20:00 Konzerthaus Berlin
20:00 Philharmonie Berlin

Vladimir Jurowski dirigiert Bruckners Sinfonie Nr. 8

Besucherinformation Philharmonie

Anton Bruckner

Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

Vladimir Jurowski

Dirigent

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Weltallweites Tönen

Die Sinfonie Nr. 8 von Anton Bruckner ist riesig. Mit 80 Minuten überragt sie die seit Beethoven etablierte sinfonische Obergrenze um etwa ein Drittel. Die Wortführer der Musikwelt am Ende des 19. Jahrhunderts können nicht anders, als zu staunen über das gewaltige Gebilde von einer Sinfonie, das da über sie gekommen ist. Der renommierte Kritiker Eduard Hanslick erschrickt beispielsweise über den dritten Satz, das Adagio, das „genau achtundzwanzig Minuten dauert, also ungefähr so lange wie eine ganze Beethovensche Sinfonie“. Zum ersten und einzigen Mal in einer Sinfonie verwendet Bruckner etwa in diesem Adagio neben den typischen Tubas auch Richard Wagners charakteristisches Harfenrauschen, weiche Choralakkorde der Streicher umhüllend. Die Solovioline steht für den einsamen Aufflug, die Tubas für die Todesverkündigung. Becken und Triangel malen das Fegefeuer auf dem letzten Höhepunkt: dramatisch hochaufragende Klippe, zu deren Füßen das friedvolle Meer der Ewigkeit, des schieren Universums liegt. Ganz im Innersten vermag Bruckners Musik auch zu wärmen.

Das Konzert am 06.02. wird live auf radio3 übertragen.

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal, Steffen Georgi

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Südfoyer, Steffen Georgi

Konzert mit