20:00 Konzerthaus Berlin

Karina Canellakis dirigiert Mozart, Britten & Beethoven

Wolfgang Amadeus Mozart

„Idomeneo“ – Ouvertüre zur Oper KV 366

Benjamin Britten

„Sinfonia da Requiem“ op. 20

Wolfgang Amadeus Mozart

„Maurerische Trauermusik“ KV 477

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Karina Canellakis

Dirigentin

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Alles Schicksal, oder was?

„Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse  hinab.“

So dichtete Friedrich Hölderlin 1798 im „Schicksalslied“. Wieviel von diesem wenig gottgefälligen Fatalismus schwingt mit in der als trotzig apostrophierten „Schicksals“-Sinfonie von Ludwig van Beethoven? Die beiden gleichaltrigen Künstler sind sich nie begegnet, die Sinfonie
Nr. 5 entstand genau zehn Jahre nach Hölderlins „Schicksalslied“. Als Hitler 1940 Coventry zerstören ließ, konnte Benjamin Britten nicht anders, als sein Aufgewühltsein in Musik zu bannen. Die „Sinfonia da Requiem“ fährt ins Mark. Schmerz und Zorn werden fühlbar, Brittens
Musik erinnert an Mahlers „höllisches Scherzo“ aus der Sinfonie Nr. 9. Und Mozart? Er kündet von unerträglicher Seelenpein. Vorausgesetzt, man hört genau hin.

Radiosender

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