Julia Fischer © Uwe Arens
So 27. März 2022 - 20 Uhr | Konzerthaus Berlin

Tanz auf dem Vulkan

Vladimir Jurowski & Julia Fischer

Rachmaninow beschwört den Tag des Zornes & Schostakowitsch erlegt der sinfonisch eingebundenen Solovioline die Abrechnung mit dem Stalinismus auf

ab 20 € Sinfoniekonzert Konzert mit Chefdirigent

Programm

Sergei Prokofjew Andante aus der Klaviersonate Nr. 4 – für Orchester bearbeitet von Sergei Prokofjew op. 29bis

Dmitri Schostakowitsch Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77

Sergei Rachmaninow Sinfonische Tänze op. 45

Besetzung

Vladimir Jurowski - Dirigent

Julia Fischer - Violine

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Konzert mit

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Tanz auf dem Vulkan

Sergei Rachmaninow verbirgt 1940 unter dem harmlosen Titel Sinfonische Tänze nicht nur bestechend gute Musik, sondern er beschwört im letzten Satz mitten im Krieg ganz und gar unheiter das mittelalterliche „Dies irae“, den Tag des Zornes. Dmitri Schostakowitsch mutet der sinfonisch eingebundenen Solovioline nichts weniger als die Abrechnung mit dem Stalinismus auf – eine Paraderolle für die Weltklassekünstlerin Julia Fischer. Allerdings sind die Schlüsseldetails bei einmaligem Hören kaum wahrzunehmen. Denn sie laufen so aberwitzig schnell ab, dass das Tempo in dem Fall zur Maske wird. So grell-bunt, so gemein fröhlich wirbelt das Scherzo vorüber, dass nicht nur die Stalinisten sich seinerzeit davon wie erschlagen gefühlt haben.

Davor stellt Vladimir Jurowski einmal mehr eine Rarität, die es in sich hat: die Orchesterbearbeitung des zweiten Satzes, Andante assai, der Klaviersonate Nr. 4 op. 29 b von Sergei Prokofjew.

Künstler

Vladimir Jurowski © Simon Pauly

Vladimir Jurowski

Dirigent

Julia Fischer © Uwe Arens

Julia Fischer

Violine