Zeiss-Großplanetarium © SPB Foto: Natalie Toczek
Mi 30. Dezember 2020 - 20 Uhr | Zeiss-Großplanetarium Berlin

Beethovens Dritte
unterm Sternenzelt

Vladimir Jurowski und Miah Persson

ACHTUNG: Abgesagt aus gegebenem Anlass!

Live-Konzertübertragung mit Sternenhimmelprojektionen

Programm

Jörg Widmann „Con brio“
für Orchester (reduzierte Fassung)

Ludwig van Beethoven „Ah! perfido“ – Szene und Arie für Sopran und Orchester op. 65

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 („Sinfonia eroica“)

Besetzung

Vladimir Jurowski - Dirigent

Miah Persson - Sopran

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Kooperationspartner

Kooperationspartner

Dabeisein ist alles

Selbst das unvermeidliche Hüsteln in den Satzpausen gehörte obligatorisch dazu, als am 30. Dezember 2019 rund 350 Beethoven-Enthusiast* innen gerade nicht ins Konzerthaus Berlin zur traditionellen RSB-Aufführung der Neunten Sinfonie gepilgert waren, sondern den Weg ins Zeiss-Großplanetarium am Prenzlauer Berg genommen haben. Dort widerfuhr ihnen, zurückgelehnt in bequemen Sesseln, unter dem erhabenen Eindruck des nächtlichen Sternenhimmels die nahezu perfekte Illusion: Sie erlebten die akustisch in aufwändiger 8-Kanal-Tontechnik ausbalancierte Live-Übertragung des RSB-Konzertes aus dem Konzerthaus. Und konnten sich dem unmittelbaren Erlebnis der Beethovenschen Musik ebenso wenig entziehen wie jene im Konzerthaus versammelten Musikfreund* innen, mit denen sie am Ende gemeinsam applaudierten. Nochmal? – Bittesehr!

Hören wir auf Beethoven

„Brüder, überm Sternenzelt / Muß ein lieber Vater wohnen.“ Und der hat befunden, dass jetzt erst mal Schluss ist mit dem Freudenjubel der Beethovenschen Neunten und der Schillerschen Ode. Das Orchester, die vier Solisten und vor allem der Chor fallen durchs epidemiologisch begründete Regelwerk: zu laut und viel zu groß für die Konzertsäle der pandemiegeplagten Menschheit. So fügt es sich, dass ein genau 50 Jahre altes Stoßgebet heute überraschend radikal sein Ziel zu erreichen scheint. Der Komponist Mauricio Kagel hatte nämlich 1970 vorgeschlagen, als die ganze Welt Beethovens 200. Geburtstag zu Tode feierte: „Man hat ihm den Weltschmerz aufgebürdet. Er umschlang die Schillersche Ode, wie es Komponisten zu tun pflegen: den Text so lange und laut zu wiederholen, bis der Hörer schließlich nicht die Worte, sondern die Musik wahrnimmt … Für uns Erwachsene habe ich einen anderen Vorschlag. Beethovens Neunte wird eine Zeitlang nicht mehr aufgeführt, damit die Gehörnerven, die auf seine Musik reagieren, sich erholen können…“

Es ist ein wohlbedachter Kompromiss, den Vladimir Jurowski und das RSB dem Verdikt über die Neunte entgegensetzen möchten. Die Sinfonie Nr. 3, die Sinfonia eroica, hält eine absolut würdige „Ersatz“-Botschaft bereit. Denn ihr titelgebender Held heißt im Grunde nicht etwa Napoleon, sondern: Prometheus! Dessen titanische Unbotmäßigkeit gegenüber den Göttern gipfelt im Versuch, den Menschen das Feuer – Sinnbild für Erleuchtung, Erkenntnis, Wärme und Licht, aber auch für Macht und Erneuerung – zu bringen. Gehen wir achtsam mit unserem Mandat um!

Schallbrücken zum Kosmos

Die Faszination des erdüberspannenden Himmelszeltes scheint so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst.
Neben der Live-Übertragung des Silvesterkonzertes gibt es in der Spielzeit 2020/2021 noch weitere Konzertübertragungen mit Sternenhimmelprojektionen.
Mehr Informationen dazu und die Termine finden Sie hier.

 

Dieses Konzert ist ein Alternativkonzert. Das ursprünglich geplante Programm finden Sie in der RSB Saisonbroschüre 2020/2021.

Künstler

Vladimir Jurowski © Simon Pauly

Vladimir Jurowski

Dirigent

Ticketinfos

Mi 30. Dezember 2020 - 20 Uhr Zeiss-Großplanetarium Berlin

  • 35 €
  • Es findet live die Tonübertragung aus dem Konzerthaus Berlin statt.
  • Einlass in den Planetariumssaal um 19.50 Uhr
Corona-bedingt abgesagt

Mund-Nasen-Schutz

In der Philharmonie besteht uneingeschränkt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Dies gilt auch während des Konzertes. Auch bei vorliegendem ärztlichen Attest, das von der Pflicht die Maske zu tragen befreit, wird dem jeweiligen Konzertgast der Veranstaltungsbesuch untersagt.
Kinder ab 6 Jahren müssen entweder getestet, vollständig geimpft oder genesen sein und eine medizinische Maske tragen. Für Kinder ab 15 Jahren gilt die FFP2-Maskenpflicht. Kinder legen beim Einlass ihren Schülerausweis oder ein anderes Ausweisdokument vor.

Allgemeine Abstands- und Hygienemaßnahmen

Bitte beachten Sie die allgemeinen Abstands- und Hygienemaßnahmen: Halten Sie einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, husten und niesen Sie stets in die Armbeuge, nutzen Sie die bereitgestellten Desinfektionsspender und bleiben Sie bei Krankheitssymptomen zu Hause.

Ihr Konzertbesuch

Für den Einlass benötigen Sie ein gültiges Ausweis-Dokument mit Lichtbild, eine FFP2-Maske (OP-Masken und Atteste sind nicht zugelassen) sowie einen der folgenden drei Nachweise:
Einen tagesaktuellen negativen SARS-CoV-Antigen-Testbescheid aus einem vom Land Berlin zertifizierten Testzentrum oder einen Nachweis zur abgeschlossenen Impf-Immunisierung, bspw. ein Eintrag im Impfausweis, der belegt, dass Sie seit mindestens 14 Tagen vollständig (!) geimpft sind
oder einen gültigen Antikörper-Testnachweis bzw. einen ärztlichen oder behördlichen Bescheid bei Infizierung mit SARS-CoV in den vergangenen 6 Monaten, wobei Ihre Erkrankung mindestens 28 Tage zurückliegt.
Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der staatlichen Vorgaben in dieser Hinsicht keinerlei Ausnahmen machen können.

Anfahrt & Parksituation

Zeiss-Großplanetarium
Prenzlauer Allee 80
10405 Berlin

Wir empfehlen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S-Bahn
S41, S42, S8, S85 Prenzlauer Allee

Tram
M2 Fröbelstraße
M10 Prenzlauer Allee/Danziger Straße

Bus
156 S Prenzlauer Allee (hält in der Grellstraße)

Parkmöglichkeiten für PKW
In unmittelbarer Umgebung gibt es nur unzureichende Parkmöglichkeiten.

Barrierefreiheit

Der Planetariumssaal ist rollstuhlgeeignet. Es ist eine Induktionsschleife für Hörgeräte verfügbar.

Einlass

Der Planetariumssaal wird 10 Minuten vor Beginn des Konzerts geöffnet.

Garderobe

Wenn Sie möchten, können Sie ihre Jacke und Handtasche mit in den Planetariumssaal nehmen. Jedoch sind größere Taschen, Schulranzen und Rucksäcke, sowie Schirme und andere sperrige Gegenstände kostenlos an der Garderobe abzugeben.

Gastronomie

Leider gibt es im Zeiss-Großplanetarium kein gastronomisches Angebot.

Konzertlänge

Konzerte in der Philharmonie dauern inkl. Pause etwa 2 Stunden.

Nacheinlass

Aus Sicherheitsgründen kann nach Beginn einer Veranstaltung kein Zutritt mehr in den Planetariumssaal gewährt werden.

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