Giuseppe Verdi
„Messa da Requiem“
für Soli, Chor und Orchester
Oksana Lyniv
Dirigentin
Oksana Lyniv - Dirigentin
Oksana Lyniv ist seit 2022 die Musikdirektorin des Teatro Comunale di Bologna und damit die erste weibliche Chefdirigentin eines italienischen Opernhauses.
Sie schrieb Geschichte als die erste Dirigentin in der Geschichte der Bayreuther Festspiele mit ihrer Debütproduktion des „Fliegenden Holländers“ zur Eröffnung des Festivals im Jahr 2021. Nach dem Sensationserfolg der Premiere wurde sie bis 2024 nach Bayreuth verpflichtet.
Im Februar 2024 debütierte Lyniv als erste ukrainische Dirigentin an der Metropolitan Opera in New York und leitete Puccinis Turandot mit großem Erfolg.
Zu ihren großen Erfolgen zählen Auftritte an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, dem Teatro dell’Opera di Roma, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris, der Oper Frankfurt, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Theater an der Wien und der Staatsoper Stuttgart.
Oksana Lyniv engagiert sich auch leidenschaftlich für die Förderung junger Musiktalente und ist die Gründerin sowie Chefdirigentin des Jugendsinfonieorchesters der Ukraine (YsOU).
Bekannt für ihre außergewöhnliche Kombination aus Präzision und künstlerischem Temperament in ihrem Dirigieren ist Oksana Lyniv eine prominente Persönlichkeit auf der internationalen Bühne und zählt zu den führenden Dirigentinnen der jüngeren Generation.
Die Saison 2025–2026 bringt beeindruckende Höhepunkte für Oksana Lyniv, darunter ihre lang erwarteten Rückkehr an die Metropolitan Opera mit Turandot sowie an die Opéra National de Paris mit Tosca.
Sie gibt ihr Debüt beim Orchestre National de France, beim Orchestre de Paris und beim National Orchestra of Spain und kehrt zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit Verdis Requiem in der Berliner Philharmonie zurück. Außerdem gibt sie ihr Südamerika-Debüt mit dem Orchester der Nationaloper von Chile und dirigiert erstmals das Cincinnati Symphony Orchestra. Im Oktober 2025 beschließt Lyniv ihren ersten Wagner-Ring-Zyklus am Teatro Comunale di Bologna mit konzertanten Aufführungen der Götterdämmerung. Im Februar 2026 folgt ein weiteres Italien-Debüt mit dem Orchestra Sinfonica Siciliana in Palermo.
Im Juli und August 2026 kehrt sie zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele mit vier Aufführungen des Fliegenden Holländers zurück.
Darüber hinaus setzt Lyniv ihre enge Zusammenarbeit mit dem Kyiv Symphony Orchestra fort und leitet mehrere internationale Tourneen mit ihrem Youth Symphony Orchestra of Ukraine.
„Lyniv lenkt diese kosmischen und philosophischen Kräfte, indem sie auf sehr tiefgreifende Ebenen der Dramaturgie eingeht, um dann dem Zuhörer die drängende Kontinuität einer straffen Erzählung zurückzugeben, die vier Stunden Musik wie einen Augenblick erscheinen lässt und stets am Rand einer Spannung gelebt wird, die der Manzoni aufrecht erhalten hat, ohne nachzugeben. An einem Abend lebte Bologna wie in Bayreuth, dem Wagner-Tempel, in dem Lyniv jetzt eine ständige Präsenz ist, vielleicht eines Tages sogar im gesamten Ring (der in Bologna nächstes Jahr mit den Stufen von Siegfried und Götterdämmerung abgeschlossen wird).“ La Repubblica
Ihre internationale Konzerttätigkeit blüht regelrecht auf: Als Gastdirigentin arbeitet sie mit zahlreichen weltweit führenden Orchestern zusammen, darunter die Münchner Philharmoniker, das Wiener Symphonieorchester, das Bayerische Rundfunk-Symphonieorchester, das DSO Berlin, die Staatskapelle Berlin, das Wiener Radio-Symphonieorchester, das London Philharmonic Orchestra, das Baltimore Symphony Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Cleveland Orchestra, das SWR Symphonieorchester, das Korean National Orchestra, das Toronto Symphony Orchestra, das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, das Göteborgs Symfoniker, das Bruckner Orchester Linz, das Düsseldorfer Symphoniker, das Grazer Philharmoniker, das Philharmonia Orchestra London, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg und das Orchestra Sinfonica di Milano.
Oksana Lyniv erlangte erstmals internationale Aufmerksamkeit als Finalistin des Gustav Mahler International Conducting Competition und den dritten Preis gewann. In den darauffolgenden Jahren setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik in Dresden fort, und von 2008 bis 2013 fungierte sie als stellvertretende Chefdirigentin an der Nationaloper Odessa.
Von 2013 bis 2017 arbeitete sie als musikalische Assistentin von GMD Kirill Petrenko und Dirigentin an der Bayerischen Staatsoper in München. Im Jahr 2014 feierte sie ihr wichtiges Debüt auf europäischer Bühne als Dirigentin an der Bayerischen Staatsoper mit Mozarts „La clemenza di Tito“. Mit großem Erfolg leitete sie dort weitere Wiederaufführungen von Werken wie Donizettis „Lucia di Lammermoor“, R. Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ und „Lady Macbeth von Mzensk“ von D. Schostakowitsch, sowie Neuinszenierungen, darunter Brittens „Albert Herring“ und Boris Blachers „Die Flut“, Rossinis „Le Comte Ory“, Ruders „Selma Jezková“ im Rahmen des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper sowie der Münchner Opernfestspiele.
Von 2017 bis 2020 war sie Chefdirigentin der Oper Graz und der Grazer Philharmoniker.
Parallel zu ihrer steilen Karriere setzt sich Oksana Lyniv leidenschaftlich für die Vermittlung klassischer Musik auf internationaler Ebene und in der Ukraine ein. Damit spielt sie eine bedeutende Rolle als eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Kulturlandschaft ihres Heimatlandes.
Sie wurde mit mehreren internationalen Titeln und Preisen ausgezeichnet, darunter der Festspielpreis der Bayerischen Staatsoper im Jahr 2015 und der renommierte TREBBIA International Award in der Kategorie „Für künstlerische Aktivitäten“ (Tschechische Republik) im Jahr 2019. Im November 2020 erhielt Oksana Lyniv den Opera!Award als beste Dirigentin des Jahres 2020. Im Jahr 2021 wurde sie mit dem ukrainischen Verdienstorden der Fürstin Olga geehrt und im Jahr 2022 wurde sie zur Laureatin des Europäischen Helena Vaz da Silva-Preises ernannt, für ihre Bemühungen, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für das kulturelle Erbe zu stärken. 2023 erhielt sie den Sonderpreis Opera!Award für „Herausragendes Engagement“. Im Jahr 2024 wurde sie mit der Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet, der höchsten staatlichen Auszeichnung in Bayern, Deutschland, „für ihr außerordentliches künstlerisches Wirken, auch und gerade als erste weibliche Dirigentin der Bayreuther Festspiele, und für ihren leidenschaftlichen Einsatz für die Vermittlung klassischer Musik und die Nachwuchsförderung in diesem Bereich.“
Im Jahr 2016 war Oksana Lyniv Mitbegründerin des Internationalen Festivals für klassische Musik LvivMozArt in Lviv, Ukraine. Zudem initiierte sie in Zusammenarbeit mit der Mozarteum Stiftung Salzburg eine umfassende internationale Forschung zur Persönlichkeit von Franz Xaver Mozart.
Ebenfalls im Jahr 2016 wurde auf ihre Initiative hin das Youth Symphony Orchestra der Ukraine (YsOU) ins Leben gerufen, das erste und einzige Jugendorchester in der Ukraine. Das Orchester wurde zu einer Plattform für die Entwicklung junger Musiker aus allen Regionen der Ukraine. Es tritt regelmäßig auf den größten internationalen Bühnen auf und erlangte durch beeindruckende Aufführungen internationale Anerkennung, darunter in Bonn (Beethovenfest Bonn), Leipzig (Bachfest), Berlin (Young Euro Classic), Luzern (Luzerner Festival), Bayreuth (Bayreuth Youth Artist Festival), Graz (Musikverein Graz), Paris (Theatre Chatelet), Brüssel (BOZAR), Teatro Grande di Brescia und Bologna (Respighi Festival).
Die Patenschaft der Berliner Philharmoniker über das Jugendorchester der Ukraine sowie die langjährige Kooperation mit dem Bundesjugendorchester bestätigen den herausragenden Ruf des Orchesters. Im Jahr 2021 wurde das Orchester mit dem Sächsischen Mozartpreis ausgezeichnet und erhielt den Titel „Junge Botschafter von Europäischen Mozartwegen“. Im Jahr 2022 wurde das YsOU mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg geehrt.
Im Jahr 2022, nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine, wurde Oksana Lyniv Mitinitiatorin des Kooperationsprojekts „Music for the Future“, eines Evakuierungs-Musikcamps für junge ukrainische Musiker in Ljubljana, Slowenien.
In Zeiten des russischen Krieges gegen die Ukraine zeigt Oksana Lyniv sich als hingebungsvolle Kulturbotschafterin ihres Landes und setzt sich leidenschaftlich für die Aufführung ukrainischer Komponisten auf internationalen Bühnen ein.
Ewa Vesin
Sopran
Monika Bohinec
Mezzosopran
Carlos Cardoso
Tenor
Riccardo Zanellato
Bass
Rundfunkchor Berlin
Rundfunkchor Berlin
Mit rund 60 Konzerten jährlich, CD-Einspielungen und internationalen Gastspielen zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Aufnahmen. Sein breit gefächertes Repertoire, ein flexibles, reich nuanciertes Klangbild, makellose Präzision und packende Ansprache machen den Profichor zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten, darunter Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Simon Rattle oder Yannick Nézet-Séguin. In Berlin besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und ihren Chefdirigenten.
Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. Zum Meilenstein wurde die szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als »human requiem« durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests. Nach Gastspielen u.a. in New York, Hongkong, Paris und Adelaide reist die Produktion im Sommer 2019 erstmals nach Istanbul. Für das Projekt »LUTHER dancing with the gods« reflektierte der Chor im Herbst 2017 in einer genresprengenden Konzertperformance mit Robert Wilson und Musik von Bach, Nystedt und Reich Luthers Wirkung auf die Künste und in den Künsten. Für »TIME TRAVELLERS« wird der Chor in der Spielzeit 2019/20 das Berliner Radialsystem in einen begehbaren Zeittunnel verwandeln. Auf Grundlage von Jonathan Doves Komposition »The Passing of the Year« entsteht mit Filmen, Bildern, Performance und Musik ein interaktives Chorerlebnis.
Mit seinen Community-Projekten für unterschiedliche Zielgruppen – das große Mitsingkonzert in der Berliner Philharmonie, das Fest der Chorkulturen für Chöre aus aller Welt und die Liederbörse für Berliner Schülerinnen und Schüler – möchte der Rundfunkchor Berlin möglichst viele Menschen zum Singen bringen. Sein breit angelegtes Bildungsprogramm SING! zielt auf die nachhaltige Vernetzung verschiedener Partner, um das Singen als selbstverständlichen Teil des Berliner Grundschulalltags zu fördern. Mit der Akademie und Schola sowie der Internationalen Meisterklasse Berlin setzt sich das Ensemble für den professionellen Sänger- und Dirigentennachwuchs ein.
1925 gegründet, feierte der Rundfunkchor Berlin 2015 sein 90-jähriges Bestehen. Der Chor wurde von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe (1982-93), Robin Gritton (1994-2001) und Simon Halsey (2001-2015) geprägt. Seit der Saison 2015/16 steht der Niederländer Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Ensembles. Simon Halsey bleibt dem Chor als Ehrendirigent und Gastdirigent verbunden. Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin in der Trägerschaft von Deutschlandradio, der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Berlin und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Klaas-Jan de Groot
Choreinstudierung
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Südfoyer, Steffen Georgi