châtelet und der Cité de la musique Paris, beim Festival d’Aix-en-Provence, in der Philharmonie Berlin sowie im Konzerthaus Wien zu hören und in Israel, Japan und Nordamerika auf Tournee. Beim Label Harmonia Mundi erschienen CDs mit Werken von Bartók, Brahms, Ravel, Dutilleux, Debussy, Schubert und Mozart.

Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt. Im April 1994 brachte sie erstmalig die ihr gewidmete Sonate für Viola solo von György Ligeti zu Gehör. Ihre Interpretation des Werkes, das sie anschließend in London, Paris, Jerusalem, Amsterdam und Japan spielte, fand euphorischen Anklang bei Publikum und Presse. Seitdem hat sie auch Heinz Holligers Recicanto für Viola und Orchester, das Bratschenkonzert Nr. 2 Über die Linie IV von Wolfgang Rihm, Monh von Georges Lentz, Notte di pasqua von Frank Michael Beyer, das Doppelkonzert von Bruno Mantovani, gemeinsam mit Antoine Tamestit, und Enno Poppes Filz, gemeinsam mit Ensemble Resonanz, uraufgeführt. Die Uraufführung von Michael Jarrells Bratschenkonzert spielte sie beim Festival Musica Strasbourg 2017 mit dem Orchestre National des Pays de la Loire unter Pascal Rophé, mit weiteren Aufführungen mit den Wiener Symphonikern unter Ingo Metzmacher, dem Orchestre de la Suisse Romande unter Pascal Rophé und dem Konzerthausorchester Berlin unter Mario Venzago.

Das Hindemith-Jahr 2013 nahm Tabea Zimmermann als Anlass, bei myrios classics eine hochgelobte Gesamteinspielung aller Bratschenwerke von Paul Hindemith vorzulegen. Nach dem Erfolg ihrer 2009 bei myrios classics erschienen Solo-CD mit Werken von Reger und Bach, für das sie mit einem Echo Klassik als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet wurde, brachte das Label inzwischen drei weitere Alben gemeinsam mit den Pianisten Kirill Gerstein und Thomas Hoppe heraus. Insgesamt dokumentieren rund 50 CDs, die unter anderem bei EMI, Teldec und der Deutschen Grammophon erschienen sind, Tabea Zimmermanns musikalisches Schaffen. Bei Ars Musici liegt eine Aufnahme des Konzertes im Beethoven-Haus Bonn vor, bei dem sie, begleitet von Hartmut Höll, auf Beethovens eigener Bratsche spielt.

Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Frankfurter Musikpreis, dem Hessischen Kulturpreis, dem Rheingau Musikpreis, dem Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana in Siena, dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau und jüngst als Künstlerin des Jahres der ICMA International Classical Music Awards 2017. Tabea Zimmermann ist Stiftungsratsmitglied der Hindemith-Stiftung mit Sitz in Blonay, Schweiz, und Botschafterin der Bundesstiftung Kinderhospiz. Im Juli 2013 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden des Vereins Beethoven-Haus Bonn ernannt. Unter ihrer Ägide findet seit Januar 2015 jedes Jahr die Beethoven-Woche Bonn statt.

Tabea Zimmermann erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Bratschenunterricht, zwei Jahre später begann sie mit dem Klavierspiel. An ihre Ausbildung bei Ulrich Koch an der Musikhochschule Freiburg schloss sich ein kurzes, intensives Studium bei Sandor Végh am Mozarteum in Salzburg an. Eine Reihe von Wettbewerbserfolgen krönte ihre Ausbildung, darunter erste Preise beim Concours International in Genf 1982, Budapest 1984 und beim Wettbewerb „Maurice Vieux" in Paris 1983. Dort erhielt sie als Preis eine Bratsche des zeitgenössischen Geigenbauers Etienne Vatelot, auf der sie seitdem spielt. Ab 1987 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 konzertierte sie regelmäßig mit ihrem Ehemann David Shallon. Professuren hatte Tabea Zimmermann bereits an der Musikhochschule Saarbrücken und an der Frankfurter Hochschule für Musik inne; seit Oktober 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, wo sie inzwischen mit ihren drei Kindern lebt.

Icon Arrow

Das könnte Sie auch interessieren:

16. Mai 2018

Mittwoch / 20.00 Uhr

Philharmonie Berlin / Abo-Konzert

Krzysztof Penderecki

Anne-Sophie Mutter

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Penderecki, Schostakowitsch