Moderierte Probe mit Dima Slobodeniouk & Xavier de Maistre
Kaija Saariaho
„Trans“ – Konzert für Harfe und Orchester
Dima Slobodeniouk
Dirigent
Dima Slobodeniouk - Dirigent
Als einer der angesehensten Dirigenten weltweit wird Dima Slobodeniouk für seine mitreißende Interpretationskraft und dynamische musikalische Führung von Musiker:innen und Publikum gleichermaßen gefeiert, wobei seine außergewöhnliche Sensibilität und spannende Programmgestaltung ihm besondere internationale Aufmerksamkeit eingebracht haben
Regelmäßig arbeitet er mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Boston Symphony Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich sowie dem NHK Symphony Orchestra zusammen. Slobodeniouk arbeitet regelmäßig mit renommierten Solist:innen wie Leif Ove Andsnes, Martha Argerich, Emanuel Ax, Augustin Hadelich, Seong-Jin Cho, Isabelle Faust, Kirill Gerstein, Barbara Hannigan, Håkan Hardenberger, Alexandre Kantorow, Patricia Kopatchinskaja, Beatrice Rana, Yuja Wang und Frank Peter Zimmermann.
Für seine musikalische Expertise und interpretatorische Tiefe geschätzt, ist Slobodeniouk auch ein vielfach ausgezeichneter Aufnahme-Künstler. Zu seinen jüngsten Einspielungen zählt Esa-Pekka Salonens Cellokonzert mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und Nicolas Altstaedt (Alpha), das mit einem ICMA Award ausgezeichnet wurde. Seine neueste Veröffentlichung beim Label BIS enthält Strawinskys „Symphony in Three Movements“, „Symphony in C“ und die „Symphonies of Wind Instruments“, aufgenommen mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia, dessen Musikdirektor er viele Jahre war. Weitere Veröffentlichungen auf BIS beinhalten Werke von Kalevi Aho mit dem Lahti Symphony Orchestra – darunter die preisgekrönte Aufnahme, die 2018 mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet wurde, sowie spätere Aufnahmen von Ahos „Sieidi“ und der 5. Sinfonie. Auch eine Einspielung mit Werken, die von der finnischen Nationalepik Kalevala inspiriert wurden, zählt dazu. Für das Label Ondine nahm er Werke von Perttu Haapanen und Lotta Wennäkoski mit dem Finnischen Radiosinfonieorchester auf.
Seine musikalische Ausbildung begann Slobodeniouk bei der ukrainischen Geigerin Olga Parkhomenko an der Sibelius-Akademie in Helsinki, wo er 2001 abschloss. Dort begann er auch sein Dirigierstudium bei Leif Segerstam, Jorma Panula und Atso Almila.
Von 2013 bis 2022 war Dima Slobodeniouk Musikdirektor des Orquesta Sinfónica de Galicia, von 2016 bis 2021 Chefdirigent des Lahti Symphony Orchestra und Künstlerischer Leiter des Sibelius-Festivals. Gemeinsam mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia baute er in den letzten Jahren eine umfangreiche und hochgelobte Mediathek mit Live-Konzertmitschnitten auf. Aus Überzeugung, musikalische Chancen zu erweitern, initiierte er während seiner Amtszeit ein Dirigierprojekt, das jungen Talenten die Möglichkeit bot, mit einem professionellen Orchester zu arbeiten und unter seiner Anleitung ausgewählte Werke zu erarbeiten.
Xavier de Maistre
Harfe
Xavier de Maistre - Harfe
Xavier de Maistre ist einer der führenden Harfenisten der Gegenwart und ein zutiefst innovativer Musiker. Als leidenschaftlicher Verfechter seines Instruments hat er das Harfenrepertoire erweitert und bei Komponisten neue Werke in Auftrag gegeben. Außerdem erstellt er Transkriptionen von wichtigen Instrumentalwerken.
Sein Duo Serenata Latina mit Rolando Villazón führt ihn an so renommierte Orte und Festivals wie die Tonhalle Düsseldorf, Die Glocke in Bremen, Heidelberger Frühling, Teatro Cultura Artistica in São Paulo und das Shanghai Grand Theatre.
Mit seinem kreativen Rezitalprogramm ist er außerdem bei prestigeträchtigen Konzertreihen wie Stanford Live in den USA sowie den Meisterkonzerten im Zentrum Paul Klee in der Schweiz zu hören.
Er wird regelmäßig von erstklassigen Orchestern aus der ganzen Welt eingeladen: Chicago, Montréal, City of Birmingham, Schwedisches und Finnisches Radio-Sinfonieorchester; Los Angeles, London, St. Petersburg, Oslo und China Philharmonic Orchestra; Orchestre de Paris, Tonhalle-Orchester Zürich, Mozarteum Orchester Salzburg, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo; Er arbeitete mit Dirigenten wie Sir André Previn, Sir Simon Rattle, Riccardo Muti, Daniele Gatti, Philippe Jordan, Bertrand de Billy, Andrés Orozco-Estrada, Daniel Harding, Susanna Mälkki und Mirga Gražinytė-Tyla.
Als Solist war er bei vielen hochkarätigen Festivals zu Gast, so etwa beim Rheingau Festival, den Salzburger Festspielen, Wiener Festwochen, Verbier, Budapest Spring Festival, Würzburger Mozartfest und Mostly Mozart in New York. Außerdem arbeitet er regelmäßig mit Diana Damrau, Arabella Steinbacher, Daniel Müller-Schott, Baiba Skride, Antoine Tamestit, Mojca Erdmann und Magali Mosnier zusammen.
De Maistre ist seit 2008 Exklusivkünstler bei Sony Music, sein erstes Album bei diesem Label (Nuit d’Etoiles) ist Debussy gewidmet. Weitere Veröffentlichungen waren Hommage à Haydn (2009), Aranjuez (2010) und Notte Veneziana (2012) mit bedeutendem Barockrepertoire, Moldau (2015), Soloharfenstücke slawischer Komponisten, und La Harpe Reine (2016) mit Les Arts Florissants und William Christie. Sein Album Christmas Harp (Oktober 2021) enthält Paraphrasen und Fantasien berühmter Weihnachtslieder. Mit Rolando Villazón nahm er 2020 ein hochgelobtes Serenata Latina-Album auf (Deutsche Grammophone). Im Herbst 2022 erschien seine neueste, der russischen Musik gewidmete CD, mit dem berühmten Harfenkonzert von Reinhold Glière und dem vergessenen Konzert von Alexander Mosolov, begleitet vom WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Nathalie Stutzmann.
Der in Toulon geborene de Maistre studierte Harfe am dortigen Konservatorium bei Vassilia Briano, bevor er seine Technik bei Catherine Michel und Jacqueline Borot in Paris perfektionierte. Er studierte auch in Sciences-Po Paris und anschließend an der London School of Economics. 1998 erhielt er den Ersten Preis (und zwei Interpretationspreise) beim renommierten Internationalen Harfenwettbewerb der USA (Bloomington) und wurde im selben Jahr als erster französischer Musiker bei den Wiener Philharmonikern aufgenommen.
Seit 2001 unterrichtet er an der Musikhochschule in Hamburg. Er spielt auf einem Instrument von Lyon & Healy.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Feine Klangschichten
In „Trans“ entfaltet Kaija Saariaho eine schillernde Klangwelt, in der die Harfe als Soloinstrument immer neue Farben und Ausdrucksmöglichkeiten zeigt. In der moderierten Probe wird hörbar, wie die feinen Klangschichten, schwebenden Harmonien und überraschenden Klangwirkungen erarbeitet werden.