Felix Mendelssohn Bartholdy
„Paulus“ – Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 36
Simon Halsey
Dirigent
Simon Halsey - Dirigent
Simon Halsey nimmt in der klassischen Musik eine einzigartige Stellung ein. Er ist der vertrauenswürdige Berater der größten Dirigenten, Orchester und Chöre der Welt in Sachen Chorgesang. Als Botschafter des Chorgesangs für Amateure jeden Alters, jeder Fähigkeit und jedes Hintergrunds hat er bahnbrechende Massenchorveranstaltungen geleitet, insbesondere für das New Yorker Lincoln Center.
Er hat den Gesang zu einem zentralen Bestandteil der Weltklasse-Institutionen gemacht, mit denen er in Verbindung steht, und war maßgeblich an der Veränderung des Niveaus des symphonischen Gesangs in ganz Europa beteiligt. Er ist im Vereinigten Königreich und in Europa als Chordirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra Chorus, Erster Gastdirigent und Chorbotschafter des Orfeó Català, Erster Gastdirigent des WDR Rundfunkchors, Ehrendirigent des Rundfunkchors Berlin, emeritierter Chordirektor des London Symphony Orchestra and Chorus und Professor und Direktor der Choraktivitäten an der Universität Birmingham tätig. Seine Arbeit ist Gegenstand des Dokumentarfilms Unsere Herzen – Ein Klang, der im September 2022 in die Kinos kam.
Er ist auch ein hoch angesehener Lehrer und Akademiker, der die nächste Generation von Chordirigenten in seinem Postgraduiertenkurs in Birmingham und durch Meisterkurse in Deutschland, den Niederlanden und den USA fördert. Er ist Träger von vier Ehrendoktorwürden britischer Universitäten. 2011 veröffentlichte Schott Music sein Buch und seine DVD über Chorleitung, Chorleitung: Vom Konzept zum Konzert.
Zu Halseys zahlreichen Auszeichnungen gehören drei Grammys für seine Aufnahmen mit dem Rundfunkchor Berlin. Er wurde 2015 zum Commander of the British Empire ernannt, 2014 mit der Queen’s Medal for Music ausgezeichnet und erhielt 2011 das Offizierskreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in Anerkennung seines herausragenden Beitrags zur Chormusik in Deutschland.
Simon Halsey wurde in London geboren, sang in den Chören des New College in Oxford und des King’s College in Cambridge und studierte Dirigieren am Royal College of Music in London. Im Jahr 1987 gründete er zusammen mit Graham Vick die Birmingham Opera Company. Von 1997 bis 2008 war er Chefdirigent des Niederländischen Rundfunkchors und von 2004 bis 2012 Chefdirigent des Chorprogramms der Northern Sinfonia. Von 2001 bis 2015 leitete er den Rundfunkchor Berlin (dessen Ehrendirigent er heute ist); unter seiner Führung erwarb sich der Chor international einen Ruf als eines der besten professionellen Chorensembles. Halsey initiierte auch innovative Projekte an unkonventionellen Orten und in interdisziplinären Formaten.
Victoria Randem
Sopran
Victoria Randem - Sopran
Die norwegisch-nicaraguanische Sopranistin Victoria Randem (*1995) hat sich rasch als eine der herausragendsten Stimmen ihrer Generation etabliert. Sie ist bekannt für ihren warmen lyrischen Ausdruck, ihre dramatische Bühnenpräsenz und ihre künstlerische Neugier – Qualitäten, die sie auf einige der renommiertesten Bühnen Europas geführt haben.
Von 2019 bis 2024 war sie festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, wo sie Rollen wie Susanna (Le nozze di Figaro), Ilia (Idomeneo), Ännchen (Der Freischütz) und Pamina (Die Zauberflöte) interpretierte.
Ihr internationaler Durchbruch gelang ihr 2021 in der Rolle der Alida in Peter Eötvös’ Sleepless, basierend auf dem Roman Andvake von Jon Fosse. Die Produktion wurde sowohl in Berlin als auch am Grand Théâtre de Genève gezeigt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Diese Rolle wurde zu einem wichtigen Sprungbrett in Randems internationaler Karriere.
Sie gastierte zudem als Pamina an der Semperoper Dresden und trat an der Bayerischen Staatsoper München, der Volksoper Wien, beim Glyndebourne Festival und am Grand Théâtre de Genève auf. Im Jahr 2024 erweiterte sie ihr Repertoire auf das Musiktheater und sang Maria in West Side Story in Wien.
Im September 2025 gab sie ihr italienisches Debüt als Susanna in Le nozze di Figaro bei Palermo Classica und übernahm die Rolle der Musetta in La Bohème bei den Tiroler Festspielen, in der ersten Spielzeit von Jonas Kaufmann als Festivalintendant.
An der Norwegischen Nationaloper & Ballett feierte Randem große Erfolge in der Titelrolle von Stefan Herheims Inszenierung von Das schlaue Füchslein unter der Leitung von Edward Gardner. Für ihre Darstellung erhielt sie den Hedda-Preis für die beste musikalische und szenische Leistung; die Produktion selbst wurde mit dem Kritikerpreis und dem Hedda-Preis für die beste Oper ausgezeichnet.
Sie ist außerdem Trägerin des Kirsten-Flagstad-Preises 2025 und des Ingrid-Bjoner-Preises 2023 (verliehen im Rahmen des Dronning Sonja International Music Competition) sowie der Norwegischen Solist*innen-Auszeichnung 2025, die mit einem eigenen Konzert bei den Bergen International Festspielen 2026 gewürdigt wird.
Randem trat bei den Bayreuther Festspielen (Waldvogel in Siegfried, Blumenmädchen in Parsifal) auf und sang mit Orchestern wie dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla.
Sie arbeitete mit Dirigent*innen wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Zubin Mehta, Christian Thielemann und Simone Young zusammen.
Zu ihren kommenden Höhepunkten zählen neue Engagements bei den Bayreuther Festspielen, mit den Berliner Philharmonikern, ein Artist-in-Residence-Aufenthalt an der Norwegischen Nationaloper & Ballett sowie Aufführungen von Brahms’ Ein deutsches Requiem mit dem Rundfunkchor Berlin in Vilnius und in der Berliner Philharmonie.
Anna Alàs i Jové
Alt
Anna Alàs i Jové - Alt
Während ihrer Gesangsausbildung entschied sich Anna für einen vielschichtigen Ansatz, der sie zur Aufführung von Opern-, Symphonie- und Kammerrepertoire von der Renaissance bis zur Romantik und sogar zeitgenössischen Kreationen führte. So erhielt sie während ihres Studiums an der Musikhochschule „Hans Eisler“ in Berlin künstlerische Betreuung durch Anneliese Fried, Wolfram Rieger, KS Prof. Brigitte Fassbaender, KS Prof. Dietrich Fischer-Dieskau, KS Bernarda Fink, KS Prof. Thomas Quasthoff, KS Thomas Hampson und Cornelius L. Reid, Emma Kirkby, Andrew King, Al Ayre Español, Andrea Marchiol, Raphael Alpermann, Mireia Pintó und María González.
Sie gewann den 1. Preis beim Gesangswettbewerb Joan Massià 2005, den 2. Preis beim P.A. Cesti-Gesangswettbewerb für Barockoper 2010, 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Kunstlied Stuttgart 2010 neben dem Pianisten Alexander Fleischer. Darüber hinaus erhielt sie Stipendien der Humboldt-Stiftung, der Caja Madrid (Spanien) und des DAAD.
Sie spielte Dutzende Rollen, darunter Romeo („I Capuleti e i Montecchi“), Angelina („La Cenerenola“), Rosina („Il barbiere di Siviglia“), Donna Elvira („Don Giovanni“) und Cherubino („Le nozze di Figaro“) „), Annio („La Clemenza di Tito“), Dritte Dame („Die Zauberflöte“), Dido („Dido und Aeneas“), Diana („La Calisto“), Siébel („Faust“), L’enfant („L’enfant et les sortilèges“), Kater („Der gestiefelte Kater“), Simplicius („Simplicius Simplicissimus“), Rita („Rita“), Proserpina und La Messaggiera („L’Orfeo“), Clarisse („ L ‚amour des trois oranges“) und Armelinde („Cendrillon“) auf mehreren Bühnen, wie u.a. der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Staatstheater Wiesbaden, Staatstheater Nürnberg, Landestheater Linz, Theater Heidelberg, der Winteroper Potsdam, der Ludwigsburger Schlossfestspiele, Gran Teatre del Liceu, Teatro Real (Madrid), Auditorio Nacional, Palacio de la Ópera La Coruña, Ópera de Oviedo, Teatre Principal de Palma de Mallorca, Teatro Arriaga, neben inspirierenden Künstlern wie Susan Graham, Roberto Alagna, Linda Watson, Barbara Frittoli, Marc Minkowski, Thomas Hengelbrock, Markus Poschner, Konrad Junghanel, Corrado Rovaris, David Afkham, Diego Martin-Etxebarria, Achim Freyer, Robert Carsen, La Fura dels Baus, Joan Anton Rechi, Lindsay Kemp oder David McVicar.
Durch ihr Engagement für junge Komponisten wirkte sie bei zahlreichen Uraufführungen von Opern und Liederzyklen mit, weckte aber bald auch das Interesse der Barockszene, wo sie neben dem Belgischen Barockorchester Gent, Collegium 1704, Musica Florea, La Chimera, Vespres auftrat d’Arnadí, Ensemble Daimonion, Orquesta Barroca de Sevilla, Academia 1750, u.a. bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Potsdamer Musikfestspiele, Davoser Festspiele, Musikbrücke Prag-Dresden, WDR 3 Concerto Discreto, Teatro Arriaga, Festival de Música Antiga dels Pirineus, Festival Intl de Torroella de Montgrí und das Festival Castell de Peralada.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Solistin hat sie sich ein breites Konzert- und Oratorienrepertoire angeeignet, das sie zur Berliner Philharmonie, zur Ópera National de Bordeaux, zum Heidelberger Frühling, zum Hirschberger Liedfest, zum Würzburger Liedfestival, zum Berliner Konzerthaus, in die Glinka-Halle (St. Petersburg) führte ), Palau de la Música Catalana, L’Auditori (Barcelona) oder der Schubertíada de Vilabertran, wo sie neben Pianisten wie Wolfram Rieger oder Alexander Fleischer auftrat, und der Staatskapelle Weimar, Orquestra Simfònica de Barcelona, Orquesta Sinfónica de Gran Canaria, Sinfonieorchester Berlin , Staatskapelle Berlin, Bruckner Orchester Linz, Nürnberger Philharmoniker, Orquesta Nacional de España, Orquesta Sinfónica de Galicia u.a.
Außerdem beteiligte sie sich an Radio- und Fernsehaufnahmen für den Bayerischen Rundfunk, DeutschlandRadio, COM Radio, Catalunya Música, den Internationalen Fernsehsender aus Portugal oder RNE Radio Clásica, sowie an mehreren Aufnahmen für Editorial L’Avenç (Folklore-Nationalpreis 2012), Discmedi ( Bestes klassisches Album 2015, Enderrock Critics Award, Ficta Edicions, Seed Music, Naxos Records und Sony Classical.
Kieran Carrel
Tenor
Kieran Carrel - Tenor
Der deutsch-britische Tenor Kieran Carrel blickt auf eine rege und abwechslungsreiche Karriere in den Bereichen Oper, Konzert und Liederabend zurück.
Als Mitglied der Deutschen Oper Berlin umfasst sein Repertoire Tamino; Don Ottavio; Walther Tannhäuser; Erik Der fliegende Holländer; Froh Das Rheingold; Narraboth Salome; Alfred Die Fledermaus; Graf Almaviva Il barbiere di Siviglia und Lysander Ein Sommernachtstraum.
Zu den Konzerthöhepunkten der laufenden Saison und darüber hinaus zählen Mendelssohns Lobgesang mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra und Diego Fasolis; eine Aufnahme und Tournee von Schumanns Das Paradies und die Peri mit Jordi Savall; Bachs Weihnachtsoratorium mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Gewandhausorchester Leipzig sowie Evangelist in der Johannespassion mit dem Netherlands Chamber Orchestra und Daniel Reuss und die Matthäuspassion mit dem Noord Nederlands Orkest und Hartmut Haenchen.
Zu den jüngsten Konzerten gehören Haydns Die Schöpfung mit dem Thomanerchor Leipzig, Evangelist Bachs Johannespassion mit The English Concert und dem Antwerpener Symphonieorchester sowie Das Paradies und die Peri in Utrecht mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra.
Kieran gab sein Rezitaldebüt 2019 im Pierre Boulez Saal in Berlin im Rahmen der Heidelberger Frühling Schubert Woche mit Thomas Hampson und Hartmut Höll und war im selben Jahr Finalist beim Wigmore Hall/Independent Opera International Song Competition, zusammen mit seinem Duopartner Richard Gowers. Kürzlich spielte er ein Schubert-Programm mit Kristian Bezuidenhout beim 2024 MA Festival in Brügge und trat in der Luxemburger Philharmonie mit Graham Johnson auf. Seine Verbindung zum Pierre Boulez Saal und zur Wigmore Hall setzt sich mit Solokonzerten in beiden Sälen fort. Darüber hinaus trat er in der Wigmore Hall in einer Hugo Wolf Song Gala mit Christoph Prégardien und James Baillieu auf, sang Haydn Canzonetten mit András Schiff und Vaughan Williams Serenade to Music mit dem Nash Ensemble.
Kieran hat an einer Gesamtaufnahme von Brahms-Liedern mit Ulrich Eisenlohr bei NAXOS mitgewirkt. Zu seinen weiteren Aufnahmen gehören Mozarts Requiem mit Il Gardellino, CPE Bachs Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, Wolfs Italienisches Liederbuch und Schumanns Dichterliebe mit dem Ensemble Opus und Ralf Gothoni.
Kieran studierte in Köln bei Christoph Prégardien, bevor er seine Ausbildung an der Royal Academy of Music in London bei Neil Mackie fortsetzte.
Roderick Williams
Bass
Roderick Williams - Bass
Roderick Williams ist einer der gefragtesten Baritone Großbritanniens und steht regelmäßig auf Konzertbühnen und in Recitals auf dem Programm, wobei sein Repertoire vom Barock bis zu Weltpremieren reicht.
Zu seinen Opernengagements zählen Hauptrollen an führenden Opernhäusern weltweit, darunter das Royal Opera House Covent Garden, die English National Opera, die Dutch National Opera, die Dallas Opera, die Bregenzer Festspiele und die Oper Köln. Er war an vielen Weltpremieren beteiligt, darunter Alexander Knaifels Alice im Wunderland, mehrere Opern von Michel van der Aa, die Titelrolle in Robert Saxtons The Wandering Jew und die britische Premiere von Sally Beamishs Judas Passion mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment.
Zu seinen bedeutenden Opernengagements zählen Oronte in Charpentiers Medée, Toby Kramer in van der Aas Sunken Garden, Don Alfonso / Cosi fan Tutte und Sharpless / Madam Butterfly sowie Bariton in einer Inszenierung von Brittens War Requiem für die English National Opera, die Titelrolle in Eugene Onegin und Prinz Yeletsky / Pique Dame für die Garsington Opera, die Titelrolle in Billy Budd für die Opera North, van der Aas After Life am Melbourne State Theatre und an der Opéra de Lyon sowie van de Aas Upload für die Niederländische Nationaloper, die Bregenzer Festspiele, die Oper Köln und die Park Avenue Armory in New York. Außerdem trat er als Papageno und als Ulisse / Il Ritorno di Ulisse in Patria für das Royal Opera House Covent Garden, als Toby Kramer für die Dallas Opera und als Christus / Johannespassion in Inszenierungen mit den Berliner Philharmonikern und dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Sir Simon Rattle auf. Im Jahr 2023 sang er Germont in La Traviata beim St Endellion Festival und nahm die Rolle für einen neuen Film von Opera Glassworks auf, der im Januar 2025 auf Sky Arts ausgestrahlt wurde. Zu seinen zukünftigen Engagements gehört die Rolle des Josh in der neuen Van der Aa-Oper The Theory of Flames für die Niederländische Nationaloper und die Bregenzer Festspiele.
Zu seinen jüngsten und zukünftigen Konzertengagements zählen Auftritte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic, den Dresdner Philharmonikern, dem BBC National Orchestra of Wales, dem BBC Philharmonic, dem BBC Symphony Orchestra, dem Hallé Orchestra, dem Bayerischen Rundfunk, der Britten Sinfonia, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Gabrieli Consort, The Sixteen, The King’s Consort, Le Concert Spirituel, Ensemble Orchestral de Paris, Berliner Philharmoniker, RIAS Kammerchor, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Netherlands Radio Philharmonic, St Paul Chamber Orchestra, Bergen Philharmonic Orchestra, Accademia Nazionale di Santa Cecilia, San Francisco Symphony, Music of the Baroque Chicago, New York Philharmonic, Utah Symphony, Cincinnati Symphony, Philharmonia Baroque Orchestra, Sao Paulo Symphony, Bach Collegium Japan und Singapore Symphony. Er tritt regelmäßig bei den BBC Proms auf, war 2014 Solist beim Last Night und trat kürzlich in der Matthäus-Passion 2021 und bei der Weltpremiere von Matthew Kaners „Pearl” 2022 auf. Zu seinen weiteren Engagements in jüngster Zeit zählen Tourneen nach Japan mit dem BBC SO, nach Europa mit dem RIAS Kammerchor und nach Nordamerika mit dem Bach Collegium Japan.
Er ist ein versierter Konzertpianist, der regelmäßig in Konzertsälen und auf Festivals zu hören ist, darunter in der Wigmore Hall, im Kings Place, im LSO St Luke’s, in der Perth Concert Hall, beim Ludlow Song Festival, beim Oxford Lieder Festival, im Howard Assembly Room in Leeds, beim Bath International Festival, beim Three Choirs Festival, beim Aldeburgh Festival, beim Edinburgh International Festival, im Concertgebouw und im Musikverein. Im Jahr 2019 spielte er alle drei Schubert-Zyklen in der Wigmore Hall. Seine Recital-Programme umfassen häufig Werke britischer Komponisten, darunter viele neue Werke. Er tritt regelmäßig als Interpret und Moderator bei BBC Radio 3 und Radio 4 auf.
Zu seinen zahlreichen Aufnahmen gehören Opern von Vaughan Williams, Berkeley und Britten für Chandos sowie ein umfangreiches Repertoire englischer Lieder mit dem Pianisten Iain Burnside für Naxos. Zu seinen weiteren aktuellen Aufnahmen gehören eine preisgekrönte CD mit französischen Liedern mit Roger Vignoles für Champs Hill Records, die drei Schubert-Zyklen mit Iain Burnside für Chandos und Aufnahmen von Stanford und Somervell mit Susie Allan für Somm. Außerdem hat er Schuberts Winterreise in einer neuen Übersetzung von Jeremy Samms mit Christopher Glynn für Signum aufgenommen. Er sang Captain Balstrode / Peter Grimes mit dem Bergen Philharmonic Orchestra für Chandos (Gramophone Recording of the Year 2021). Außerdem hat er seine eigene Bearbeitung von Butterworths A Shropshire Lad und andere englische Werke mit dem Hallé Orchestra und Sir Mark Elder ebenfalls für Chandos aufgenommen.
Er ist ein etablierter Komponist und hat kürzlich die Rolle des Composer in Association der BBC Singers übernommen. Zu seinen Auftragswerken gehören das große Werk „World without End” für den RIAS Kammerchor und die BBC Singers sowie ein Auftragswerk zur Feier des hundertjährigen Bestehens der RAF. Im April 2016 war er künstlerischer Leiter von Leeds Lieder + und von 2020 bis 2022 Artist in Residence beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Derzeit ist er Artist in Residence des Bournemouth Symphony Orchestra und „Singer-in-Residence“ für Music in the Round in Sheffield, wo er Konzerte präsentiert und dynamische und innovative Lern- und Beteiligungsprojekte leitet, die Amateur-Sängerinnen und -Sänger jeden Alters an das klassische Liedrepertoire heranführen. Im Jahr 2023 war er künstlerischer Leiter des St Endellion Summer Festival und Artist in Residence beim Aldeburgh Festival.
Im Jahr 2016 gewann er den Preis „Sänger des Jahres” der Royal Philharmonic Society und wurde im Juni 2017 für seine Verdienste um die Musik zum Officer of the Order of the British Empire (OBE) ernannt. Außerdem trat er 2023 bei der Krönung von König Charles III. auf.
Rundfunkchor Berlin
Rundfunkchor Berlin
Mit rund 60 Konzerten jährlich, CD-Einspielungen und internationalen Gastspielen zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Aufnahmen. Sein breit gefächertes Repertoire, ein flexibles, reich nuanciertes Klangbild, makellose Präzision und packende Ansprache machen den Profichor zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten, darunter Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Simon Rattle oder Yannick Nézet-Séguin. In Berlin besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und ihren Chefdirigenten.
Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. Zum Meilenstein wurde die szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als »human requiem« durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests. Nach Gastspielen u.a. in New York, Hongkong, Paris und Adelaide reist die Produktion im Sommer 2019 erstmals nach Istanbul. Für das Projekt »LUTHER dancing with the gods« reflektierte der Chor im Herbst 2017 in einer genresprengenden Konzertperformance mit Robert Wilson und Musik von Bach, Nystedt und Reich Luthers Wirkung auf die Künste und in den Künsten. Für »TIME TRAVELLERS« wird der Chor in der Spielzeit 2019/20 das Berliner Radialsystem in einen begehbaren Zeittunnel verwandeln. Auf Grundlage von Jonathan Doves Komposition »The Passing of the Year« entsteht mit Filmen, Bildern, Performance und Musik ein interaktives Chorerlebnis.
Mit seinen Community-Projekten für unterschiedliche Zielgruppen – das große Mitsingkonzert in der Berliner Philharmonie, das Fest der Chorkulturen für Chöre aus aller Welt und die Liederbörse für Berliner Schülerinnen und Schüler – möchte der Rundfunkchor Berlin möglichst viele Menschen zum Singen bringen. Sein breit angelegtes Bildungsprogramm SING! zielt auf die nachhaltige Vernetzung verschiedener Partner, um das Singen als selbstverständlichen Teil des Berliner Grundschulalltags zu fördern. Mit der Akademie und Schola sowie der Internationalen Meisterklasse Berlin setzt sich das Ensemble für den professionellen Sänger- und Dirigentennachwuchs ein.
1925 gegründet, feierte der Rundfunkchor Berlin 2015 sein 90-jähriges Bestehen. Der Chor wurde von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe (1982-93), Robin Gritton (1994-2001) und Simon Halsey (2001-2015) geprägt. Seit der Saison 2015/16 steht der Niederländer Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Ensembles. Simon Halsey bleibt dem Chor als Ehrendirigent und Gastdirigent verbunden. Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin in der Trägerschaft von Deutschlandradio, der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Berlin und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Deutsche Streicherphilharmonie
Deutsche Streicherphilharmonie - Patenorchester des RSB
Die Jüngsten unter ihnen sind gerade einmal 11 Jahre alt, mit 20 gehören sie hier bereits zu den „Alten“ – und doch spielen sie schon auf den großen internationalen Bühnen und Festivals wie etwa im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins und in der Kölner Philharmonie, im Grand Auditorium in Luxemburg und in der Alten Oper Frankfurt, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und bei Young Euro Classic in Berlin.
Die Orchestermitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie beeindrucken mit ihrer hohen Qualität und der Exzellenz ihres Spiels regelmäßig ebenso das Publikum wie die Fachpresse. Die intensive Arbeit der Dozentinnen und Dozenten aus dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit den einzelnen Stimmgruppen sorgt für den charakteristischen, überaus homogenen Streicherklang des Ensembles, dessen künstlerische Leitung seit 2013 bei Chefdirigent Wolfgang Hentrich, Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, liegt.
Die Teilnehmenden qualifizieren sich über ein Probespiel, zu dem die DSP regelmäßig einlädt – nach Berlin und auch auf digitalem Weg, wodurch der hochbegabte Streichernachwuchs in allen 16 Bundesländern noch besser erreicht wird. Zahlreiche RSB-Mitglieder haben einst selbst in dem jüngsten deutschen Auswahlorchester gespielt – so wird die Tradition zwischen den beiden offiziell von der Jeunesses Musicales zertifizierten Patenorchestern seit nunmehr 50 Jahren weitergegeben.
Unter den zahlreichen Höhepunkten in ihrem Jubiläumsjahr 2023 – 50. Geburtstag – freut sich die Deutsche Streicherphilharmonie besonders über die Auszeichnung mit dem renommierten Würth-Preis. Voller Stolz blicken die jungen Musikerinnen und Musiker auch auf ihre Mitwirkung beim preisgekrönten Hollywoodstreifen „Tár“, der im März in die deutschen Kinos kam.
Brahms und Wagner – Vladimir Jurowski arrangiert ein Gipfeltreffen
Brahms, Wagner
Kammerkonzert im Ballhaus Wedding
Strauß (Sohn), Brahms, Wolf, Strauß (Vater)