George Petrou & Anna Prohaska
Werke zur Adventszeit von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel
George Petrou
Dirigent
George Petrou - Dirigent
Der für den Grammy nominierte und mit dem Echo Klassik ausgezeichnete George Petrou ist ein hoch angesehener Dirigent mit einer bemerkenswerten internationalen Karriere.
Er ist künstlerischer Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und künstlerischer Leiter des renommierten Athener Orchesters Armonia Atenea, mit dem er ausgiebig auf Tournee geht und Aufnahmen macht, wobei er sowohl auf historischen als auch auf modernen Instrumenten spielt.
Von 2020 bis 2022 war er Musikdirektor des Nationalen Symphonieorchesters des griechischen Rundfunks.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent hat George Petrou ein lebhaftes Interesse an der Bühnenregie entwickelt und mehrere erfolgreiche Inszenierungen realisiert.
In der laufenden Spielzeit dirigiert er Purcells „Miranda“ an der Oper Köln, Glucks „Iphigenie en Tauride“ am Olympia-Theater in Athen, Rossinis „Aureliano in Palmira“ beim Rossini-Opernfestival in Pesaro und wird Händels „Semele“ bei den Internationalen Händel-Festspielen in Göttingen sowie Sakellaridis’ gefeierte griechische Operette „O Vaftistikos“ (Der Patenkind) am Olympia-Theater in Athen inszenieren und dirigieren. Zu seinen zukünftigen Engagements zählen Auftritte an der Komischen Oper Berlin und der Oper Zürich sowie Konzertauftritte in der Elbphilharmonie in Hamburg, im Théâtre des Champs-Élysées in Paris, im Palau de la Música in Barcelona, im Concertgebouw in Amsterdam, im Theater an der Wien in Wien sowie Debütauftritte in der La Fenice in Venedig und an der Mailänder Scala.
George Petrou inszenierte und dirigierte kürzlich Vivaldis „Giustino“ am Drottningholm Slottsteater in Stockholm, Händels „Giulio Cesare“ an der Nederlandse Reisopera und bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen sowie Mozarts „Idomeneo“ am Olympia-Theater in Athen.
Weitere Höhepunkte sind Rossinis „Barbiere“ an der Oper Köln, N. Porporas „Carlo il Calvo“ und „Polifemo“ beim Barockfestival in Bayreuth, Verdis „La Traviata“ am Théâtre du Capitole in Toulouse, Rossinis „La Donna del lago“ in Lausanne, Wiesbaden und Zagreb, Donizettis „Lucia di Lammermoor“ an der Griechischen Nationaloper, Vivaldis „Orlando furioso“ am Teatro Real in Madrid und am Theater an der Wien sowie Händels „Alcina“ beim Athener Festival.
Der in Athen geborene George Petrou studierte Klavier am Athener Konservatorium und später am Royal College und an der Royal Academy of Music in London. Nachdem er sich eine erfolgreiche Karriere als Konzertpianist aufgebaut hatte, wandte er sich dem Dirigieren zu.
Als Dirigent erlangte er schnell internationale Aufmerksamkeit. Zahlreiche Auszeichnungen und preisgekrönte Aufnahmen für die weltweit führenden Plattenfirmen (Deutsche Grammophon, DECCA, MDG usw.) zeugen von seinem außergewöhnlichen künstlerischen Erfolg. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf die historische Aufführungspraxis und gilt derzeit als einer der führenden Barockspezialisten unserer Zeit. Sein umfangreiches Repertoire erstreckt sich jedoch auch auf Werke des späten 19. und 20. Jahrhunderts.
r war Gast an bedeutenden Opernhäusern wie der Oper Leipzig, der Opéra de Strasbourg, der Opéra de Nice, dem Theater an der Wien, der Opéra de Lausanne, der Korea National Opera, dem Théâtre des Champs-Élysées, der Opéra Royale de Versailles, der Kungliga Opern i Sverige, dem Teatro Petrucelli, dem Teatro Lirico di Cagliari, dem Teatro Verdi in Triest und vielen anderen.
Er trat bei bedeutenden Festivals auf, darunter die Salzburger Pfingstfestspiele, die BBC Proms, das Rossini-Opernfestival in Pesaro, das Klara-Festival in Brüssel, die Händel-Festspiele in Halle und Karlsruhe sowie das Festival di Valle d’Itria in Martina Franca.
George Petrou arbeitet mit renommierten Orchestern zusammen, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, das New Russia Symphony Orchestra, das Königliche Philharmonische Orchester Stockholm, das Orchestre national du Capitole de Toulouse, die Filarmonica Toscanini, das Symphonieorchester des National Arts Centre of Canada, das Gurzenich-Orchester, das Münchner Rundfunkorchester sowie die Staatsorchester von Athen und Thessaloniki. Er dirigiert regelmäßig einige der bekanntesten Ensembles für historische Instrumente wie Il Pοmo d’Oro, Concerto Köln, B’Rock und La Lira d’Orfeo.
George Petrou wurde zum Associate der Royal Academy of Music in London (ARAM) ernannt. Er wurde von der französischen Regierung mit dem Titel „Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres“ ausgezeichnet und erhielt den „Grand Prix“ der Union griechischer Musik- und Theaterkritiker.
Anna Prohaska
Sopran
Anna Prohaska - Sopran
Die österreichisch-englische Sopranistin Anna Prohaska, die 2024 von Opus Klassik zur Sängerin des Jahres gekürt wurde, gab ihr Debüt im Alter von 18 Jahren an der
Berliner Komischen Oper als Flora in Brittens „The Turn of the Screw“ und trat kurz darauf der Staatsoper Unter den Linden in Berlin bei, wo sie im Alter von 23 Jahren in das Ensemble aufgenommen wurde. Seitdem hat sie eine außergewöhnliche internationale Karriere bei einigen der weltweit bedeutendsten Opernhäuser und Orchester Zu ihren opernhaften Höhepunkten zählen die Rolle der Zabelle in der Weltpremiere von George Benjamins „Picture a day like this“ sowie die Rolle der Morgana in „Alcina“
beim Festival d’Aix-en-Provence, die Pamina in „Die Zauberflöte“, die Constance in „Les Dialogues des Carmélites“ und die Nannetta in „Falstaff“ am Royal Opera House, „Pelléas et Mélisande“ an der Hamburgischen Staatsoper, die Anne Trulove in „The Rake’s
Progress, Merab in „Saul“ und Angelica in „Orlando“ am Theater an der Wien, Zerlina in „Don Giovanni“ an der Mailänder Scala, die Titelrolle in „Orphée et Eurydice“ beim Maggio Musicale Fiorentino, Blonde in „Die Entführung aus dem Serail“ an der Opéra national de Paris, Sophie im Rosenkavalier in Baden-Baden, Iphis in Jephtha in Amsterdam sowie Marzelline in Fidelio, Purcells Fairy Queen, Blonde, Ännchen in Der Freischütz und Adele in Die Fledermaus an der Bayerischen Staatsoper. Als regelmäßiger Gast bei den Salzburger Festspielen war Anna als Vitellia, Zerlina, Despina, Deola in Luigi Nonos „Al Gran Sole Carico d’Amore“, Susanna und Cordelia in Aribert Reimanns „King Lear“ zu sehen.
Bekannt für ihr vielfältiges Repertoire an der Deutschen Staatsoper, umfasst ihr Rollenrepertoire Anne Trulove, Susanna, Sophie, Pamina, Ilia, Oscar, Blonde, Poppea, Euridice, Aricie, Ännchen, Anna Reich sowie Uraufführungen von Werken von Beat Furrer und Peter Ruzicka. Zu den Dirigenten, mit denen sie zusammengearbeitet hat, gehören Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Philippe Jordan, Gustavo Dudamel und René Jacobs. Als gefragte Konzertsängerin tritt Anna seit ihrem Debüt im Alter von 24 Jahren regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern auf, unter anderem unter Rattle, Harding und Abbado. Zu den weiteren Orchestern zählen die Wiener Philharmoniker unter Boulez, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Jansons, Harding, Blomstedt und Nézet-Séguin, das LSO unter Rattle, das Los Angeles Philharmonic unter Dudamel, das Royal Concertgebouw Orchestra unter François-Xavier Roth, das Rundfunk-Sinfonieorchester München unter John Eliot Gardiner, das Cleveland Orchestra unter Welser-Möst und das
Boston Symphony Orchestra unter von Dohnányi. In den letzten Spielzeiten hatte sie künstlerische Residenzprogramme am Konzerthaus Berlin, am Konzerthaus Dortmund, an der Alten Oper Frankfurt, an der Kammerakademie Potsdam und an der Philharmonie Luxemburg.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Tönet, jauchzet, erschallet, frohlocket!
Musik von Händel und Bach sorgt für die perfekte Einstimmung in die Adventszeit. Gleich drei Concerti grossi von Georg Friedrich Händel, die gab es schon sehr lange nicht mehr beim RSB. Früher standen sie nahezu regelmäßig auf den Programmen. Danach haben viele moderne Sinfonieorchester jahrzehntelang einen Bogen um dieses Repertoire gemacht und das Terrain den Spezialensembles für Alte Musik überlassen. Mittlerweile erlaubt es die historisch informierte Aufführungspraxis, auch von modernen Orchestern Händel, Bach oder Telemann überzeugend dargeboten zu bekommen, und zwar mit sicht- und hörbarer Freude an den barocken Klängen. Sopransolistin Anna Prohaska adelt die so festlichen wie innigen Vokalpartien aus vier Oratorien von Händel ebenso mit ihrer erlesenen Interpretationskunst wie die immer
noch ernüchternd aktuelle Kantate von Bach: „Falsche Welt, Dir trau ich nicht“.