Kammerkonzert im silent green
Johannes Brahms
Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36
Richard Wagner
Fünf Lieder auf Gedichte von Mathilde Wesendonck
Erich Wolfgang Korngold
Streichsextett D-Dur op. 10
Enrico Palascino
Violine
Enrico Palascino - Violine
Enrico Palascino, 1982 in Turin geboren, ist seit 2011 Mitglied im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Er tritt regelmäßig als Kammermusiker und Solist auf und spielt als Gast beim Hessischen Rundfunk, dem Bayerischen Rundfunk, dem Westdeutschen Rundfunk und dem Konzerthausorchester Berlin. Er bekam seinen ersten Geigenunterricht mit acht Jahren, studierte später bei Giacomo Agazzini am Conservatorio Giuseppe Verdi di Torino und setzte dann, dank der Claudio-Abbado-Musikstiftung DESONO, sein Studium bei Valeri Gradow in Mannheim und bei Stephan Picard in Berlin fort. Ein Zusatzstudium der Kammermusik bei Susanne Rabenschlag absolvierte er in Mannheim. Mit dem Yuval-Quartett wurde er Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“. Es folgten Auftritte u.a. bei den Schwetzinger Festspielen, Live-Aufnahmen mit Deutschlandradio sowie Tourneen in Spanien und Italien.
2016 folgte er seiner Familie nach Namibia. Dort gründete er mit der Sängerin Gretel Coetzee eine Musikschule für benachteiligte Kinder in Windhoek (YONA). Er half bei der Neugründung des Namibian National Symphony Orchestra (NNSO), veranstaltete Konzerte, komponierte und arrangierte namibische Volkslieder und setzte sich in der Öffentlichkeit dafür ein, ein besseres Verständnis der klassischen Musik in Namibia zu ermöglichen.
Seit August 2018 wieder in Berlin, hat er sich seitdem weiterhin für YONA und das NNSO engagiert, woraus u.a. die erste Oper Namibias „Chief Hijangua“ hervorging, die 2023 im Humboldt Forum Berlin aufgeführt wurde. In seiner freien Zeit trainiert Enrico leidenschaftlich Triathlon.
Gernot Adrion
Viola
Gernot Adrion - Viola
Gernot Adrion ist seit 1996 stellvertretender Solobratscher im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Er studierte bis 1995 am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg bei Hans Kohlhase und war Preisträger verschiedener Wettbewerbe, so des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“, des IHK-Wettbewerbs, des Dr.-Drexel-Wettbewerbs in Nürnberg und des Deutschen Konservatoriumswettbewerbs in Darmstadt.
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit als Mentor der Orchesterakademie des RSB gilt der Kammermusik seine besondere Liebe. Dabei verbindet ihn seit 2006 eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Susanne Herzog und Hans-Jakob Eschenburg im Gideon-Klein-Trio sowie seit 2012 im Duo mit der Pianistin Yuki Inagawa.
Gernot Adrion spielt eine Bratsche von Petrus Gaggini.
Yugo Inoue
Viola
Yugo Inoue - Viola
Yugo Inoue wurde 1995 in Tokio geboren. Im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Geigenspiel und wechselte mit 16 Jahren zur Bratsche. Er studierte an der Tokyo University of the Arts bei Toshihiko Ichitsubo und seit 2020 bei Veit Hertenstein an der Hochschule für Musik Detmold.
Orchestererfahrung sammelte er 2021 bis 2023 als Akademist beim WDR Sinfonieorchester, sowie bei Aushilfstätigkeiten im hr-Sinfonieorchester. Weitere Impulse bekam er durch Meisterkurse bei Hariolf Schlichtig, Tabea Zimmermann und Nobuko Imai. Seit 2023 spielt er in der Bratschengruppe des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.
Georg Boge
Violoncello
Georg Boge - Violoncello
Georg Boge, 1980 in Berlin-Pankow geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Violoncellospiel.
Er war Solocellist und Solist verschiedener Berliner Jugendorchester (z.B. in dem des RIAS und dem JugendStreichOrchester Berlin), zudem ermöglichte ihm intensive Streichquartettarbeit viele Konzerterfahrungen. 2000 begann er das Violoncellostudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Stefan Giglberger. 2003 wechselte er nach Frankfurt am Main zu Michael Sanderling, hier legte er sein Diplom sowie das anschließende Konzertexamen ab. Im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin war er ab 2004 als Substitut tätig. Anschließend war er Praktikant im Konzerthausorchester Berlin, um daraufhin dem RSB zuerst mit Zeitverträgen und seit 2010 als festes Mitglied verbunden zu sein.
Georg Boge spielt ein 2011 gebautes Instrument von Urs Mächler sowie ein Cello des ersten urkundlich erwähnten Berliner Geigenbaumeisters, Anton Bachmann, aus dem 18. Jahrhundert.
Peter Albrecht
Violoncello
Peter Albrecht - Violoncello
Peter Albrecht begann im Alter von neun Jahren, Violoncello zu spielen. Nach seinen Studien bei Walther Nothas (München), Alexander Baillie (Bremen) und Michael Sanderling (Frankfurt/Berlin) begann er 2002 als Cellist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Nebenbei absolvierte er das Konzertexamen, welches er im Sommer 2005 abschloss. Außerdem nahm er an zahlreichen Meister- und Kammermusikkursen teil, u.a. beim Artemis-Quartett, bei Henry W. Meyer, Frans Helmerson, Anner Bylsma, Ralph Kirshbaum und Johannes Goritzki.
Er musiziert gemeinsam mit Nadine Contini, Martin Eßmann und Christiane Silber im Contini-Quartett sowie im Celloquartett „Just four Cellos“ mit Volkmar Weiche, Jörg Breuninger und Christian Raudszus.
Ema Nikolovska
Mezzosopran
Ema Nikolovska - Mezzosopran
Die in Nordmazedonien geborene Mezzosopranistin Ema Nikolovska wuchs in Toronto auf, wo sie an der Glenn Gould School Violine studierte, bevor sie bei Helga Tucker Gesang studierte. Sie erhielt ihren Master in Gesang an der Guildhall School of Music & Drama in London, wo sie auch den Opernkurs absolvierte. Von 2019 bis 2022 war Ema BBC New Generation Artist. Im Jahr 2019 gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in ’s-Hertogenbosch, den Ferrier Loveday Song Prize (Kathleen Ferrier Awards) und war Preisträgerin bei den internationalen Auditions des Young Classical Artists Trust (YCAT). Im Jahr 2022 wurde sie mit dem renommierten Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet.
In der Saison 2025/26 singt sie Boulez‘ Le Marteau sans maître unter Jean Deroyer und dem Ensemble intercontemporain in der Gulbenkian Fundaçāo, kehrt mit Offenbachs Les Contes d’Hoffmann unter Bertrand de Billy und der Staatskapelle Berlin an die Staatsoper Berlin zurück und gibt ein Recital in der Wigmore Hall mit Hikaru Kanki, das Werke von Strauss, Rachmaninoff und Alma Mahler umfasst. In der Oper gibt Ema ihr Hausdebüt als Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro unter Pierre Dumoussaud an der Oper Zürich und später in der Titelrolle von Neuwirths Orlando unter Johannes Kalitzke an der Komischen Oper Berlin.
In der vergangenen Saison sang Ema die Hauptrolle der Frau in George Benjamins Picture a Day Like This an der Opéra du Rhin in Straßburg, nachdem sie in der Saison zuvor ihr Debüt in dieser Rolle am Linbury Theatre des Royal Opera House gegeben hatte. Nach ihrem grandiosen Rollendebüt als Octavian in Der Rosenkavalier an der Deutschen Staatsoper Berlin im Jahr 2023 kehrte sie als Absolventin des Opernstudios für Stéfano Roméo et Juliette zurück. Zu ihren früheren Rollen an diesem Theater zählen Lucile in Henzes „Cubana“, Christian Josts „Die Arabische Nacht“, die Zweite Dame in „Die Zauberflöte“, die Schäferin in „Jenůfa“, Giovanna in „Rigoletto“ und Diane in Rameaus „Hippolyte et Aricie“ unter Sir Simon Rattle.
An anderer Stelle belebte Ema in der vergangenen Saison die Hauptrolle der Frau in George Benjamins Picture a Day Like This an der Opéra du Rhin in Straßburg wieder, nachdem sie in der Saison zuvor ihr Debüt in dieser Rolle am Linbury Theatre des Royal Opera House gegeben hatte. Nach ihrem grandiosen Rollendebüt als Octavian in Der Rosenkavalier an der Deutschen Staatsoper Berlin im Jahr 2023 kehrte sie als Absolventin des Opernstudios für Stéfano Roméo et Juliette zurück. Zu ihren früheren Rollen an diesem Theater zählen Lucile in Henzes „Cubana“, Christian Josts „Die Arabische Nacht“, die Zweite Dame in „Die Zauberflöte“, die Schäferin in „Jenůfa“, Giovanna in „Rigoletto“ und Diane in Rameaus „Hippolyte et Aricie“ unter Sir Simon Rattle.
Zu ihren bisherigen Konzerten zählen Mozarts Krönungsmesse mit dem Mozarteumorchester Salzburg und Roberto González-Monjas bei den Salzburger Festspielen, Schumanns Das Paradies und die Peri und Mozarts Requiem mit der Staatskapelle Berlin und Marc Minkowski, Jaquet de la Guerres Céphale et Procris auf Tournee mit Reinoud van Mechelen und Nocte Temporis in Versailles, Namur und Brüssel, Mendelssohns Elijah mit dem Münchner Rundfunkorchester und Howard Arman, Mozarts Requiem mit dem Royal Philharmonic Orchestra und Adrian Partington, Strawinskys Pulcinella mit dem Musikkollegium Winterthur und Barbara Hannigan sowie Ravels Chansons Madecasses mit dem Mahler Chamber Orchestra und George Benjamin.
Als international gefeierte Konzertpianistin spielte sie in der Saison 23/24 unter anderem mit Martha Argerich, Andras Shiff, Charles Richard-Hamelin und dem Gitarristen Sean Shibe in Konzerten in ganz Europa und auf ihrer ersten Konzerttournee durch Nordamerika, darunter ihr Debüt in der Carnegie’s Weill Hall. In der Wigmore Hall, wo sie regelmäßig zu Gast ist, war sie Artist in Residence und spielte im Laufe der Saison fünf unterschiedliche Programme. Darüber hinaus trat Ema im Pierre Boulez Saal, im Konzerthaus Berlin, in der Elbphilharmonie Hamburg sowie bei den Festivals Schubertíada Vilabertran, Verbier, Heidelberg, Gstaad, Aldeburgh, Leeds Lieder und Toronto Summer Music auf und arbeitete dabei unter anderem mit Malcolm Martineau, Wolfram Rieger, Andras Schiff, Graham Johnson, Joseph Middleton und Kunal Lahiry zusammen.
Neela Hetzel de Fonseka
Violine
Neela Hetzel de Fonseka - Violine
Neela Hetzel de Fonseka, geboren in Sydney, hat ihre Entscheidung, Musik zu studieren, relativ spät getroffen. Im Alter von 19 Jahren begann sie ihr Studium bei Goetz Richter in ihrer australischen Heimatstadt. Sie vertiefte ihre Studien bei Kolja Blacher in Hamburg und absolvierte bei Nora Chastain in Berlin ihr Diplom- und Konzertexamen.
Substituten-Verträge führten sie zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und an die Deutsche Oper Berlin, deren Orchester sie von März 2009 bis Januar 2012 als Mitglied der 1. Geigen angehörte. Sie musizierte auch mit dem Solistenensemble Kaleidoskop und dem Absolute Ensemble New York. Seit Februar 2012 ist sie Mitglied des RSB.
Sechse treffen
Ein feines Netz verbindet die drei Werke des erlesenen Programmes dieses Kammermusikabends.
Wenn Brahms sich mit dem Sextett Nr. 2 den Weg zur Sinfonie bahnte, so singt er darin zugleich ein Lied der Liebe: von einer – zu Agathe von Siebold –, von der er sich gerade freigemacht hatte; von einer anderen, die sein Leben lang innerlich weiterglühte: zu Clara Schumann.
Im gleichen Jahr, 1857, als Brahms seine Gefühle neu ordnete, erlag der verheiratete Richard Wagner der Anziehung einer jungen, verheirateten Frau: Mathilde Wesendonck. Sie wurde zur Initialzündung für die Oper „Tristan und Isolde“. Aus ihrer Feder stammen fünf höchst romantische Gedichte, für deren liebevoll-exquisite Vertonung Wagner alles stehen und liegen ließ.
Erich Wolfgang Korngold, geboren 1897, im Jahr von Brahms‘ Tod, war siebzehn Jahre alt und als Komponist bereits ein „alter Hase“, als er sich der Gattung des Streichsextetts zuwendete – das große Vorbild Brahms stets vor Augen und Ohren. Gleichwohl klingt sein Meisterwerk nach 1914 und nach – Korngold!
Brahms und Wagner – Vladimir Jurowski arrangiert ein Gipfeltreffen
Brahms, Wagner
Kammerkonzert im Ballhaus Wedding
Strauß (Sohn), Brahms, Wolf, Strauß (Vater)