Kammerkonzert im Kühlhaus Berlin
Ensemble QuintFunk
Vier oder acht Kammerkonzerte zum Sonderpreis erleben. Paket buchen.
Mayako Kubo
Allego für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott (Auftragswerk des RSB, 2019)
Ilse Fromm-Michaels
„Vier Puppen“ für Bläserquintett op. 4
Ethel Smyth
„Two Interlinked French Folk Melodies“ für Flöte, Oboe und Klavier
Louise Farrenc
Sextett für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott c-Moll op. 40
Elena Kats-Chernin
„Sand“ Waltz für Bläserquintett
Mélanie Bonis
„Scènes de la forêt“ (Waldszenen) für Flöte, Horn und Klavier
Cécile Chaminade
Drei Miniaturen für Bläserquintett (Bearbeitungen von Klavierwerken)
Rudolf Döbler
Flöte
Rudolf Döbler - Flöte
Spielen – Vermitteln – Begeistern. Diese Anliegen verfolgt Rudolf Döbler als Musiker, Dozent, Moderator und Musikvermittler.
Rudolf Döbler wurde 1966 in Achern (Ortenau) geboren. Er studierte bei William Bennett und John Wright an den Musikhochschulen Freiburg und Karlsruhe. Ergänzend besuchte er Meisterkurse bei Alain Marion, Michel Debost, James Galway, André Jaunet, Geoffrey Gilbert und Robert Dick. Erste Engagements führten ihn als Soloflötist zu den philharmonischen Orchestern in Dessau und Hagen.
Seit 1993 ist er stellvertretender Soloflötist beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Parallel zu seiner Orchestertätigkeit war er von 1995 bis 1997 Mitglied des Ensembles musikFabrik NRW, einem der führenden deutschen Ensembles zeitgenössischer Musik. Er ist Mitglied der „14 Berliner Flötisten“ und des Ensembles 7211.
Zusammen mit dem holländischen Flötisten Robert Pot unterrichtet Rudolf Döbler seit 2002 in Meisterkursen fortgeschrittene Amateure und Profis. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter der QUERWIND Flötentage Staufen.
Rudolf Döbler ist es ein Bedürfnis, Menschen für Musik zu begeistern, seit er auf der Bühne steht. Seine mit Bedacht gewählten Moderationen eigener Kammerkonzerte, seine Erfahrung als Kinderkonzert-Moderator sowie sein Engagement als Schulbeauftragter des RSB zeugen davon. Seit 2005 koordiniert, organisiert und konzipiert er Workshops und Probenbesuche für Berliner Schulen und Kindergärten.
Gudrun Vogler
Oboe
Gudrun Vogler - Oboe
Gudrun Vogler ist seit 2002 Oboistin und Englischhornistin im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Von 1988 bis 1992 war sie Solooboistin am Nationaltheater Weimar.
Als zweifache Preisträgerin des ARD-Wettbewerbs im Fach Kammermusik mit dem Bläserquintett „Kammervereinigung Berlin“ spielte sie mit diesem bei namhaften Labels CDs ein, konzertierte erst intensiv deutschlandweit und später umfassend international.
Im Spezialensemble für Neue Musik „KNM Berlin“, in dem sie von 1992 bis 2019 Mitglied war und mit dem sie u.a. in Buenos Aires, Tokio und Taipeh auftrat, führte sie mit viel Neugier und Freude ihre Rolle als Instrumentalistin, Performerin sowie als kreative und lebendige Interpretin aus.
Seit 2015 engagiert sie sich zusätzlich im Musikvermittlungs-Bereich des RSB. Als Musikbotschafterin im Klassenraum teilt sie ihre Begeisterung für klassische Musik an Schulen mit jungen Menschen. In verschiedenen Teams entwickelte sie Konzepte für Kinder- und Jugendkonzerte mit.
Neben konzertanten kammermusikalischen Aktivitäten in verschiedenen Besetzungen und in verschiedenen Genres spielt sie seit 2016 erfolgreich und regelmäßig als Mitglied in der solistischen Formation „Date for three“.
Christoph Korn
Klarinette
Christoph Korn - Klarinette
Mit vier Jahren begann Christoph Korn, Blockflöte zu spielen, zehnjährig wechselte er dann zur Klarinette und bekam an der Chemnitzer Musikschule seinen Unterricht. Mit 13 Jahren ging er an das Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau und danach zum Studium an die Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ nach Dresden.
Christoph Korn spielte ab 1999 in verschiedenen Orchestern, u.a. als Substitut in der Dresdner Philharmonie. Neben der Klarinette konzentrierte er sich zunehmend auch auf die Bassklarinette und trat mit diesem Instrument sein Engagement als Berufsmusiker an. Auf Anhieb bestand er das Probespiel beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und wurde im Jahre 2002 dessen neuer Solo-Bassklarinettist.
Christoph Korn engagiert sich als Kammermusiker in verschiedenen Formationen, tritt regelmäßig als Solist auf und spielt häufig als Aushilfe bei Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Staatskapelle Dresden, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Komischen Oper Berlin, den Berliner Philharmonikern oder im Konzerthausorchester Berlin. Als Orchester- und Kammermusiker reiste Christoph Korn ins europäische und internationale Ausland.
In der Spielzeit 2018/2019 war Christoph Korn Solo-Bassklarinettist der Sächsischen Staatskapelle und kehrte zur Spielzeit 2019/2020 in derselben Funktion zum RSB zurück.
Seit dem Wintersemester 2020/2021 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin für Bassklarinette.
Anne Mentzen
Horn
Miriam Kofler
Fagott
Yuki Inagawa
Klavier
Yuki Inagawa - Klavier
Yuki Inagawa wurde in Sapporo, Japan geboren und studierte in Tokyo bei Keiko Takeuchi und in Berlin bei Georg Sava.
Mit sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht, dem bald Unterricht in den Fächern Komposition, Ensembleunterricht und Gesangsausbildung folgte.
Früh errang sie Preise bei verschiedenen Wettbewerben und spielte Preisträgerkonzerte in Japan, Ungarn und Deutschland. Im Jahr 2003, während ihres Aufbaustudiums an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, erhielt sie den Steinway Förderpreis.
Wegen ihres intelligenten und hochsensiblen Ensemblespiels ist Yuki Inagawa eine sehr gefragte Kammermusikpartnerin. Mit den Musikerinnen und Musikern des Rundfunk-Sinfonierorchesters Berlin konzertiert sie seit 2001 regelmäßig als Tasteninstrumentalistin in mehreren Kammermusikensembles, die in allen wichtigen Sälen Berlins und bei verschiedenen Open-Air-Konzerten auftreten.
Als Orchestertasteninstrumentalistin und Korrepetitorin hat sie außerdem Engagements u.a. beim Konzerthausorchester Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Oper Berlin, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg und war an zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen sowie Filmproduktionen beteiligt. Im Februar 2018 erschien ihre erste Kammermusik-CD mit Gernot Adrion, dem stellvertretenden Solobratschisten des RSB, welche ausgezeichnete Kritiken erhielt.
Ihre andere große Liebe gilt der Chormusik und der Chorsinfonik. Seit fast 20 Jahren arbeitet sie als Korrepetitorin bei dem Berliner Konzert Chor. Auch beim Ernst Senff Chor geht sie dieser Tätigkeit nach. Seit 2003 arbeitet Yuki Inagawa zudem intensiv für den Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchor der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg im Leitungsteam.
Brahms und die Frauen
Nein, hier wird kein Skandal aufgedeckt…
Sondern etwas Wichtiges wird an diesem Konzertabend klangvoll klargestellt: „Bereits in der Romantik gab es namhafte Komponistinnen, die nicht etwa ein Schattendasein führten, sondern in der ‚ersten Liga‘ mitspielten. Um aber wirklich künstlerisch die ihnen verdiente Anerkennung zu bekommen, standen dann aber doch gesellschaftliche Barrieren im Weg“ – weiß Rudolf Döbler, der spiritus rector des hier vorgestellten Kammerkonzertes. Dessen spannendes Programm hat er gemeinsam mit seinen Kolleg:innen vom RSB rund um Johannes Brahms gebaut, auch und gerade weil der mit keinem einzigen Takt vorkommt. Vielmehr erklingen überwiegend Werke von Frauen, die Zeitgenossinnen von Johannes Brahms gewesen sind. Mélanie Bonis (1858-1937) und Cécile Chaminade (1857-1944) haben ganz unabhängig von Brahms im damals ästhetisch weit von Deutschland entfernten Frankreich ganz eigene Beiträge zur Kompositionskunst geleistet. Die englische Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) begab sich tatsächlich persönlich in den Dunstkreis des verehrten Brahms – um gründlich enttäuscht zu werden. Als sie es wagte, ihn auf ein Detail hinzuweisen, erntete sie eine ironische Antwort des Meisters, „mit vor herablassender Verachtung triefender Stimme“. Die Anerkennung als gleichwertige Komponistin wurde das Lebensthema von Ethel Smyth.
„Im Zentrum des Konzerts steht Louise Farrencs Sextett op. 40. Die französische Komponistin, deren Todestag sich am 15. September 2025 zum 150. Mal jährte, schrieb auch ein Nonett, in dessen Uraufführung der Geiger Joseph Joachim mitwirkte, dem Johannes Brahms sein Violinkonzert zugeeignet hatte.
Das weitere Programm schlägt im Werk von Komponistinnen einen Bogen bis ins 21. Jahrhundert. Bei Elena Kats-Chernin gibt es dennoch einen Bezug zur Brahmszeit: Ihr ‚Sand Waltz‘ ist inspiriert von der französischen Dichterin Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil (1804-1876), besser bekannt unter dem Pseudonym George Sand.“ (Rudolf Döbler)