Ilja Gringolts

Der russische Geiger Ilya Gringolts überzeugt mit hochvirtuosem Spiel und feinsinnigen Interpretationen. Als gefragter Solist widmet er sich neben dem großen Orchesterrepertoire auch zeitgenössischen und selten gespielten Werken. Kompositionen von Peter Maxwell Davies, Christophe Bertrand, Bernhard Lang, Beat Furrer und Michael Jarrell wurden von ihm uraufgeführt. Daneben gilt sein künstlerisches Interesse der historischen Aufführungspraxis; virtuoses Repertoire von Paganini, Locatelli oder Leclair schmücken seine Konzertprogramme. 2022 erfolgte die Uraufführung seines Arrangements von Beethovens „Diabelli-Variationen“. Ilya Gringolts konzertierte mit namhaften Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern sowie dem Mahler Chamber Orchestra. Beim RSB ist er zum ersten Mal zu Gast.

Play-Conduct-Projekte führten ihn jüngst mit dem Australian Chamber Orchestra, dem Franz Liszt Chamber Orchestra, der Camerata Bern und dem Ensemble Resonanz zusammen. Für seine mit dem „Diapason d’Or“ und „Gramophone Editor’s Choice Award“ prämierte Einspielung von Locatellis L’Arte del violino leitete er das Finnish Baroque Orchestra ebenfalls vom Pult aus. Als Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Yuri Bashmet, Itamar Golan, Peter Laul, Nicolas Altstaedt, Andreas Ottensamer und Jörg Widmann zusammen und ist außerdem Primarius des 2008 gegründeten Gringolts Quartet, das seither mit Auftritten u.a. bei den Salzburger Festspielen, beim Edinburgh international Festival, beim Lucerne Festival oder am Teatro La Fenice in Venedig Erfolge feiert. Im Sommer 2020 gründete Ilya Gringolts gemeinsam mit Ilan Volkov die „I&I Foundation zur Förderung zeitgenössischer Musik“, die Aufträge an junge Komponistinnen und Komponisten vergibt. Eine erste Serie kurzer Solowerke entstand bereits 2021/2022.