Lew Tolstois „Anna Karenina“, erzählt von Meike Rötzer, im Dialog mit Ausschnitten aus folgender sinfonischer Musik:
Pjotr Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Nikolai Rimski-Korsakow
Ouvertüre „Russische Ostern“ op. 36
Richard Wagner
Vorspiel und „Liebestod“ aus der Oper „Tristan und Isolde“
Josquin Desprèz
„Mille Regretz“
Motette für 4 Stimmen
Jean Sibelius
„Valse triste“ aus der Bühnenmusik „Kuolema“ (Der Tod)
Lew Tolstoi
Walzer F-Dur
Sergei Prokofjew
„Dénouement“ (Auflösung) aus der Oper „Der Spieler“
Pjotr Tschaikowsky
„Der Nussknacker“ – Ballett op. 71, daraus: „Trepak“ (Russischer Tanz)
Mélanie Bonis
„Ophélie“ für Orchester op. 165 aus „Femmes de légende“
Oscar Jockel
Dirigent
Oscar Jockel - Dirigent
Oscar Jockel war für zwei Jahre von 2022-24 Dirigierassistent bei den Berliner Philharmonikern für Kirill Petrenko und Dirigierstipendiat der Karajan-Akademie, nachdem er im Dirigierwettbewerb in der Philharmonie Berlin im Oktober 2021 um das »Siemens Conductors Scholarship« als ein Gewinner hervorging. Neben der Assistenz des Chefdirigenten in Konzert und Oper umfasste das Aufgabenfeld auch die Leitung eigener Konzertprojekte zusammen mit den Akademisten der Berliner Philharmoniker.
Ebenfalls 2021 errang Oscar Jockel in der Philharmonie de Paris eine Stelle als Dirigierassistent für zwei Jahre beim Ensemble intercontemporain und dessen Leiter Matthias Pintscher.
Oscar Jockel erhielt für sein bisheriges Schaffen als Komponist und Dirigent den Herbert von Karajan Preis, der ihm im Rahmen der Salzburger Osterfestspiele 2023 überreicht worden ist. Die bisherigen Preisträger waren die Sächsische Staatskapelle Dresden (2022), Hilary Hahn (2021), Janine Jansen (2020), Mariss Jansons (2019), Sol Gabetta (2018) und Daniil Trifonov (2017).
In der Saison 2024/25 folgte er Einladungen der Semperoper Dresden mit der Sächsischen Staatskapelle, der Münchner Philharmoniker in der Isarphilharmonie, der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem Wiener Konzerthaus mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Copenhagen Philharmonic Orchestra, dem SWR Symphonieorchester, den Bremer Philharmonikern, den Händel-Festspielen Halle mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum des Gewandhausorchesters, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Ljubljana Radio Orchestra. Zudem geht er auf Tour mit der Camerata Salzburg und dem Pianisten Mao Fujita nach Salzburg, München sowie Wien und kehrt zurück zum Gewandhaus mit der Mendelssohn-Orchester-Akademie, zum Gürzenich-Orchester Köln sowie zum Tonkünstler-Orchester Wien.
In den vergangenen Spielzeiten gastierte er bereits bei den Salzburger Osterfestspielen 2023 in einer Produktion in der Felsenreitschule sowie im Gewandhaus zu Leipzig, bei den internationalen Schostakowitsch Tagen in Gohrisch mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, beim internationalen Brucknerfest 2022 in Linz, den Berliner Symphonikern, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Münchner Rundfunkorchester oder dem Ensemble intercontemporain in Paris.
Als Dirigent und Dirigierassistent, unter anderem von Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Reinhard Goebel oder Hartmut Haenchen, arbeitete er bereits mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Philharmonia Orchestra in London, dem Klangforum Wien, dem Verbier Festival Chamber Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen oder dem Cyprus Symphony Orchestra zusammen.
In der Järvi Conducting Academy 2018 in Estland wurde er von Paavo Järvi sowie seinem Vater, Neeme Järvi, unterrichtet und erhielt 2019 ein Conducting Seminar Fellowship des Tanglewood Music Center mit dem Boston Symphony Orchestra, Andris Nelsons und Stefan Asbury. Nachdem er im Sommer 2021 als Conducting Fellow der American Conducting Academy beim Aspen Music Festival einen Aspen Conducting Prize gewann, erhielt er eine Wiedereinladung für 2022.
2021 wurde Oscar Jockel als Stipendiat des Deutschen Musikrates in die Förderung des Forum Dirigieren aufgenommen.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Meike Rötzer
Erzählung
Meike Rötzer - Erzählung
Die Schauspielerin und Verlegerin Meike Rötzer, geboren 1971 in Bünde, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. 1996 debütierte sie am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und spielte ab 2000 auf den Städtischen Bühnen Kiel. Weitere freie Produktionen wie u.a. an dem Berliner Theater Berliner Sophiensæle folgten. Ihr Debüt vor der Kamera begann direkt auf großer Leinwand in Kinofilmen wie ‹Einer meiner ältesten Freunde› (1994) und ‹Ab nach Tibet!› (1994). Meike Rötzer spricht seit 2007 für Hörspiele und Hörbücher ein, wie z. B. ‹Wir müssen die Liebe neu erfinden› (2023) von Mona Chollet oder ‹Eva› (2023) von Verena Keßler. Für ihre Arbeit an Katja Petrowskajas ‹Vielleicht Esther› wurde sie im Jahr 2023 für den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin nominiert. In dem von ihr produzierten Podcast ‹NATURerKUNDEN› bespricht sie seit 2021 die Themen Natur und Tiere mit wechselnden Gesprächspartner:innen. Von 2008 bis 2022 wirkte sie als Lektorin für Belletristik im Verlag Matthes & Seitz Berlin. Rötzer gründete 2022 den Erzählbuchverlag, über den sie Hörbücher publiziert. Die Dramen und Romane der Weltliteratur werden verdichtet und in gegenwärtiger Sprache erzählt. Sie tritt mit den Erzählsoli u. a. am Deutschen Theater Berlin, Literaturhaus Frankfurt auf, radioeins strahlt seit 2022 die von ihr mitbegründete Erzähllounge »Richtig gutes Zeug!« aus.
Foto © Nik Konietzny
Erzählkonzerte
Weltliteratur – klangvoll erzählt
„Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.“
Die radioeins-Erzähllounge wurde in der Saison 24/25 dank des RSB um die radioeins-Erzählkonzerte vergrößert. In der zweiten Ausgabe der Reihe stehen zwei Klassiker der Weltliteratur im Mittelpunkt der Erzählkonzerte unter der Leitung von Oscar Jockel und Vladimir Jurowski. Das literarische Radioformat wird musikalisch durch das große Sinfonieorchester erweitert. Der Auftakt von Lew Tolstois grandioser „Anna Karenina“ ist einer der berühmtesten ersten Sätze der Literatur. Schauspielerin und Autorin Meike Rötzer erzählt mit eigenen Worten, wie die Geschichte von Anna und ihrer Suche nach dem Glück weitergeht.