Sylvain Cambreling dirigiert das RSB

Backstage
Geschrieben von Anne Ströhler
am 13. Dezember 2020

Was macht man, wenn man nicht vor Publikum spielen darf? Man spielt trotzdem für das Publikum – und zwar an den Bildschirmen und an den Radios!

Auf dem Programm standen am Sonntag, den 13. Dezember 2020, die unvollendete Sinfonie h-Moll von Franz Schubert und die 4. Sinfonie von Anton Bruckner – beides besonders beim Publikum beliebte Werke der Komponisten und regelmäßig vertreten auf dem Spielplan des RSB.

Sylvain Cambreling mit dem RSB © Olivia Pohlenz

Am Pult stand der in Frankreich geborene Dirigent Sylvain Cambreling, ein Musiker voller großer Ideen. Als Denkanstöße gebender, facettenreicher und dramatischer Künstler besitzt er ein Gespür dafür, das Publikum zu packen – und doch wurzelt seine Eigenständigkeit in eingehender musikwissenschaftlicher Bildung.

Hinter den Kulissen beim Livestream © Olivia Pohlenz

Dieses Konzert konnte – wie viele andere – nicht vor Publikum gespielt werden, umso schöner, dass es als Radiokonzert auf Deutschlandfunk Kultur und als Livestream über die Sozialen Kanäle des RSB Facebook und YouTube live um 16 Uhr in die Welt hinaus gesendet wurde. Das Team, das bereits am Samstag in den frühen Morgenstunden mit dem Technikaufbau startete, fand sich am Sonntagnachmittag zusammen mit den RSB-Musiker*innen im Großen Saal im Haus des Rundfunks ein, um das Konzert live zu streamen. So konnte man dem RSB nicht nur lauschen, sondern auch dabei zusehen, wie es diese zwei bekannten wie auch bewegenden Sinfonien zum Besten brachte. Dabei wurde schnell klar: Das scheinbar Unvollendete ist manchmal von sich aus bereits so vollendet, dass es keines weiteren Zutuns bedarf.

Das Konzert zum Nachhören und -sehen gibt es hier:

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