Georg Nigl

Georg Nigl © Anita Schmid

Georg Nigl gehört zu einem der am meisten gefeierten Baritone weltweit. Sein unverwechselbares Timbre führt ihn auf alle wichtigen Opernbühnen sowie zu den renommiertesten Festivals.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Teodor Currentzis, Valery Gergiev, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Kent Nagano und Kirill Petrenko sowie mit den Regisseuren Andrea Breth, Romeo Castellucci, Frank Castorf, Hans Neuenfels, Johan Simons, Dmitri Tcherniakov und Sasha Waltz zusammen.

Besondere Anerkennung verschaffte sich Georg Nigl nicht nur als Solist zahlreicher Uraufführungen, sondern auch als Impulsgeber für Kompositionen und Publikationen, u.a. von Friedrich Cerha, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Mitterer, Olga Neuwirth und Wolfgang Rihm. Georg Nigls kammermusikalisches Repertoire reicht vom Barock über die Wiener Klassik bis zu Neuester Musik. Seine Aufnahme „Bach privat“ mit Anna Lucia Richter wurde 2017 mit dem Diapason d’or ausgezeichnet.

Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren u.a. Papageno, die Titelpartie in der Uraufführung von Pascal Dusapins neuer Oper „Macbeth Underworld“ (Théâtre Royal de la Monnaie), die Titelpartie in „L‘Orfeo“ und die Uraufführung von Beat Furrers „Violetter Schnee“ (Staatsoper Unter den Linden), die Titelpartie in Trojahns „Orest“ (Wiener Staatsoper) sowie in Mozarts „Le nozze di Figaro“ (Staatsoper Hamburg), sein Lenz in „Così fan tutte“ (Festival d‘Aix-en-Provence), seine hochgelobte Interpretation des Pilatus in der Johannespassion (Rattle / Sellars) mit der Philharmonie Berlin sowie seine Tournee mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment.

2020/2021 war Georg Nigl in „molto agitato“ (Nagano / Castorf) an der Staatsoper Hamburg,  in „Die Fledermaus“  an der Wiener Staatsoper und in Dusapins „Penthesilea“ mit dem Orchestre de Paris auf der Bühne zu erleben. Konzerte führen und führten ihn u.a. zum Amsterdamer Concertgebouw, zu der Elbphilharmonie, sowie nach Paris, München, Wien und Köln. Die Spielzeit endet mit einer Neuproduktion von Reimanns „Lear“ an der Bayerischen Staatsoper.

In der Kritikerumfrage 2015 der Zeitschrift Opernwelt wurde Georg Nigl für seine Interpretation von Rihms Lenz zum „Sänger des Jahres“ gekürt.