20:00 Philharmonie Berlin

Vladimir Jurowski dirigiert Zimmermann und Bruckner

Bernd Alois Zimmermann

„Stille und Umkehr“ – Orchesterskizzen

Anton Bruckner

Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

Vladimir Jurowski

Dirigent

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Stille öffnet Unendlichkeit

Keinerlei Emphase, nur Nach-innen-Lauschen, das ist „Stille und Umkehr“, das letzte Orchesterwerk von Bernd Alois Zimmermann, welches er 1970, vier Monate vor seinem Freitod komponiert hat. Das karge Werk enthält einige ungewöhnliche Instrumente wie Hackbrett, Akkordeon und Singende Säge. Es kreist um den Zentralton „d“. Genau aus diesem „d“ erwächst Anton Bruckners letzte Sinfonie, die monumentale Neunte, deren Finale Bruckner nicht mehr vollenden konnte. Dieser letzte Griff des österreichischen Sinfonikers zu den Sternen endet mit dem 3. Satz. Dieses fast halbstündige Adagio vermag ein klingendes Fenster zu öffnen in die Ewigkeit. Wir dürfen staunend hinhören, einen kostbaren Ohren-Blick lang.

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Südfoyer, Steffen Georgi

Radiosender

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