Jean Sibelius
„En saga“ – Sinfonische Dichtung op. 9
Kaija Saariaho
„Notes on Light“ – Konzert für Violoncello und Orchester
Antonín Dvorák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Sakari Oramo
Dirigent
Sakari Oramo - Dirigent
Als Gastdirigent auf höchstem internationalem Niveau und produktiver Aufnahmekünstler verbinden Sakari Oramos Darbietungen kristallklare strukturelle Kohäsion mit Autorität, Eleganz und Leidenschaft.
Sakari Oramo, der nun bereits in seiner zwölften Saison als Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra tätig ist, begeistert das Publikum weiterhin mit einer Reihe intelligent und innovativ programmierter Konzerte, die sowohl weniger bekannte Komponisten als auch klassische Meisterwerke in den Vordergrund stellen. Mahlers Sinfonie Nr. 9 eröffnet eine Saison, die auch Werke von Thomas Adès, Mozart, Cecilia Damström, Beethoven, Lindberg, Strawinsky, Korngold und Bartók umfasst. Oramo kehrt als künstlerischer Partner zum Gürzenich-Orchester Köln zurück, um Konzerte mit Werken von Strauss, Adès und Sibelius zu dirigieren. Weitere Gastengagements umfassen die Rückkehr zur Dresdner Philharmonie, zum Orchestre Philharmonique de Radio France und zum NDR Elbphilharmonie Orchester.
Zu den bemerkenswerten Engagements der vergangenen Spielzeiten zählen Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester, den Wiener Symphonikern, dem Tokyo Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Boston Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia.
Im Laufe seiner Karriere hatte Oramo zahlreiche prestigeträchtige Positionen inne: von 1998 bis 2008 war er Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra, von 2003 bis 2012 Chefdirigent des Finnischen Radio-Sinfonieorchesters, von 2004 bis 2018 Chefdirigent der West Coast Kokkola Opera, von 2008 bis 2021 Chefdirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und von 2013 bis 2019 künstlerischer Leiter des Ostrobothnian Chamber Orchestra. Als versierter Geiger war Oramo ursprünglich Konzertmeister des Finnischen Radio-Sinfonieorchesters.
Oramo setzt sich weiterhin für neue und selten aufgeführte Werke mit dem BBC Symphony Orchestra ein, hat Dutzende von Welt-, britischen und finnischen Premieren dirigiert und mit vielen der herausragendsten Komponisten unserer Zeit zusammengearbeitet. Oramo ist regelmäßiger Dirigent bei den BBC Proms – im Sommer 2025 präsentierte er mehrere Proms mit dem BBC Symphony Orchestra, darunter die First Night of the Proms, bei der er Sibelius‘ Violinkonzert mit Lisa Batiashvili aufführte und den Abend mit Vaughan Williams‘ wenig bekanntem Oratorium Sancta civitas krönte.
Im Jahr 2025 veröffentlichte Chandos den zweiten Band von Oramo und dem BBC Symphony Orchestra mit Werken von Grażyna Bacewicz, nachdem bereits 2023 die Sinfonien Nr. 3 und 4 mit großem Erfolg aufgenommen worden waren. Weitere Einträge in Oramos umfangreicher Diskografie umfassen Aufnahmen von Dora Pejačevićs Klavierkonzert und Sinfonie in fis-Moll mit dem BBC Symphony Orchestra, Werke von Ravel mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und Rued Langgaards Sinfonie Nr. 1 mit den Berliner Philharmonikern. Außerdem hat er Sibelius‘ komplette Sinfonien mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Nielsen’s und Schumann’s komplette Sinfonien mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra sowie zahlreiche Werke von Kaija Saariaho und Magnus Lindberg mit verschiedenen Orchestern aufgenommen. Zu den Erfolgen seines Repertoires zählen der Orchestra Award des BBC Music Magazine für Nielsen: Sinfonien Nr. 1 und 3 mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, ein Gramophone Award 2019 für Laangaard: Symphonien Nr. 2 und 6 mit den Wiener Philharmonikern und der Sopranistin Anu Komsi sowie einen International Classical Music Award 2020 für Busonis Klavierkonzert mit dem Boston Symphony Orchestra und Kirill Gerstein.
Anssi Karttunen
Violoncello
Anssi Karttunen - Violoncello
Anssi Karttunen ist ein echter Trendsetter und einer der innovativsten Cellisten der heutigen klassischen Musikszene. Er begann in seiner Heimat Finnland, diesem einzigartigen Nährboden für die Musik, im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel und hat sich seitdem weltweit einen Namen als Solist und Kammermusiker gemacht. In seinem Repertoire bringt er frischen Wind in die Standardwerke für sein Instrument, entdeckt zahlreiche vergessene Meisterwerke wieder und erarbeitet seine eigenen Transkriptionen. Er spielt auf modernen, Klassik- und Barockcelli sowie auf dem Violoncello piccolo und dem E-Cello. Letzteres spielt auch eine wichtige Rolle bei seinen aktuellen Soloprojekten, die Bilder, Videos und Elektronik einbeziehen.
Er ist ein leidenschaftlicher Verfechter der zeitgenössischen Musik. Seine Zusammenarbeit mit Komponisten wie Magnus Lindberg, Kaija Saariaho, Pascal Dusapin, Luca Francesconi und Tan Dun hat zu über 220 Uraufführungen, darunter von 31 Cellokonzerten, geführt. So spielte er Magnus Lindbergs Cellokonzert Nr. 1 mit dem Orchestre de Paris sowie sein Cellokonzert Nr. 2 mit dem Los Angeles Philharmonic, Esa-Pekka Salonens Mania mit Avanti! und Luca Francesconis Rest mit RAI Torino. Im Auftrag des Boston Symphony Orchestra schrieb Kaija Saariaho das Cellokonzert Notes on Light für Anssi Karttunen. Seit 2007 hat er es über 50 Mal aufgeführt, unter anderem mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra, NDR Sinfonieorchester, Concertgebouw Orkest Amsterdam, Orchestre de Paris und New World Symphony.
Geplant sind Uraufführungen neuer Werke von Antti Auvinen, Ramon Lazkano und Sean Shepherd.2018 brachte er Betsy Jolas‘ Side Roads mit dem Swedish Chamber Orchestra und Gérard Korsten zur Uraufführung, Mit dem Pianisten Nicolas Hodges hat er die Werke für Cello und Klavier der Komponistin, die 2026 ihren 100. Geburtstag feiert, im WDR eingespielt, fast alle als Erstaufnahmen.
Anssi Karttunen arbeitet mit so namhaften Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, BBC Symphony, NHK Orchestra, SWR Sinfonieorchester, den Münchner Philharmonikern, Ensemble Modern, Rotterdam Philharmonisch Orkest, Danish National Radio Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, Helsinki Philharmonic, New World Symphony oder Mahler Chamber Orchestra. Er ist regelmäßiger Gast bei bedeutenden Festivals wie Edinburgh, Salzburg, Lockenhaus, Berlin, Venedig, Strasbourg und Helsinki. Zudem tritt er mit seinen Partnern des Zebra Trio – dem Geiger Ernst Kovacic und dem Bratschisten Steven Dann – auf beiden Seiten des Atlantiks auf. Mit der Choreografin Diana Theocharidis und dem Produzenten, Komponisten und Multiinstrumentalisten John Paul Jones verbindet ihn ebenfalls eine enge Zusammenarbeit. Seine Aufnahmen beweisen eine enorme Bandbreite: Sie reichen von Beethovens Gesamtwerken für Cello und Fortepiano (auf historischen Instrumenten) bis zu Solowerken des 20. Jahrhunderts. Bei der Deutschen Grammophon erschien eine DVD von Tan Duns The Map für Cello, Orchester und Video, und Sony Classical veröffentlichte die Konzerte von Lindberg, Saariaho und Salonen. Seine Einspielung von Henri Dutilleux‘ Tout un monde lointain mit dem Orchestre Philharmonique
de Radio France und Esa-Pekka Salonen für die Deutsche Grammophon wurde 2013 mit dem Gramophone Award ausgezeichnet. Unter seinen jüngsten Aufnahmen finden sich Toshio Hosokawas Chant für Naxos, seine eigene Transkription von Brahms‘ Streichquintett für Toccata Classics sowie zwei Tango-CDs, erschienen bei Petals und Albany.
Anssi Karttunen wurde 1960 geboren. Er studierte unter anderem bei Erkki Rautio, William Pleeth, Jacqueline du Pré und Tibor de Machula. Von 1999 bis 2005 war Anssi Karttunen erster Cellist der London Sinfonietta. Von 1994 bis 1998 war er Künstlerischer Leiter des Avanti! Chamber Orchestra und von 1994 bis 1997 des Suvisoitto Festival in Porvoo, Finnland. Er leitete die Helsinki Biennale in den Jahren 1995 und 1997 sowie das Festival Musica Nova Helsinki 2015. Häufig unterrichtet er in Meisterkursen, so beispielsweise an der Carnegie Hall (gemeinsam mit Kaija Saariaho), bei der Cello Biennale Amsterdam oder an der University of California, Berkeley. 2008 initiierte er die jährlich in Kooperation mit der Sibelius Akademie unter seiner Leitung veranstaltete Workshopreihe „Creative Dialogue“ in Santa Fe. 2014 nahm er seine Lehrtätigkeit an der Ecole Normale de Musique in Paris auf. Anssi Karttunen spielt ein Cello von Francesco Ruggeri.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Südfoyer, Steffen Georgi
Jazzik – „An American in Paris“
Adès, Weill, Schostakowitsch, Gershwin
Vladimir Jurowski dirigiert Bruckners Sinfonie Nr. 8
Bruckner