Thomas Hampson - Bariton

Thomas Hampson © Dario Acosta

Der US-amerikanische Bariton Thomas Hampson genießt eine einzigartige internationale Karriere als Opern-, Konzert-, und Liedsänger. Er engagiert sich zudem seit langem aktiv in Forschung, Ausbildung, Musikvermittlung und -technologie. Hampson ist weltweit mit renommierten Sängern, Pianisten, Dirigenten und Orchestern in allen wichtigen Konzert- und Opernhäusern aufgetreten und ist einer der bedeutendsten, innovativsten und gefragtesten Gesangssolisten der Gegenwart.

Der in Spokane (Washington, USA) aufgewachsene Thomas Hampson wurde mehrfach für seine künstlerische Arbeit und seine kulturelle Vorbildfunktion ausgezeichnet. Aus seiner über 170 Alben umfassenden Diskografie erhielten mehrere Einspielungen einen Grammy, einen Edison Award und eine den Grand Prix du Disque. Im Jahre 2009 wurde Hampson zum ersten Artist in Residence der New York Philharmonic ernannt; der Atlantic Council in Washington zeichnete ihn mit dem Distinguished Artistic Leadership Award aus. 2010 wurde er mit dem Living Legend Award der Library of Congress geehrt, für die er als Sonderberater für Musikstudium und Aufführungspraxis in Amerika arbeitet. Außerdem erhielt er den renommierten Concertgebouw-Preis.

Die Saison 2018/2019 beinhaltete Thomas Hampsons sehnlichst erwartetes Debüt an der Canadian Opera Company in Toronto als Titelheld in der Welturaufführung von Rufus Wainwrights Oper „Hadrian“. Des Weiteren debütierte Hampson an der Houston Grand Opera ebenfalls als Titelheld der Weltpremiere von „The Phoenix“ von Tarik O’Regan. An der Wiener Staatsoper sang er eine seiner Paraderollen, Scarpia, in einer „Tosca“-Produktion mit Sondra Radvanovsky als Titelheldin. Er beendete die Saison an der Mailänder Scala als Altair in Richard Strauss’ „Die ägyptische Helena“.

Thomas Hampson gibt seit vielen Jahren zahlreiche Liederabende überall auf der Welt mit seinem langjährigen musikalischen Partner Wolfram Rieger. Er eröffnet die jährliche Schubertwoche im renommierten Berliner Boulezsaal mit einem Schubert-Programm und gibt weitere Liederabende im Opernhaus Zürich, bei der Schubertiade in Österreich, beim Verbier Festival und dem Georgischen Tsinandali Festival.

Hampson, der regelmäßig auf den Konzertbühnen der Welt zu Gast ist und seine ungemeine Vielfältigkeit zeigt, begann die Saison 2018/2019 mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan, um mit dem „War Requiem“ von Benjamin Britten dem Ende des Ersten Weltkriegs zu gedenken. Danach ist Hampson auf einer umfangreichen Tour mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko mit Werken von Hugo Wolf, Aaron Copland und anderen. Im neuen Jahr sang Hampson mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Bramwell Tovey Coplands „Old American Songs“, danach ging es an den Wiener Musikverein für ein Kammerkonzert mit dem Klarinettisten Daniel Ottensamer und seinen „Wiener Virtuosen“, in dem unter anderem Dvořáks „Zigeunerlieder“ und Werke von Mahler auf dem Programm standen.

Des Weiteren gab Thomas Hampson Orchesterkonzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons (Kurt Weill: „Four Walt Whitman Songs“), mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Vladimir Jurowski (Mahler: „Rückert Lieder“) sowie in Japan mit dem Gewandhausorchester zu Leipzig unter Andris Nelsons mit Mahler-Liedern. Thomas Hampson singt mehrere Gala Konzerte gemeinsam mit renommierten Solistinnen: in Tokio mit Angela Gheorgiu, in Baden-Baden mit Nadine Sierra, mit Kristine Opolais in Leipzig und beim Ljubiljana Festival mit Elena Mosuc. Die Saison der Bayerischen Staatsoper beendet er festlich in München mit Kirill Petrenko beim traditionellen „Oper für Alle“-Galakonzert, bei dem er schon zahlreiche Male als Solist auf der Bühne stand. Mit seinem Schwiegersohn Luca Pisaroni teilt er die Bühne mit dem beliebten „No Tenors Allowed“ Programm unter anderem in Boston, Toronto und Santa Fe.

Die Saison 2018/19 steht auch für den Start für Thomas Hampsons Sonderprojekt „Song of America: Beyond Liberty”. Dieses Projekt beleuchtet und hinterfragt die Rolle zentraler Werte der amerikanischen Kultur, wie Freiheit und Brüderlichkeit. Indem er Musik, Poesie, Rhetorik und Geschichte kombiniert, lädt Thomas Hampson das Publikum zu seiner Interpretation eines Amerika ein. Das abendfüllende Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit der Regisseurin Francesca Zambello und dem Autoren Royce Vavrek entstand, thematisiert die einflussreichen Menschen, Gedichte und Meilensteine, die das „Land der Freien“ geprägt haben. Es fand seine Premiere beim Glimmerglass Festival 2018 und vermittelt darüber hinaus gemeinsam mit der Hampsong Foundation, die Hampson selbst 2003 gründete, in Kooperation mit lokalen pädagogischen Einrichtungen auch Studenten und jungen Musikern sowohl vor Ort als auch über Streaming-Plattformen die Bedeutung des amerikanischen Lieds und der Musik.

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