19:30 silent green

Kammerkonzert im silent green

Johannes Brahms

Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36

Richard Wagner

Fünf Lieder auf Gedichte von Mathilde Wesendonck

Erich Wolfgang Korngold

Streichsextett D-Dur op. 10

Enrico Palascino

Violine

Gernot Adrion

Viola

Yugo Inoue

Viola

Georg Boge

Violoncello

Peter Albrecht

Violoncello

Ema Nikolovska

Mezzosopran

Neela Hetzel de Fonseka

Violine

Sechse treffen

Ein feines Netz verbindet die drei Werke des erlesenen Programmes dieses Kammermusikabends.
Wenn Brahms sich mit dem Sextett Nr. 2 den Weg zur Sinfonie bahnte, so singt er darin zugleich ein Lied der Liebe: von einer – zu Agathe von Siebold –, von der er sich gerade freigemacht hatte; von einer anderen, die sein Leben lang innerlich weiterglühte: zu Clara Schumann.
Im gleichen Jahr, 1857, als Brahms seine Gefühle neu ordnete, erlag der verheiratete Richard Wagner der Anziehung einer jungen, verheirateten Frau: Mathilde Wesendonck. Sie wurde zur Initialzündung für die Oper „Tristan und Isolde“. Aus ihrer Feder stammen fünf höchst romantische Gedichte, für deren liebevoll-exquisite Vertonung Wagner alles stehen und liegen ließ.
Erich Wolfgang Korngold, geboren 1897, im Jahr von Brahms‘ Tod, war siebzehn Jahre alt und als Komponist bereits ein „alter Hase“, als er sich der Gattung des Streichsextetts zuwendete – das große Vorbild Brahms stets vor Augen und Ohren. Gleichwohl klingt sein Meisterwerk nach 1914 und nach – Korngold!