Christa-Maria Stangorra

Die deutsch-lettische Violinistin Christa-Maria Stangorra erhielt ihren ersten Unterricht mit vier Jahren, studierte später in London (Berent Korfker), Hamburg (Prof. Tanja Becker-Bender), Sion und Florenz (Pavel Vernikov) und schloss 2022 ihr Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Ning Feng mit Bestnote ab. 2021 wurde sie in die Karajan-Akadmie der Berliner Philharmoniker aufgenommen, ein Jahr später erhielt sie eine feste Stelle im selben Orchester in den 2. Violinen. Zu Beginn der Spielzeit 2024/25 wechselte sie in die 1. Violinen des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin.

Meisterkurse besuchte sie u.a. bei Daniel Barenboim (Kammermusikprojekt des WEDO), Latica Honda-Rosenberg, Igor Ozim und Vadim Gluzman. Im September 2018 war Christa-Maria als Akademistin beim Zermatt Musik Festival des Scharoun Ensembles der Berliner Philharmoniker zu Gast. Zu ihren Auszeichnungen zählen der 1. Bundespreis bei Jugend Musiziert 2013 (Violine solo) mit WESPE-Sonderpreis, der 1. Preis beim bundesweiten Hochschulwettbewerb der Peter-Pirazzi-Stiftung in Frankfurt, der 1. Preis beim
Elise-Meyer-Wettbewerb in Hamburg, der “GWK Musikpreis 2014“ der Gesellschaft zur Förderung Westfälischer Kulturarbeit in Münster, der 3. Preis beim Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb in Mirow und der Jugendförderpreis beim Internationalen Violinwettbewerb „Leopold Mozart“ in Augsburg. Der 10. Internationale Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover 2018 zeichnete sie mit einem Stipendium aus und präsentierte sie in seiner Konzertreihe „zu Gast in Niedersachsen“. 2016 wurde sie in die
Stiftung „Villa Musica Rheinland-Pfalz“ sowie als Mitglied der „LGT Young Soloists“ aufgenommen, deren Konzertreisen sie u.a. auf Podien in Hongkong, Paris, Tel Aviv, Singapur (Victoria Hall), in die Tonhalle Zürich sowie zum Rheingau Musikfestival führten. Eine CD mit skandinavischen Werken erschien im Frühjahr 2018 bei Sony/ RCA Red Seal. Januar 2019 erfolgte eine erneute CD-Aufnahme mit den LGT Young Soloists inklusive Video-Produktion durch den Bayerischen Rundfunk.

Die langjährige Stipendiatin der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ konzertierte mehrfach in der Londoner Wigmore Hall, im Ateneo Madrid und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern (u.a. als Solistin mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot). Als Irino-Preisträgerin gab sie 2014 mehrere Konzerte in Tokyo/ Japan. Ein Jahr später folgte ihr Debüt mit dem Asian Chamber Orchestra in Hongkong. Auf internationalen Kammermusikfestivals wie dem „Thy
Chamber Music Festival“ (Dänemark) oder dem „Clasclas Festival Vilagarcia“ (Spanien) konzertierte sie an der Seite renommierter Künstler wie Máté Szücs, Guy Braunstein, Alena Baeva und Vadim Kholodenko. Zu den Highlights der vergangenen Saisons zählen Engagements mit der Klassischen Philharmonie Bonn (Deutschlandtournee) sowie ihr Debüt mit der Slowakischen Philharmonie Bratislava im KKL Luzern.

Beim 26. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds (2018) erspielte sich Christa-Maria Stangorra eine Violine von Giovanni Francesco Pressenda von 1823 aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Sie spielt auf „Evah Pirazzi Gold“ Saiten mit freundlicher Unterstützung der Pirastro GmbH.