Moderierte Probe mit Marin Alsop und Johan Dalene
Samuel Barber
Konzert für Violine und Orchester op. 14
Marin Alsop
Dirigentin
Marin Alsop - Dirigentin
Marin Alsop, eine der bedeutendsten Dirigentinnen unserer Zeit, ist die erste Frau, die an der Spitze bedeutender Orchester in den Vereinigten Staaten, Südamerika, Österreich und Großbritannien steht. Als Preisträgerin des „Golden Baton Award“ 2025 der League of American Orchestras ist Alsop zudem die erste und einzige Dirigentin, die ein MacArthur-Stipendium erhalten hat.
Alsop ist künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des Polnischen Nationalen Rundfunk-Sinfonieorchesters, Erste Gastdirigentin des Philharmonia Orchestra, Erste Gastdirigentin des Philadelphia Orchestra und Chefdirigentin des Ravinia Festivals.
Zu den Höhepunkten von Alsops Sommer 2026 zählen die Leitung der London Philharmonia bei der Einweihung des Turms „Jesus Christus“ an der Sagrada Família sowie bei den BBC Proms. Alsop beschließt ihre Saison als „Perspectives Artist“ in der Carnegie Hall mit dem National Orchestral Institute Philharmonic in der Carnegie Hall. Außerdem kehrt sie mit dem Los Angeles Philharmonic in den Hollywood Bowl zurück; Bravo! Vail Music Festival und das Saratoga Performing Arts Center mit dem Philadelphia Orchestra sowie zum Ravinia Festival mit dem Chicago Symphony Orchestra in ihrer Rolle als Chefdirigentin. Alsop wird zudem den Kompositionswettbewerb des George-Enescu-Wettbewerbs leiten und damit ihr Debüt mit dem Rumänischen Nationalorchester geben.
Um die Karrieren von Dirigentinnen zu fördern, gründete Alsop das „Taki Alsop Conducting Fellowship“, um herausragende Dirigentinnen durch intensives Coaching, Mentoring und finanzielle Unterstützung zu stärken. Von den 42 Preisträgerinnen bekleiden 32 den Titel einer Musikdirektorin oder Chefdirigentin bei Orchestern auf der ganzen Welt.
Im Jahr 2021 übernahm Alsop den Titel der Ehrenmusikdirektorin des Baltimore Symphony Orchestra. Während ihrer 14-jährigen Amtszeit als Musikdirektorin führte sie das Orchester auf seine erste Europatournee seit 13 Jahren, dirigierte mehr als zwei Dutzend Weltpremieren und gründete das Musikbildungsprogramm OrchKids.
Johan Dalene
Violine
Johan Dalene - Violine
Der schwedisch-norwegische Geiger Johan Dalene, Gewinner des prestigeträchtigen Carl-Nielsen-Wettbewerbs 2019, „ist nicht nur ein Virtuose wie viele andere, er ist eine Stimme. Er hat einen Ton, eine Präsenz“ (Diapason). Im Alter von 24 Jahren ist er bereits mit führenden Orchestern und in berühmten Konzertsälen im In- und Ausland aufgetreten. Seine Fähigkeit, „seine Stradivari wie ein Meister zum Singen zu bringen“ (Le Monde), gepaart mit seiner erfrischend ehrlichen Musikalität und seinem Engagement für Musiker und Publikum gleichermaßen, hat ihm unzählige Bewunderer eingebracht. Im Jahr 2022 wurde er von Gramophone zum „Young Artist of the Year“ ernannt.
Nach gleichzeitigen Aufenthalten beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Gavle Symphony Orchestra nimmt Johan eine neue Zusammenarbeit mit dem Royal Philharmonic Orchestra auf und arbeitet mit Dirigenten wie Antonello Manacorda und Robert Trevino zusammen. Als Verfechter neuer Musik führt er weiterhin das für ihn geschriebene Konzert von Tebogo Monnakgotla auf, vor allem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Giedrė Slekyte, und wird es im April 2023 mit dem Royal Stockholm Philharmonic und John Storgards uraufführen. Zu Johans weiteren aktuellen und bevorstehenden Höhepunkten gehören Debütauftritte mit dem Minnesota Orchestra und Thomas Sondergaard, dem Gewandhausorchester Leipzig und Sakari Oramo sowie dem San Francisco Symphony und Esa-Pekka Salonen; außerdem tritt er erneut mit dem Bergen Philharmonic, dem Swedish Radio Symphony, dem London Philharmonic und dem Warsaw Philharmonic auf.
Johan widmet sich ebenso leidenschaftlich der Kammermusik und wird nach Nordamerika zurückkehren, um Konzerte zu geben, insbesondere im Rahmen der Vancouver Recital Series, der San Francisco Performances und bei Gardner Music in Boston, sowie seine erste Tournee in Australien zu absolvieren. Darüber hinaus tritt er erneut bei den Festivals in Verbier und Rosendal sowie in der Londoner Wigmore Hall auf, wo er inzwischen regelmäßig zu Gast ist.
Im Oktober 2023 veröffentlichte Johan sein viertes Album bei BIS, ein Konzertalbum mit Ravels Sonate und Prokofjews zweiter Sonate sowie kurzen Stücken von Arvo Part, Lili Boulanger und Grazyna Bacewicz. The Strad lobte dieses Album als „interessant durch sein Repertoire und wunderbar durch seine Qualität“. Seine vorherige Einspielung der Nielsen- und Sibelius-Konzerte mit den Königlichen Stockholmer Philharmonikern unter John Storgards brachte Johan zum dritten Mal den begehrten „Editor’s Choice“ des Gramophone Magazine sowie den renommierten schwedischen Grammis Award ein.
Johan begann im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel und gab drei Jahre später sein professionelles Konzertdebüt. Im Sommer 2016 war er Gaststudent beim Verbier Festival in der Schweiz (wo er 2021 sein Konzertdebüt gab) und wurde 2018 in das norwegische Crescendo-Programm aufgenommen, wo er eng mit seinen Mentoren Janine Jansen, Leif Ove Andsnes und Gidon Kremer zusammenarbeitete. Andsnes lud Johan anschließend ein, beim Rosendal Chamber Music Festival zu spielen, und im Mai 2019 traten sie erneut gemeinsam beim Bergen International Festival auf. 2019 trat er zusammen mit Janine Jansen und anderen Mitgliedern des Crescendo-Programms in der Wigmore Hall in London und beim Internationalen Kammermusikfestival in Utrecht auf.
Johan studierte bei Per Enoksson, Professor an der Königlichen Hochschule für Musik in Stockholm, sowie bei Janine Jansen und nahm an Meisterkursen bei mehreren renommierten Lehrern teil, darunter Dora Schwarzberg, Pamela Frank, Gerhard Schulz und Henning Kraggerud. Er wurde mit verschiedenen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u. a. von der Königlich Schwedischen Musikakademie, dem Anders Wall Giresta-Stipendium, Königin Ingrids Ehrenstipendium, dem Preis der Håkan Mogren-Stiftung, dem Equinor Classical Music Award, dem Norwegischen Solistenpreis, Sixten Gemzéus Stora Musikstipendium, dem Expressen Kulturpreis Spelmannen und dem Rolf Wirténs Kulturpris. Johan spielt die Stradivari ‚Duke of Cambridge‘ von 1725, eine großzügige Leihgabe der Anders Sveaas‘ Charitable Foundation.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Musikalischer Wirbel
Samuel Barbers Violinkonzert verbindet lyrische Schönheit mit brillanter Virtuosität. Während die ersten beiden Sätze von weit gespannten, gesanglichen Melodien geprägt sind, entfaltet sich im Finale ein atemberaubender musikalischer Wirbel voller Energie und rhythmischer Präzision. In der moderierten Probe wird hörbar, wie Solovioline und Orchester miteinander in Dialog treten und wie dieses eindrucksvolle Werk in der gemeinsamen Probenarbeit Gestalt annimmt.