20:00 Konzerthaus Berlin

Vladimir Jurowski & Christian Tetzlaff

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Eduard Resatsch

„Premonition“ (Vorahnung) für Orchester (Uraufführung)

Josef Suk

Fantasie für Violine und Orchester op. 24

Sergei Prokofjew

Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111

Vladimir Jurowski

Dirigent

Christian Tetzlaff

Violine

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Ergreifend statt unterhaltend

Die Sinfonie Nr. 6 von Sergei Prokofjew steht vergleichsweise selten auf klassischen Konzertprogrammen. Dabei ist sie ein einzigartiges Meisterwerk, vielleicht das subtilste, welches der weltberühmte Komponist von „Peter und der Wolf“ und der „Romeo und Julia“-Ballettmusik je hervorgebracht hat. Ihre Tonart es-Moll gilt seit mehr als 200 Jahren als Synonym für Schwärze und Abseitigkeit, gar als „grässlich“, was auch damit zu tun hat, dass sie auf Streichinstrumenten wirklich grässlich auszuführen ist, verbieten ihre sechs Vorzeichen doch jegliche Verwendung der leeren Saiten. Umso faszinierender ist es zu hören, wie Sergei Prokofjew daraus eine geheimnisvoll-tiefgründige, eine ebenso kraftvolle wie kostbare Sinfonie erstehen lässt. 1947 in einer Phase des Umbruchs komponiert, enthält sie vielsagende Anklänge an Ludwig van Beethoven und an Richard Wagner. Lassen Sie sich anstecken von der Faszination dieser Sinfonie, die unter anderem John Williams oder James Horner zu Stilkopien und zu direkten Zitaten aus der Musik von Sergei Prokofjew verführt hat!

Christian Tetzlaff, Residenzkünstler des RSB in der laufenden Konzertsaison, stellt die so originelle wie eigenwillige Violinfantasie von Josef Suk vor. Das Werk zwischen Dvořák und Martinů spricht eine sehr individuelle Sprache. Wie der Titel nahelegt, ist es frei strukturiert, buchstäblich voller Phantasie entsteht ein farbenreicher Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester, gespeist aus einem einzigen, einprägsamen Thema.

Der in Deutschland lebende Komponist Eduard Resatsch, geboren 1972 in der Ukraine, hat mit „Premonition“ ein Werk vorgelegt, welches sich mit dem Schwebezustand „zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Vorahnung und Gewissheit“ beschäftigt, bis „das Eruptive in die pulsierende Stille einbricht und die scheinbar gefrorene Zeit sprengt. … Ein Schimmer der Zuversicht durchdringt das gesamte Werk ‚Premonition’…“ (Eduard Resatsch). Vladimir Jurowski wird die ihm gewidmete Komposition in diesem Konzert uraufführen.

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal, Steffen Georgi

Konzert mit

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