Thomas Adès
„Powder Her Face“ – Three-Piece-Suite für Orchester aus der gleichnamigen Kammeroper
Kurt Weill
„Lost in the Stars“ aus „Lost in the Stars“
Kurt Weill
„My Ship“ aus „Lady in the Dark“
Dmitri Schostakowitsch
„Das goldene Zeitalter“ – Suite aus dem Ballett op. 22a
George Gershwin
„But Not for Me“ aus „Girl Crazy“
George Gershwin
„It ain’t necessarily so“ aus „Porgy and Bess“
George Gershwin
„An American in Paris“
Elias Brown
Dirigent
Elias Brown - Dirigent
Elias Peter Brown ist Dirigent, Komponist, Improvisator und Kurator, der sich zum Ziel gesetzt hat, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Konzertsaals bedeutungsvolle Räume zum Zuhören zu schaffen.
In der Saison 2025/26 gibt Brown sein Debüt als Dirigent beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, beim Iceland Symphony Orchestra, beim Danish Chamber Orchestra (Danmarks Underholdningsorkester) und beim Lithuanian Chamber Orchestra, während er seine Zusammenarbeit mit dem Odense Symphony Orchestra fortsetzt. Im Januar 2026 erscheint sein erstes Album, das er mit dem Litauischen Kammerorchester aufgenommen hat und das mikrotonale Orchesterwerke von Kristupas Bubnelis in den Mittelpunkt stellt, beim Label Music Information Centre Lithuania.
In der vergangenen Saison gab er sein Debüt beim Ensemble Modern (Acht Brücken Festival) und hatte zwölf Konzertermine mit dem Odense Symphony Orchestra in seiner Funktion als Assistent des Dirigenten. Außerdem war er als Assistent von Esa-Pekka Salonen bei den Salzburger Osterfestspielen und als Solti Opera Residency Fellow an der Washington National Opera tätig.
Zuvor war er Salonen Fellow an der Colburn School, wo er eng von Esa-Pekka Salonen betreut wurde und sein Debüt mit dem San Francisco Symphony Orchestra im Rahmen der Soundbox New Music Series gab. Außerdem arbeitete er als Assistent von Salonen beim San Francisco Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem Orchestre de Paris und dem Ensemble Intercontemporain. Im Jahr 2021 gewann er den ersten Preis und den Orchesterpreis beim Korean Conducting Competition und gab anschließend zahlreiche Konzerte mit dem Korean National Symphony Orchestra und dem Gyeonggi Philharmonic Orchestra.
Brown engagiert sich intensiv für neue Musik und hat mit dem Zafraan Ensemble, dem Ensemble Musikfabrik, dem Divertimento Ensemble, dem Ensemble Garage und dem New European Ensemble zusammengearbeitet. Brown ist fasziniert von der Schnittstelle zwischen Kunstformen und neuen Formen der Musikpräsentation. In seiner Masterarbeit an der Royal Academy of Music untersuchte er die Theorie und Praxis der Konzertkuration, die später im Glissando Magazine veröffentlicht wurde. Zu seinen jüngsten eigenen Kurationsprojekten gehören CAVE, eine ortsspezifische Performance im Brunel Museum, die für die Prager Quadriennale 2019 ausgewählt wurde, und less than a grain of dust für die Yale University Art Gallery.
Brown absolvierte sein Studium an der Yale University, der Royal Academy of Music und der Universität der Künste Berlin und erhielt zusätzliche Betreuung und Ausbildung als Stipendiat des Forums Dirigieren des Deutschen Musikrats. Außerdem wurde er zweimal mit dem Solti Foundation U.S. Career Assistance Award ausgezeichnet. Zu seinen Lehrern zählen Esa-Pekka Salonen, Sian Edwards, Harry Curtis, Steven Sloane und Daniel Boico. Er nahm an Meisterkursen bei David Zinman, Marin Alsop, Mark Stringer, Johannes Schlaefli und Larry Rachleff teil.
Er lebt in Berlin.
Jocelyn B. Smith
Gesang
Jocelyn B. Smith - Gesang
Jocelyn B. Smith (*New York, 1960), lebt seit über 30 Jahren in Deutschland. Sie hat mehr als 3.000 Live-Konzerte gegeben und mit so unterschiedlichen Künstlern wie Lenny White, Till Brönner, Falco, Alphaville oder Komponisten wie Mikis Theodorakis, Heiner Goebbels und Zülfu Livanelli gearbeitet.
1995 erhielt sie die Goldene Schallplatte für den Titelsong des Disney-Films „Der König der Löwen“. 1998 erhielt sie den Jazz Award der International Federation of the Phonographic Industry für ihre CD „Blue Lights and Nylons“ (ihr Label Blondell Productions produzierte über 10.000 Kopien der CD).
Im Jahr 2006 begann Jocelyn ihr philanthropisches Projekt und gründete den Chor „Different Voices of Berlin“ in einem Gemeinde- und Nachbarschaftszentrum gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Berlin-Kreuzberg, in der „Gitschiner 15“. Sie ist auch die Gründerin des gemeinnützigen Vereins „Yes We Can e.V.“ (2008), der sich für den nachhaltigen Schutz und die Hilfe für Kinder einsetzt, sowie des humanitären Projekts „Shine A Light“.
Im Jahr 2011 wurde Jocelyn gebeten, „Amazing Grace“ bei der Berliner Gedenkfeier zum 11. September am Brandenburger Tor zu singen, die von CNN weltweit übertragen wurde. Sie nahm am letzten Konzert vor der Schließung des „Tränen Palastes“ an der ehemaligen deutschen Grenze vor besonderen Gästen teil, darunter Erzbischof Desmond Tutu, Angela Merkel, die US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton, der deutsche Bischof Wolfgang Huber, Mitglieder des Deutschen Bundestages, die Bundespräsidenten Roman Herzog und Horst Köhler.
Im Jahr 2015 veröffentlichte Jocelyn ihr 30-jähriges Jubiläumsalbum „My Way“ mit einem Konzert im Berliner Dom „The DOM“. Sie ist Botschafterin des „Help 4 People e.V.“ (Stiftung Flüchtlingshilfe) zusammen mit der Björn Schulz Stiftung (Sonnenhof Kinder Hospiz). Mit ihrer Initiative „Shine A Light“ wirbt sie für Menschlichkeit und mehr Toleranz. 2016 trat Jocelyn mit dem international renommierten klassischen Bariton Thomas Quasthoffin Wien im Rahmen der Shine a Light Ambassadorship Honoring Tour – Shine A Light Ambassadors auf.
2018 wurde Jocelyn von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier für ihr soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
2019 – Sie erhielt den Verdienstorden durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller.
2020 – Sie erhielt den Beethoven-Preis für ihr soziales Engagement und ihren Aktivismus.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jazz auf Umwegen
Unter dem Begriff „Jazz“ tummelt sich so manches, was sich nicht in eine andere Schublade der klassischen Musik hineinstopfen lässt, das haben wir vor wenigen Wochen von der Bigband Jazzrausch gelernt. In unserer Reihe „Jazzik“ versammeln wir bewusst die Grenzgänger zwischen den Genres und Stilen. Und hören mit Freude, wie sich der amerikanische Tourist Gershwin in der europäischen Metropole Paris ebenso hörbar wohlfühlt, wie die gebürtige New Yorkerin Jocelyn B. Smith in Berlin. Eben dort hatte in den Goldenen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts Kurt Weill eine große Zeit mit Songs und vermeintlichem Jazz, bevor er in den USA den echten Jazz kennen lernte.
Dmitri Schostakowitsch, als junger Mann erfolgreicher Kino-Pianist, befüllte seine eigene „Jazz“-Schublade einige Male mit wirklich origineller Musik, die trotz ihrer mitreißenden Verve freilich von den Wurzeln des Jazz in New Orleans nur vom Hörensagen weiß. Der Brite Thomas Adès war immerhin ein auch im Jazz bewanderter Pianist, bevor er sich um 1995 ganz und gar auf das Komponieren konzentrierte und seitdem damit sehr populär wurde. Die turbulente Three-Piece-Suite aus seiner Oper „Powder Her Face“, eine Mischung aus Foxtrott und Walzer, vereint Einflüsse aus dem Tango, von Cole Porter und von Alban Bergs Oper „Lulu“ mit sprühendem Erfindungsreichtum und bisweilen beißender Atonalität zu tragischem und auf grausame Art auch spaßigem Seifenopernkitsch: glitzernd, anrüchig witzig.
Das Konzert findet ohne Pause statt.
Das Konzert wird am 30.01.2026 um 20 Uhr bei Deutschlandfunk Kultur übertragen.