Ana María Patiño-Osorio

Ana María Patiño-Osorio wird für ihre „Stärke und ihre innere Ruhe“ (Le Temps) gelobt und hat sich als bemerkenswerte Dirigentin einen Namen gemacht, die Weisheit, Finesse und tiefen Respekt für die Musik zum Ausdruck bringt.

Die in Medellín, Kolumbien, geborene Dirigentin wird ab Februar 2026 die Position der Musikdirektorin des Orquesta Filarmónica de Medellín übernehmen und ist derzeit als Dudamel Conducing Fellow bei der Los Angeles Philharmonic tätig. Im April 2024 erregte sie internationale Aufmerksamkeit beim Malko-Wettbewerb für junge Dirigenten in Kopenhagen, wo sie den zweiten Preis, den Publikumspreis und den Preis der Jugendjury gewann.

Die Saison 25/26 steht im Zeichen einer Reihe bedeutender Debüts in Europa und Nordamerika. Ana María wird mit dem Euskadiko Orkestra (Baskisches Nationalorchester) durch das Baskenland touren und ihr Debüt mit dem Orquesta y Coro Nacionales de España, dem Orquesta Sinfónica y Coro de RTVE in Madrid, dem Orquesta Sinfónica de Galicia, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Arctic Philharmonic, dem Malmö Symphony Orchestra, dem Stavanger Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem Dallas Symphony Orchestra. Außerdem kehrt sie zum National Symphony Orchestra of Uruguay (SODRE) zurück.

In den letzten Spielzeiten arbeitete Ana María mit dem Orchestre national Bordeaux-Aquitaine, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, dem Danish National Symphony Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, der Geneva Camerata, dem Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia und dem Orquesta Filarmónica de Bogotá zusammen.

Ana María engagiert sich seit 2015 für die Arbeit mit jungen Musikern und ist seitdem auch beim Iberacademy Orchestra in Medellín tätig, wo sie den Mitbegründer und Dirigenten Roberto González-Monjas bei einer Vielzahl von Projekten unterstützt. Im Oktober 2023 dirigierte sie das Iberacademy Orchestra bei der Mozartwoche in Salzburg. Im folgenden Jahr leitete sie eine äußerst erfolgreiche Europatournee mit dem Orquesta Juvenil Sinfonía por el Perú und dem gefeierten Tenor Juan Diego Flórez mit Auftritten in Madrid, Barcelona, Wien, Genf und Paris, kurz darauf dirigierte sie das Orchester des Königlichen Konservatoriums von Brüssel.

Ana begann ihre musikalische Ausbildung als Saxophonistin, bevor sie zum Dirigieren wechselte. Sie schloss ihr Bachelorstudium im Fach Orchesterleitung an der Universidad EAFIT in Medellín ab, bevor sie zum renommierten Masterstudiengang Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste unter Johannes Schlaefli zugelassen wurde, den sie 2021 mit Auszeichnung abschloss. Im Jahr 2022 wurde Ana Maríá zur stellvertretenden Dirigentin des Orchestre de la Suisse Romande ernannt, der ersten Person in dieser Position, und wird bis 2024 zwei Spielzeiten lang eng mit Jonathan Nott zusammenarbeiten. Ana war Finalistin beim Solti International Conducting Competition mit dem Frankfurter Rundfunk-Sinfonieorchester im Jahr 2020, erhielt 2021 den Nationalpreis für die beste Dirigentin des Philharmonischen Orchesters von Bogotá und gewann 2019 das Dirigentenstipendium des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates.