„Musikalische Zaubershow“
Familien- & Schulkonzert
Benjamin Britten
„The Young Person’s Guide to the Orchestra“ op. 34, Variationen und Fuge über ein Thema von Henry Purcell
Paul Dukas
„L’Apprenti sorcier“ (Der Zauberlehrling) – Tondichtung für großes Orchester nach Goethes gleichnamiger Ballade
Vladimir Jurowski
Dirigent
Vladimir Jurowski - Dirigent
Vladimir Jurowski ist seit 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RundfunkSinfonieorchesters Berlin (RSB). 2023/2024 setzten seine Konzerte, Tourneen und Aufnahmen die Glanzpunkte der Jubiläumssaison „RSB100“. Sein aktueller Vertrag in Berlin läuft bis 2029. Parallel dazu ist er seit 2021 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München.
Vladimir Jurowski, einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für seine innovativen musikalischen Interpretationen und ebenso für sein mutiges künstlerisches Engagement gefeiert wird, wurde 1972 in Moskau geboren und absolvierte den ersten Teil seines Musikstudiums am Music College des Moskauer Konservatoriums. 1990 siedelte er mit seiner Familie nach Deutschland über und setzte seine Studien an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin fort. 1995 debütierte er beim irischen Wexford Festival mit Rimski-Korsakows „Mainacht“ und 1996 am Royal Opera House Covent Garden mit „Nabucco“. Anschließend war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin (1997-2001).
Bis 2021 arbeitete Vladimir Jurowski fünfzehn Jahre lang als Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra (LPO) und wurde inzwischen zu dessen „Conductor Emeritus“ ernannt. In Großbritannien leitete er von 2001 bis 2013 als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera eine breite Palette von hochgelobten Produktionen. Seine enge Verbindung zum britische Musikleben wurde im Frühjahr 2024 von König Charles III. dadurch gewürdigt, dass er Vladimir Jurowski zum Honorary Knight Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (KBE) ernannte. Im April 2024 kehrte Vladimir Jurowski als Gast nach London zurück, um mit dem LPO in der Royal Festival Hall den konzertanten Aufführungszyklus von Wagners „Ring“ mit der „Götterdämmerung“ zu vollenden.
Ebenfalls bis 2021 war er Künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Sinfonieorchesters „Jewgeni Swetlanow“ der Russischen Föderation und Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment in Großbritannien, außerdem Künstlerischer Leiter des Internationalen GeorgeEnescu-Festivals in Bukarest. Darüber hinaus arbeitet er seit vielen Jahren mit dem Ensemble unitedberlin zusammen. Die Auftritte in Russland hat Vladimir Jurowski seit Februar 2022 ausgesetzt. Ukrainische Werke sind und bleiben Bestandteil seines Repertoires ebenso wie die Werke russischer Komponisten.
Vladimir Jurowski hat Konzerte der bedeutendsten Orchester Europas und Nordamerikas geleitet, darunter die Berliner, Wiener und New Yorker Philharmoniker, das königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Sinfonieorchester Boston und Chicago, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig. Er gastiert regelmäßig bei den Musikfestivals in London, Berlin, Dresden, Luzern, Schleswig-Holstein und Grafenegg. Obwohl Vladimir Jurowski von Spitzenorchestern aus der ganzen Welt als Gastdirigent eingeladen wird, konzentriert er seine Aktivitäten inzwischen auf jenen geographischen Raum, den er unter ökologischem Aspekt mit vertretbarem Aufwand gut erreichen kann.
Die gemeinsamen CD-Aufnahmen von Vladimir Jurowski und dem RSB begannen 2015 mit Alfred Schnittkes Sinfonie Nr. 3. Es folgten Werke von Britten, Hindemith, Strauss, Mahler und erneut Schnittke. Vladimir Jurowski wurde vielfach für seine Leistungen ausgezeichnet, darunter mit zahlreichen internationalen Schallplattenpreisen. 2016 erhielt er aus den Händen des heutigen Königs Charles III. die Ehrendoktorwürde der Royal Philharmonic Society. 2020 wurde Vladimir Jurowskis Tätigkeit als Künstlerischer Leiter des George-Enescu-Festivals vom Rumänischen Präsidenten mit dem Kulturverdienstorden gewürdigt.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Deutsche Streicherphilharmonie
Deutsche Streicherphilharmonie - Patenorchester des RSB
Die Jüngsten unter ihnen sind gerade einmal 11 Jahre alt, mit 20 gehören sie hier bereits zu den „Alten“ – und doch spielen sie schon auf den großen internationalen Bühnen und Festivals wie etwa im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins und in der Kölner Philharmonie, im Grand Auditorium in Luxemburg und in der Alten Oper Frankfurt, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und bei Young Euro Classic in Berlin.
Die Orchestermitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie beeindrucken mit ihrer hohen Qualität und der Exzellenz ihres Spiels regelmäßig ebenso das Publikum wie die Fachpresse. Die intensive Arbeit der Dozentinnen und Dozenten aus dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit den einzelnen Stimmgruppen sorgt für den charakteristischen, überaus homogenen Streicherklang des Ensembles, dessen künstlerische Leitung seit 2013 bei Chefdirigent Wolfgang Hentrich, Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, liegt.
Die Teilnehmenden qualifizieren sich über ein Probespiel, zu dem die DSP regelmäßig einlädt – nach Berlin und auch auf digitalem Weg, wodurch der hochbegabte Streichernachwuchs in allen 16 Bundesländern noch besser erreicht wird. Zahlreiche RSB-Mitglieder haben einst selbst in dem jüngsten deutschen Auswahlorchester gespielt – so wird die Tradition zwischen den beiden offiziell von der Jeunesses Musicales zertifizierten Patenorchestern seit nunmehr 50 Jahren weitergegeben.
Unter den zahlreichen Höhepunkten in ihrem Jubiläumsjahr 2023 – 50. Geburtstag – freut sich die Deutsche Streicherphilharmonie besonders über die Auszeichnung mit dem renommierten Würth-Preis. Voller Stolz blicken die jungen Musikerinnen und Musiker auch auf ihre Mitwirkung beim preisgekrönten Hollywoodstreifen „Tár“, der im März in die deutschen Kinos kam.
Vidina Popov
Moderation
Vidina Popov - Moderation
Vidina Popov wird 1992 in Wien geboren. In den Nullerjahren spielt Popov als Kind am Wiener Volkstheater und ist im ORF für zahlreiche Sendungen als Kindermoderatorin tätig. Von 2012 bis 2016 studiert sie Schauspiel am Mozarteum in Salzburg und schreibt 2013 das Monolog-Stück Ich bin Bulgare?!, welches unter anderem in der Box des Deutschen Theater Berlin zur Aufführung kommt. Gemeinsam mit ihrem Jahrgang gewinnt sie 2015 beim Schauspielschultreffen den Ensemblepreis.
Im Jahr 2016 besucht sie zudem die Clownschule École Philippe Gaulier in Paris. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist Popov festes Mitglied im Ensemble des Berliner Maxim-Gorki-Theater. Mit Yael Ronens Slippery Slope wird sie 2022 zum Theatertreffen eingeladen.
Von Theater heute wurde sie mehrfach für ihre Rollen in Alles Schwindel, Und sicher ist mir die Welt verschwunden und Slippery Slope als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert.
Popov ist regelmäßig für Film und Fernsehen tätig, u.a. in der ARD-Reihe Der Lissabon Krimi, im Tatort oder jüngst im Biopic Alice. Derzeit verfasst sie ein weiteres Solo mit dem Arbeitstitel Die Pop-Off Show.
Aus der Ecke, Besen und Becken, Trommeln und Trompeten!
Ihr werdet nach Hause gehen und vergnügt die Titelmelodie des „Zauberlehrlings“ singen! Denn man kann sich kaum entziehen den genialen Einfällen des französischen Komponisten Paul Dukas, mit denen er Johann Wolfgang von Goethes armen Knecht des eigenen Ehrgeizes systematisch zur Verzweiflung treibt.
Im Familien- und Schulkonzert mit RSB-Chefdrigent Vladimir Jurowski geht es wundersam zu. Denn nicht nur der Zauberlehrling erlebt sein blaues Wasser-Wunder, sondern sämtliche Orchesterinstrumente dürfen sich an einer „Hornpipe“ versuchen. Was das ist? Benjamin Britten fächert es für uns auf, indem er tief in die Musikgeschichtskiste greift, um eine höchst unterhaltsame Lehrstunde über den wahren Klang des Sinfonieorchesters daraus zu zaubern.
Mit diesem Konzert präsentiert das RSB zwei der bedeutendsten Werke der Musikvermittlung.