20:00 Philharmonie Berlin

Musikfest Berlin

Verstörung und Faszination

Iannis Xenakis

„Aïs“ für Orchester, Bariton und Schlagzeug

Béla Bartók

Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 op. post. Sz 36

Gustav Mahler

Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Vladimir Jurowski

Dirigent

Georg Nigl

Bariton

Dirk Rothbrust

Schlagzeug

Vilde Frang

Violine

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

100 Jahre Xenakis. Architekt und Musiker, ein archaischer Geist, radikaler noch als die Avantgarde, mit herkömmlichen Maßstäben kaum zu (be)greifen. „Aïs“ verweist ins Totenreich der griechischen Antike. Ein Bariton und ein Schlagzeuger zelebrieren Texte aus drei Quellen: Homer, Sappho, Ilias – flüsternde Poesie, verzweifelte Schreie. Und Energieausbrüche von 96 Orchestermusiker:innen, stählerne Tontürme apokalyptischen Ausmaßes, Glissandowasserfälle wie Naturereignisse. Die Antwort Vladimir Jurowskis auf Xenakis heißt: Mahler 5. Nicht minder existentiell, grundfestenerschütternd, kennt die Mahler-Sinfonie zusätzlich die Dimension der Liebe. Dazwischen macht sich Vilde Frang – erstmals beim RSB – Bartóks bezauberndes, imaginäres Brautgeschenk an die Geigerin Stefi Geyer zu eigen, von ihr damals, 1907, freilich unerhört.

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