RUNDFUNK-SINFONIEORCHESTER BERLIN

WILLKOMMEN, VLADIMIR JUROWSKI!

Vladimir Jurowski, ab Herbst 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, erläutert seine Aufgabe in Berlin: „Ich bin glücklich und stolz, der Nachfolger von Marek Janowski beim RSB zu werden, einem Klangkörper in glänzender Verfassung. Ich möchte die Errungenschaften in der Arbeit mit diesem Spitzenensemble wahren und gleichzeitig neue Höhen anstreben, indem ich das Repertoire des RSB noch erweitere und mit neuen Formen der Kommunikation auf das Publikum zugehe.“ Marek Janowski entschied sich 2015, ab 2017 Platz zu machen für einen Nachfolger der jüngeren Generation. Mit Vladimir Jurowski konnte einer der interessantesten Dirigenten gewonnen werden, den man sich weltweit derzeit überhaupt wünschen kann. Das seinerseits verjüngte RSB ist auf die neue, spannende Epoche in seiner Geschichte gut vorbereitet. Neu engagierte junge Spitzenmusiker, darunter überdurchschnittlich viele Frauen, harmonieren aufs Beste mit dem bewährten Leistungsfundament und tragen zur Öffnung des Orchesters für die neuen Herausforderungen aktiv bei.

DAS RSB HEUTE

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin nimmt eine international anerkannte Position in der ersten Reihe der deutschen Rundfunkorchester und der Berliner Spitzenorchester ein. Hervorragende junge Dirigenten der internationalen Musikszene haben ihr jeweiliges Berlin-Debüt mit dem RSB absolviert. Nach Andris Nelsons, Kristjan Järvi, Yannick Nézet-Séguin, Vasily Petrenko, Jakub Hrůša, Alain Altinoglu, Omer Meir Wellber, Alondra de la Parra und Lahav Shani in den vergangenen Jahren debütieren in der Saison 2017/2018 u. a. Karina Canellakis, Michael Francis und Thomas Søndergård beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Die aktuellen Gäste, unter ihnen einige der oben genannten, aber auch erfahrene Dirigenten der mittleren Generation wie Osmo Vänskä, Krzysztof Urbański, Jukka-Pekka Saraste, Andrey Boreyko oder Sebastian Weigle, trugen und tragen zum Repertoireprofil des RSB bei. Frank Strobel sorgt seit vielen Jahrenfür exemplarische Filmmusik-Konzerte. Zu den Aufgaben des Orchesters gehören neben den Sinfoniekonzerten, Kammerkonzerten, Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen auch Familien- und Kinderkonzerte. Mit großem persönlichem Einsatz engagieren sich zahlreiche Musikerinnen und Musiker sowohl in der Kammermusik als auch bei ambitionierten Projekten für die Heranwachsenden. Das RSB ist seit mehr als 50 Jahren auf wichtigen nationalen und internationalen Podien ebenso präsent wie in Berlin. Neben regelmäßigen Tourneen nach Korea und Japan gastiert das Orchester bei deutschen und europäischen Festivals und in internationalen Musikzentren.

DAS RSB FRÜHER

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin geht zurück auf die erste musikalische Funkstunde des deutschen Rundfunks im Oktober 1923. Die früheren Chefdirigenten, u. a. Sergiu Celibidache, Eugen Jochum, Hermann Abendroth, Rolf Kleinert, Heinz Rögner, Rafael Frühbeck de Burgos und zuletzt Marek Janowski von 2002 bis 2015, formten einen Klangkörper, der in besonderer Weise die Wechselfälle der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert durchlaufen hat. Das RSB ist seit seiner Gründung speziell mit der zeitgenössischen Musik vertraut. Bedeutende Komponisten des 20. Jahrhunderts traten selbst ans Pult dieses Orchesters oder führten als Solisten eigene Werke auf: Paul Hindemith, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Sergei Prokofjew, Richard Strauss, Arnold Schönberg, Igor Strawinsky, Wladimir Vogel, Kurt Weill und Alexander Zemlinsky ebenso wie in jüngerer Zeit Krzysztof Penderecki, Peter Maxwell Davies, Friedrich Goldmann, Berthold Goldschmidt, Siegfried Matthus, Matthias Pintscher, Peter Ruzicka, Heinz Holliger, Daniel Schnyder oder Jörg Widmann. Speziell 2017/2018 gibt es Wiederbegegnungen mit Krzysztof Penderecki, Matthias Pintscher und Jörg Widmann, darüber hinaus stellt sich Thomas Adès als Komponist und Dirigent vor.

DAS RSB – GUT VERNETZT

Das RSB gehört der 1994 gegründeten Rundfunk-Orchester und-Chöre GmbH Berlin an. Die roc berlin wird gemeinsam getragen von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %),dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %).Sie versammelt vier hauptstädtische Rundfunkklangkörper unter ihrem Dach. Dank der engen Verbindung mit Deutschlandradio Kultur in Berlin, mit dem Deutschlandfunk Köln und mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg werden die meisten Konzerte des RSB im Rundfunk übertragen. Viele sind über die angeschlossenen Sender der European Broadcasting Union (EBU) weltweit zu empfangen. Darüber hinaus trägt die Zusammenarbeit mit Deutschlandradio reiche Früchte auf CD. 2015 erschien u. a. eine Einspielung der Dritten Sinfonie von Alfred Schnittke mit Vladimir Jurowski. Alle zehn Livemitschnitte des großen konzertanten Wagnerzyklus(PENTATONE) sind bis Ende2013 erschienen und haben sogleich ein weltweites Echo ausgelöst. Die Gesamteinspielung aller Sinfonien von Hans Werner Henze (WERGO)mit Marek Janowski wurde 2014abgeschlossen. Auch mit Labels wie capriccio, cpo, NAXOS, Orfeo und Sony Classical wird weiterhin produziert. Zahlreiche der Aufnahmen wurden mit deutschen und internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet.