20:00 Philharmonie Berlin

Vladimir Jurowski & Anastasia Kobekina

Reinhold Glière

„Die Saporosher Kosaken“ – Sinfonisches Bild für Orchester

Mieczyslaw Weinberg

Konzert für Violoncello und Orchester c-Moll op. 43

Borys Ljatoschynskyj

Polnische Suite für Orchester

Valentin Silvestrov

Sinfonie Nr. 7

Vladimir Jurowski

Dirigent

Anastasia Kobekina

Violoncello

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Kultur des Widerstandes

Aufständische gegen Willkür und Allmachtsansprüche gleich welcher Provenienz, das waren sie, die legendären Saporoshjer Kosaken, jene stolzen Unabhängigen aus dem „Land hinter den Stromschnellen“ des Dnepr. Ihrer Sache nahm sich 1921 ein Nachfahre der sächsisch-vogtländischen Musikinstrumentenbauerfamilie Glier an. Weinberg, Ljatoschynskyj, Silvestrov, sie alle haben die Sowjetunion am eigenen Leib erlebt, die ihnen schützende Heimat und repressive Staatsmacht zugleich war. Weinberg, ein vor den Nazis aus Polen nach Russland geflüchteter Jude, verdankte seine Einbürgerung Schostakowitsch, Ljatoschynskyj lehrte als führender Kompositionsprofessor der Ukraine in Kiew, wo unter vielen anderen Silvestrov sein Schüler war. Der letztgenannte, wohltuend nachdenkliche Doyen der aktuellen ukrainischen Musik lebt heute wegen des Krieges in seiner Heimat im Exil in Berlin. Das gesamte Konzert handelt von der beharrlichen Kultur des Widerstandes in Osteuropa.

Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Südfoyer, Steffen Georgi

Konzert mit