Jazzik – „Blue“
Miho Hazama
“Dom Justo’s Faith“
George Gershwin
„Rhapsody in Blue“ für Klavier und Orchester
Claus Ogerman
Sinfonische Tänze
George Gershwin
Medley für Orchester, zusammengestellt von Miho Hazama
Miho Hazama
Dirigentin
Miho Hazama - Dirigentin
Hazama lebt in New York und wurde sowohl als klassische Komponistin am Kunitachi Conservatory in Japan als auch als Jazzkomponistin an der Manhattan School of Music ausgebildet. Ihre symphonischen Jazzkompositionen und Arrangements verbinden raffinierte Orchesterkompositionen mit einer unverwechselbaren Jazzstimme.
Zu den symphonischen Höhepunkten des Sommers 2025 und der Saison 2025/26 zählen Dirigierdebüts bei den BBC Proms mit dem BBC Concert Orchestra, mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Brussels Philharmonic und dem Brussels Jazz Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra sowie in der Alten Oper Frankfurt bei einem Konzert zum hundertsten Geburtstag von Miles Davis.
Als Komponistin und Arrangeurin hat Hazama mit dem NHK-Sinfonieorchester, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Orchestra Ensemble Kanazawa, dem Dänischen Nationalen Sinfonieorchester, dem Göteborger Sinfonieorchester, dem Metropole Orkest, dem hr-Sinfonieorchester sowie mit Künstlern wie Ryuichi Sakamoto, Vince Mendoza und Shiro Sagisu zusammengearbeitet und darüber hinaus Filmmusik und Musik für das Fernsehen komponiert.
Als Gastdirigentin hat Hazama Ensembles wie das Dänische Nationalsinfonieorchester, das BBC Concert Orchestra, die WDR Big Band Köln und die hr-Bigband Frankfurt geleitet, mit Programmen, die von Werken von George Gershwin, Leonard Bernstein, Duke Ellington, Herbie Hancock und Ennio Morricone über Jazzinterpretationen von Werken von Tschaikowski und Beethoven bis hin zu ihren eigenen Kompositionen reichten.
Hazamas Kompositionen und Arrangements sind auf zahlreichen Aufnahmen zu hören, von denen sie sechs selbst dirigierte und die große Anerkennung fand: vier Alben mit m_unit, eines mit der Danish Radio Big Band und zuletzt Live Life This Day: Celebrating Thad Jones (März 2025), aufgenommen mit der Danish Radio Big Band und dem Danish National Symphony Orchestra. Das m_unit-Album Dancer in Nowhere (2018) wurde für die 62. GRAMMY® Awards nominiert.
Julian Joseph
Klavier
Julian Joseph - Klavier
Julian Joseph gilt als einer der besten Jazzmusiker diesseits des Atlantiks und hat seine lange Karriere der Förderung dieser Musik auf den Britischen Inseln und in allen Teilen der Welt gewidmet.
Er hat sich einen Ruf erworben, der über seine beeindruckenden Fähigkeiten als Komponist und Interpret hinausgeht, und ist allgemein als äußerst sachkundiger und engagierter Rundfunksprecher, musikalischer Botschafter und Kulturförderer anerkannt.
Sein karitatives Engagement und seine großzügigen Fähigkeiten als Pädagoge haben einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Landschaft und zum kulturellen Erbe Großbritanniens geleistet.
Er gilt als hochgeschätzte und respektierte Persönlichkeit im britischen Jazz. Julian teilt seine einzigartigen Einblicke in die Philosophie und Praxis der Jazzperformance in seinem kürzlich erschienenen Buch „Music of Initiative“.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Blue notes mit Sinfonieorchester
Die Dirigentin und Komponistin Miho Hazama stellt sich vor mit einem stimmungsvoll gebauten Programm – perfekt passend in die RSB-Reihe „Jazzik“. Unter dem Titel „Blue“ findet natürlich die unsterbliche „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin ihren Platz – einfühlsam interpretiert von dem großen britischen Jazzpianisten Julian Joseph.
Die Überraschung des Abends werden vielleicht die Sinfonischen Tänze von Claus Ogerman sein. 1930 geboren als Klaus Ogermann im schlesischen Ratibor, gehörte die Familie zu den nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat Vertriebenen, die im Raum Nürnberg ein neues Zuhause fanden. 1959 verließ der Musiker Deutschland und übersiedelte nach New York City, wo er auf Anhieb Anschluss an die internationale Jazz-Szene fand. Seine geschickten Arrangements und einfühlsamen Neukompositionen verhalfen so manchen Stars zu weltweiter Popularität. Ogerman bezog in sein musikalisches Denken das Spektrum des klassischen Sinfonieorchesters stets mit ein, so dass zum Beispiel sein Umgang mit den Streichinstrumenten einen Künstler wie Gidon Kremer zur Zusammenarbeit mit Claus Ogerman motivierte, Glenn Gould und Brigitte Fassbaender haben später ebenfalls mit ihm gearbeitet.
2001 begann der 71-jährige Ogerman eine letzte große Zusammenarbeit: mit der kanadischen Jazz-Pianistin Diana Krall. Für die Arrangements im Stil der Bossa-Nova-Aufnahmen der 1960er-Jahre des Album „Quiet Nights“ erhielt er 2010 einen Grammy Award in der Kategorie „Bestes Instrumentalarrangement mit Gesangsbegleitung“.
Vor und nach dem Konzert präsentiert Johannes Ehmann im Foyer Jazz-Aufnahmen, die in den 1940er- bis 1970er Jahren von Elementen klassischer europäischer Musik inspiriert wurden, darunter Stücke von Jimmy Giuffre, Dizzy Gillespie, J. J. Johnson, Gunther Schuller, Jeanne Lee & Ran Blake, Shelly Manne, The Modern Jazz Quartet, George Russell, Duke Ellington, Bill Evans und Mal Waldron. Johannes Ehmann ist Arrangeur, DJ, Radiomacher sowie im RSB-Leitungsteam. Die Bar ist geöffnet.
Das Konzert wird am 29.04.2026 um 20 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur übertragen.