Rodica Vica - Sopran

Rodica Vica © Tony Gigov

Rodica Vicas Stimme macht sie zu einer der interessantesten rumänischen Sängerinnen ihrer Generation. Sie wird nicht nur im eigenen Land, sondern auch international sehr geschätzt. Obgleich sie eine vielseitige Künstlerin ist, ist sie vor allem bekannt für die schwebende Leichtigkeit ihres Barockgesangs und Belcanto.

Im Alter von nur 24 Jahren sang sie die Königin der Nacht an der Staatsoper Bukarest. In weiterer Folge übernahm sie an dieser Oper regelmäßig andere Rollen, unter anderem in den Opern „Rita“ (G. Donizetti), „Alcina“ (G. Fr. Händel) und „La Cenerentola“ (G. Rossini). In den letzten Spielzeiten wurde sie von der Oper eingeladen die Donna Anna in der neuen Produktion von „Don Giovanni“ zu singen. Durch die Engagements an verschiedenen Opern und Konzerthäusern in Rumänien erweiterte Rodica Vica ihr Repertoire um zahlreiche weitere Rollen. An der Opera Română Iași sang sie, unter dem berühmten Theaterregisseur Andrei Serban, in der selten aufgeführten Oper „Les Indes Galantes“ von Rameau. Im Jahre 2015 eröffnete sie, begleitet von Ottavio Dantone und seinem renommierten Ensemble Academia Bizantina, das Varazdin International Baroque Festival in Kroatien mit einem Vivaldi Abend. Im selben Jahr gab sie ihr hochgelobtes Konzert mit barocken Arien im Teatro la Fenice in Venedig. Auch nach Österreich wurde sie eingeladen, um auf dem Festival Schloss Kirchstetten die Donna Anna zu singen. Eines ihrer nächsten Projekte ist unter anderem ein George Enescu Liederabend, der Teil des Oedipe Month in London ist. Im Juli 2016 kehrt Rodica Vica wieder nach Österreich zurück, um die Rolle der Norina in „Don Pasquale“ auf dem Festival Schloss Kirchstetten zu spielen. Ende 2016 erhielt die Sopranistin Rodica Vica den Doktortitel für musikalische Künste. Im Jahr 2017 gab sie viele Konzerte in Rumänien, Deutschland, Ungarn, Bulgarien und Österreich, die im Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit standen. Im September gab sie erneut beim George Enescu Festival ein Open-Air-Konzert, begleitet von der Sinfonietta Wien. Im November 2017 debütierte sie in der von Diana Rotaru komponierten zeitgenössischen Oper „In Body“. Ende des Jahres sang für sie die Erstaufnahme von George Enescus neue entdecktem Oratorium „Strigoii“, begleitet von dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, für eine CD, welche von Capriccio Records im September 2018 veröffentlicht wurde. Anfang 2018 kehrte sie für Mozarts „Missa c-Moll“ nach Rumänien zurück, und wurde zum ersten Mal zum Budapester Early Music Festival eingeladen. Im November 2018 veröffentlichte sie in Zusammenarbeit mit der renommierten österreichische Zitherspielerin Barbara Laister-Ebner im Rahmen des Musikvereins in Wien eine CD, die den Wiegenliedern dieser Welt gewidmet ist. 2019 wird Rodica Vica im Auditorio Nacional di Musica in Madrid und im Konzerthaus in Berlin debütieren.

Nachdem sie 12 Jahre lang von der rumänischen Sopranistin Eleonora Enăchescu geleitet wurde, ist die derzeitige Mentorin von Rodica Vica die weltweit bekannten Sopranistin Krassimira Stoyanova.

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