KONZERTKALENDER

08. Juni 2017

Donnerstag / 20.00 Uhr

Konzerthaus Berlin / Abo-Konzert

Pietari Inkinen

Pietari Inkinen

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Jean Sibelius

"Lemminkäinen zieht heimwärts" - Legende für Orchester op. 22 Nr. 4

Leoš Janáček

Suite aus der Oper "Das schlaue Füchslein"

Jean Sibelius

Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39

18.45 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal
Einführung von Steffen Georgi

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Live-Übertragung:

08. Juni 2017

20.03 Uhr

Natürlich, wie gewachsen

Solange der Mensch in Eintracht mit der Natur lebt wie die anderen Kreaturen, kann er sich den Wald mit den Tieren teilen, ist Gleicher unter Gleichen. Greift er jedoch „gestaltend“ ein – oft grausam oder dumm –, versucht er gar in blindem Anthropozentrismus jene Lebewesen, die er nicht versteht, zu beherrschen und zu unterdrücken, kippt das Gleichgewicht und wendet sich gegen ihn selbst. Dies führen sowohl Jean Sibelius als auch Leoš Janáček in ihren Werken eindrucksvoll vor Ohren. Dazu passt Janáčeks Spott über die anmaßende Selbstüberhöhung des Menschen, formuliert am Rande des 3. Festivals für zeitgenössische Musik 1925 in Venedig: „Schreie im Frühling der Natur zu: Sprieße nicht!“ „Přihody Lišky Bystroušky“ – die Abenteuer der Füchsin Scharföhrchen. Das klingt auf deutsch so holperig, dass man Max Brod verstehen kann, wenn er seine so berühmte wie umstrittene Nachdichtung von Janáčeks Oper in „Das schlaue Füchslein“ umtaufte. Ein solch geschlechtsloser Titel verleugnet freilich ebenso wie die englische Version „The cunnig little vixen“ (wo die Füchsin zu einem zänkischen Weib wird) den charmanten erotischen Zauber, der Janáčeks Werk von der ersten bis zur letzten Sekunde innewohnt.
Richard Wagner, Franz Liszt und das finnische Nationalepos „Kalevala“ sind die Ingredienzien, aus denen der damals 30-jährige Komponist Jean Sibelius seine „Lemminkäinen“- Suite braute. Lemminkäinen, als jugendlicher Held eine Mischung aus Siegfried, Odysseus und Don Juan, brachte Sibelius zusammen mit der Sinfonie Nr. 1 den internationalen Durchbruch. Hier wie da findet sich „eine herrliche, zutiefst originelle, hinreißend orchestrierte und meisterlich geformte Musik von vollendeten Proportionen“ (Christoph Schlüren). „Lemminkäinen ist genauso gut wie der edelste Herzog. Er ist Aristokrat, zweifelsohne ein Aristokrat!“ (Jean Sibelius, 1921)

Biografien

Pietari Inkinen / Dirigent

Der finnische Dirigent Pietari Inkinen ist seit 2015 Chefdirigent sowohl der Prager Symphoniker als auch der Ludwigsburger Schloßfestpiele. Seit Beginn der Saison 2016/2017 wirkt er außerdem als Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra, dem er bereits seit 2009 als Erster Gastdirigent verbunden war ...

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Der finnische Dirigent Pietari Inkinen ist seit 2015 Chefdirigent sowohl der Prager Symphoniker als auch der Ludwigsburger Schloßfestpiele. Seit Beginn der Saison 2016/2017 wirkt er außerdem als Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra, dem er bereits seit 2009 als Erster Gastdirigent verbunden war. Er ist darüber hinaus Ehrendirigent des New Zealand Symphony Orchestra, dem er von 2008 bis 2016 als Music Director vorstand. Im September 2017 wird er seine Position als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern antreten.

Als Gast ist er am Pult zahlreicher namhafter Orchester zu erleben, darunter die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala, Orchestre Philharmonique de Radio France, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Radio-Symphonieorchester Wien, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, BBC Symphony Orchestra, City of Birmingham Orchestra, Spanish National Orchestra, Finnish Radio Symphony, Swedish Radio Symphony sowie die Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig.

Zu Höhepunkten der Saison 2016/2017 zählen seine Debüts beim Royal Concertgebouw Orchestra und beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Gastkonzerte mit dem Royal Flemish Philharmonic Orchestra und dem Orchestra Verdi in Mailand sowie die Wiederaufnahme der erfolgreichen Neuproduktion von Eugen Onegin an der Dresdner Semperoper. Tourneekonzerte mit den Prager Symphonikern führen ihn nach Österreich und Spanien. Mit dem Japan Philharmonic Orchestra beginnt Pietari Inkinen mit dem Rheingold ein Projekt mit konzertanten Aufführungen von Wagners Ring der Nibelungen. Den kompletten Ring dirigiert er außerdem im Herbst 2016 erneut in Melbourne in einer Wiederaufnahme der vielgerühmten Produktion aus dem Jahr 2013 (Regie: Neil Armfield). 2014 hatte er hierfür den Helpmann Award für das beste Operndirigat erhalten, eine Auszeichnung, mit der herausragende Leistungen in der australischen Kulturszene gewürdigt werden.

Im Bereich der Oper dirigierte Pietari Inkinen zuvor bereits an der Finnischen Nationaloper, am Brüsseler Théâtre de la Monnaie, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und an der Bayerischen Staatsoper in München. Am Teatro Massimo in Palermo leitete er Wagners Rheingold und Walküre. Die Rheingold-Produktion wurde in der Folge mit dem Franco Abbiati-Preis der italienischen Kritikervereinigung als "Beste Aufführung" ausgezeichnet.

Pietari Inkinen hat beim Label NAXOS zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht. Dazu zählen, gemeinsam mit dem New Zealand Symphony Orchestra, sämtliche Symphonien von Sibelius und die Ersteinspielung von Rautavaaras Manhattan Trilogy. Einen weiteren Zyklus der Symphonien von Sibelius legte er mit dem Japan Philharmonic Orchestra vor. Zu erwähnen sind darüber hinaus eine CD mit Arien und Orchesterstücken von Richard Wagner gemeinsam mit dem Tenor Simon O'Neill (EMI), die vom BBC Music Magazin mit der seltenen Höchstwertung von zweimal fünf Sternen ausgezeichnet wurde, sowie Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 und Brittens Cello Symphony gemeinsam mit Johannes Moser (Hänssler).

Nicht nur als Dirigent, sondern auch als Geiger ist Pietari Inkinen erfolgreich. Er studierte bei Zakhar Bron an der Kölner Musikhochschule und erhielt einige Auszeichnungen und Preise, bevor er seine Studien als Dirigent an der Sibelius-Akademie in Helsinki fortsetzte. Er schätzt es auch, als Solist gleichzeitig die Leitung des Orchesters zu übernehmen und mit seinen regelmäßigen musikalischen Partnern Kammermusik zu spielen.

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Pietari Inkinen / Dirigent

Der finnische Dirigent Pietari Inkinen ist seit 2015 Chefdirigent sowohl der Prager Symphoniker als auch der Ludwigsburger Schloßfestpiele. Seit Beginn der Saison 2016/2017 wirkt er außerdem als Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra, dem er bereits seit 2009 als Erster Gastdirigent verbunden war ...

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Der finnische Dirigent Pietari Inkinen ist seit 2015 Chefdirigent sowohl der Prager Symphoniker als auch der Ludwigsburger Schloßfestpiele. Seit Beginn der Saison 2016/2017 wirkt er außerdem als Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra, dem er bereits seit 2009 als Erster Gastdirigent verbunden war. Er ist darüber hinaus Ehrendirigent des New Zealand Symphony Orchestra, dem er von 2008 bis 2016 als Music Director vorstand. Im September 2017 wird er seine Position als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern antreten.

Als Gast ist er am Pult zahlreicher namhafter Orchester zu erleben, darunter die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala, Orchestre Philharmonique de Radio France, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Radio-Symphonieorchester Wien, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, BBC Symphony Orchestra, City of Birmingham Orchestra, Spanish National Orchestra, Finnish Radio Symphony, Swedish Radio Symphony sowie die Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig.

Zu Höhepunkten der Saison 2016/2017 zählen seine Debüts beim Royal Concertgebouw Orchestra und beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Gastkonzerte mit dem Royal Flemish Philharmonic Orchestra und dem Orchestra Verdi in Mailand sowie die Wiederaufnahme der erfolgreichen Neuproduktion von Eugen Onegin an der Dresdner Semperoper. Tourneekonzerte mit den Prager Symphonikern führen ihn nach Österreich und Spanien. Mit dem Japan Philharmonic Orchestra beginnt Pietari Inkinen mit dem Rheingold ein Projekt mit konzertanten Aufführungen von Wagners Ring der Nibelungen. Den kompletten Ring dirigiert er außerdem im Herbst 2016 erneut in Melbourne in einer Wiederaufnahme der vielgerühmten Produktion aus dem Jahr 2013 (Regie: Neil Armfield). 2014 hatte er hierfür den Helpmann Award für das beste Operndirigat erhalten, eine Auszeichnung, mit der herausragende Leistungen in der australischen Kulturszene gewürdigt werden.

Im Bereich der Oper dirigierte Pietari Inkinen zuvor bereits an der Finnischen Nationaloper, am Brüsseler Théâtre de la Monnaie, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und an der Bayerischen Staatsoper in München. Am Teatro Massimo in Palermo leitete er Wagners Rheingold und Walküre. Die Rheingold-Produktion wurde in der Folge mit dem Franco Abbiati-Preis der italienischen Kritikervereinigung als "Beste Aufführung" ausgezeichnet.

Pietari Inkinen hat beim Label NAXOS zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht. Dazu zählen, gemeinsam mit dem New Zealand Symphony Orchestra, sämtliche Symphonien von Sibelius und die Ersteinspielung von Rautavaaras Manhattan Trilogy. Einen weiteren Zyklus der Symphonien von Sibelius legte er mit dem Japan Philharmonic Orchestra vor. Zu erwähnen sind darüber hinaus eine CD mit Arien und Orchesterstücken von Richard Wagner gemeinsam mit dem Tenor Simon O'Neill (EMI), die vom BBC Music Magazin mit der seltenen Höchstwertung von zweimal fünf Sternen ausgezeichnet wurde, sowie Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 und Brittens Cello Symphony gemeinsam mit Johannes Moser (Hänssler).

Nicht nur als Dirigent, sondern auch als Geiger ist Pietari Inkinen erfolgreich. Er studierte bei Zakhar Bron an der Kölner Musikhochschule und erhielt einige Auszeichnungen und Preise, bevor er seine Studien als Dirigent an der Sibelius-Akademie in Helsinki fortsetzte. Er schätzt es auch, als Solist gleichzeitig die Leitung des Orchesters zu übernehmen und mit seinen regelmäßigen musikalischen Partnern Kammermusik zu spielen.

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