Leonard Bernstein
„On the Town“ – Drei Tanzepisoden
Cindy McTee
Adagio für Streichorchester
Samuel Barber
Toccata festiva für Orgel und Orchester op. 36
Aaron Copland
Sinfonie Nr. 3
Leonard Slatkin
Dirigent
Leonard Slatkin - Dirigent
Der international renommierte Dirigent Leonard Slatkin ist Musikdirektor des Detroit Symphony Orchestra, Directeur Musical Honoraire des Orchestre National de Lyon (ONL), Ehrendirigent des St. Louis Symphony Orchestra (SLSO), Erster Gastdirigent des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria (OFGC) und künstlerischer Berater des Las Vegas Philharmonic (LVP). Er hat einen straffen Terminkalender als Gastdirigent und ist außerdem als Komponist, Autor und Pädagoge tätig.
Die Saison 2025-26 umfasst Engagements mit dem National Symphony Orchestra (Irland), dem Manhattan School of Music Symphony Orchestra, dem SLSO, dem USC Thornton Symphony, dem LVP, dem Taiwan Philharmonic, dem KBS Symphony Orchestra (Seoul), dem Gunma Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra (Tokio), Nashville Symphony, Atlanta Symphony Orchestra, Orchestre Symphonique de Montréal, Warsaw Philharmonic, Franz Schubert Filharmonia (Barcelona), ONL, Prague Symphony Orchestra, Filarmonica George Enescu (Bukarest), OFGC und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Slatkin wurde mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet und erhielt 35 Nominierungen. Naxos hat kürzlich die Vox-Audiophile-Editionen seiner SLSO-Aufnahmen mit Werken von Gershwin, Rachmaninow und Prokofjew neu aufgelegt. Weitere Naxos-Aufnahmen sind „Slatkin Conducts Slatkin“ – eine Zusammenstellung von Stücken, die von mehreren Generationen seiner Familie komponiert wurden – sowie Werke von Saint-Saëns, Ravel, Berlioz, Copland, Borzova, McTee und Williams.
Slatkin ist Träger der National Medal of Arts und Ritter der französischen Ehrenlegion. Er wurde mit dem Prix Charbonnier der Fédération des Alliances Françaises, der Silbernen Ehrenmedaille Österreichs und dem Goldenen Taktstock der League of American Orchestras ausgezeichnet. Seinem Debütbuch Conducting Business (2012), für das er den ASCAP Deems Taylor Special Recognition Award erhielt, folgten Leading Tones (2017) und Classical Crossroads: The Path Forward for Music in the 21st Century (2021). Seine neuesten Bücher sind Eight Symphonic Masterworks of the Twentieth Century (Frühjahr 2024) und Eight Symphonic Masterworks of the Nineteenth Century (Herbst 2024), Teil einer fortlaufenden Reihe von Essays, die den Prozess des Studiums von Partituren ergänzen und bei Bloomsbury erscheinen.
Slatkins Tätigkeit als Operndirigent führte ihn an die Metropolitan Opera, die Lyric Opera of Chicago, die Washington National Opera, das Opera Theatre of St. Louis, die Santa Fe Opera, die Wiener Staatsoper, die Stuttgarter Oper und die Opéra Bastille in Paris. Er wurde in Los Angeles in eine angesehene Musikerfamilie geboren und begann seine musikalische Ausbildung mit dem Violinspiel. Zunächst studierte er Dirigieren bei seinem Vater, anschließend bei Walter Susskind in Aspen und Jean Morel an der Juilliard School. Er lebt mit seiner Frau, der Komponistin Cindy McTee, in St. Louis.
Cameron Carpenter
Orgel
Cameron Carpenter - Orgel
Cameron Carpenter schrieb Musikgeschichte, als er als erster Organist überhaupt für einen GRAMMY Award für ein Soloalbum nominiert wurde. Für seine bemerkenswerte Karriere erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen, darunter den Leonard-Bernstein-Preis 2012 sowie mehrfach ECHO Klassik- und Opus Klassik-Preise.
Als Absolvent der Juilliard School hat Carpenter in vielen der bedeutendsten Konzerthäuser der Welt gespielt, darunter die Royal Albert Hall in London, das Sydney Opera House, die Tonhalle Zürich, die Philharmonie de Paris und die Berliner Philharmonie. Seine künstlerische Bandbreite zeigt sich durch Auftragskompositionen des Shanghai Symphony Orchestra und der Kölner Philharmonie sowie Auftritte bei prestigeträchtigen Veranstaltungen wie der TED-Konferenz und dem Aspen Ideas Festival.
Carpenter konzertiert mit Weltklasse-Orchestern wie der Los Angeles Philharmonic, der Chicago Symphony, der Boston Symphony, der Atlanta Symphony, dem Minnesota Orchestra, den Symphonieorchestern von Pittsburgh und Dallas, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg und dem ORF Radio-Symphonieorchester. Dabei arbeitete er mit renommierten Dirigenten wie Alexander Shelley, Manfred Honneck, Tughan Sokhiev, Cornelius Meister, Christoph Eschenbach und Kirill Karabits zusammen.
Zu den Highlights dieser Saison zählen Auftritte mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Recitals in Monaco, Litauen sowie bei der Internationalen Orgelwoche Nürnberg. Im Dezember 2025 wird er im Rahmen der Festkonzerte anlässlich der Wiedereröffnung der Beethovenhalle in Bonn zu hören sein. Kürzlich gastierte er in der Philharmonie Köln, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Cité de la Musique in Paris sowie beim Lucerne Festival. Darüber hinaus war er als Artist in Residence am Konzerthaus Berlin engagiert. Ob auf den größten Bühnen der Welt oder in intimerem Rahmen – Carpenter begeistert sein Publikum immer wieder und definiert die künstlerischen Möglichkeiten der Orgel neu.
Sein 2021 veröffentlichtes Album „Bach & Hanson“, aufgenommen im Berliner Konzerthaus, zeigt seine Interpretation von Bachs Goldberg-Variationen zusammen mit Hansons Symphonie Nr. 2 und verbindet auf seine ganz eigene Weise klassische Meisterschaft mit Innovation. Eines seiner früheren Alben, „All You Need is Bach“, erreichte Platz 1 der traditionellen Klassik-Charts.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
A real American dream
Carpenter und Orgel, das ist wie ein Tsunami für die Ohren – aus sicherer Entfernung, keine Sorge! Die Toccata festiva von Samuel Barber kommt natürlich nicht umhin, der berühmtesten aller Orgel-Toccaten, jener in d-Moll von Johann Sebastian Bach, ihre Referenz zu erweisen.
Ein Adagio für Streichorchester, genau das hätte man hingegen gerade von Barber erwartet. Aber es kommt in unserem Konzert von Cindy McTee. Auch die 1953 geborene US-Amerikanerin zögert nicht, dem großen Vorbild – in dem Fall Barber – alle Ehre zu erweisen. Und Bach obendrein: Das Hauptthema fußt auf den Tönen B-A-C-H.
Über die 1945 komponierte Sinfonie Nr. 3 von Aaron Copland, die Leonard Slatkin weltweit dirigiert, so auch jetzt bei seinem späten RSB-Debüt, hat ihr einst führender Interpret, der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein gesagt: „The symphony has become an American monument, like the Washington Monument or the Lincoln Memorial“. Mögen Bernsteins eigene Drei Tanzepisoden den amerikanischen Abend furios einleiten!
Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Südfoyer, Steffen Georgi