RSB-PATENORCHESTER:
DEUTSCHE STREICHERPHILHARMONIE

In der Deutschen Streicherphilharmonie (DSP) kommen die besten Streicher aus den Musikschulen der Bundesrepublik im Alter von 11 bis 19 Jahren mehrmals im Jahr zu Probenphasen und Konzerten mit ihrem künstlerischen Leiter Wolfgang Hentrich, Gastdirigenten und international renommierten Solisten zusammen. Seit der Gründung 1973 engagieren sich Streicher aus dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin als Dozenten und sorgen durch intensive Arbeit mit den einzelnen Stimmgruppen für den charakteristischen, überaus homogenen Streicherklang des Ensembles. Einige RSB-Musiker haben einst selbst in dem jüngsten deutschen Auswahlorchester gespielt – so setzen sich Traditionen zwischen den offiziell von der Jeunesses Musicales zertifizierten Patenorchestern fort.

Die RSB-Dozenten:
Bodo Przesdzing (1. Violine)
Karin Kynast (2. Violine)
Claudia Beyer (Viola)
Volkmar Weiche (Violoncello)
Axel Buschmann (Kontrabass)

Die Teilnehmer qualifizieren sich über ein Probespiel, zu dem die DSP regelmäßig einlädt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei
Brigitte Baldes
Gesamtleitung Deutsche Streicherphilharmonie
+49 (0) 228 / 957 06 15
baldes@musikschulen.de
www.deutsche-streicherphilharmonie.de

Mitglieder und Mentoren über die DSP:

 

JOSH FELDHAUS

› geboren 1997
› ist seit 2013 Cellist in der DSP und lebt in Kleinmachnow

„Ein Freund, der bereits DSP-Mitglied war, legte mir 2013 ans Herz, am Probespiel für dieses erstklassige Orchester teilzunehmen. Gesagt, getan – und ab dem Sommer war ich offizielles Mitglied. Seitdem sind zweieinhalb Jahre vergangen und meine damaligen Erwartungen wurden weit übertroffen. Das liegt an der intensiven Vermittlung musikalischen
Verständnisses und dem Erlernen des professionellen Orchesterspiels, für das sich das feste Dozententeam aus RSB-Mitgliedern ebenso wie unser Chefdirigent Wolfgang Hentrich eindrucksvoll engagieren. Es liegt aber auch an den wundervollen Mitspielern, die sich alle gut verstehen und unter denen man Freunde fürs Leben findet. Gerade diese Verbindung aus effizienter, professioneller musikalischer Arbeit und menschlichem Zusammenhalt ist für mich der Grund für das unglaubliche Klangerlebnis, das die DSP bietet.
All das und vieles mehr macht die DSP zu dem, was sie ist: eines der besten Jugendorchester Deutschlands. Und egal, ob man später Profimusiker wird oder nicht, an diese wunderbaren Erfahrungen wird man sich immer zurückerinnern!“

LYDIA RINECKER

› geboren 1989 in Meiningen
› von 2006 bis 2008 Mitglied der DSP-Bratschen, zunächst im Tutti, dann als Stimmführerin, seit Januar 2016 Solo-Bratscherin des RSB

„Wenn ich an meine Zeit als Mitglied der DSP zurückdenke, dann erinnere ich mich vor allem an die große Freude aller beim leidenschaftlichen gemeinsamen Musizieren. Als junge Musikerin unter Gleichgesinnten, die alle den Wunsch teilten, zusammen etwas Besonderes zu erleben und zu gestalten, fühlte ich mich zu Hause. Die Musik war Mittelpunkt unseres Miteinanders. Unser damaliger Chefdirigent Michael Sanderling sowie die Dozenten des RSB arbeiteten mit uns wie mit einem professionellen Orchester, in jedem Moment war höchste Konzentration gefordert und immer wurden wir als Musiker und Menschen ernst genommen. Ich erlebte viele spannende Proben und Konzerte. Bis heute bin ich dankbar für die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit sammeln konnte. Ich denke an das Reisen in fremde Länder oder geschlossene Freundschaften, die bis heute lebendig sind. Ich wünsche allen jungen Musikern die Chance, sich so zu entfalten, wie es uns in der Deutschen Streicherphilharmonie immer möglich gemacht wurde.“

CLAUDIA BEYER

› wurde mit 22 Jahren Bratschein im RSB
› engagiert sich seit vielen Jahren für den Streichernachwuchs, u. a. als Dozentin der DSP und an der Rostocker Musikhochschule, war selber DSP-Mitglied und traf in dieser Zeit die Entscheidung, Musikerin zu werden

„Ich fühle mich der Deutschen Streicherphilharmonie in besonderem Maße verbunden. Die Dozentur bei diesem Orchester nimmt in meiner weit gefächerten Arbeit mit dem deutschen Streichernachwuchs einen ganz speziellen Platz ein.
Als Zwölfjährige habe ich erstmals an einer Probenphase dieses Orchesters, das damals noch Rundfunk-Musikschulorchester hieß, teilgenommen und war voller Bewunderung für die Großen, die schon bewährte Mitglieder des Orchesters waren. Mich hat damals wie heute die Qualität und Spielfreude dieses Ensembles begeistert, so sehr, dass ich bereits mit zwölf Jahren wusste: Ich möchte Musikerin werden. Als ich viele Jahre später die Einladung bekam, als Dozentin zu diesem Orchester zurückzukehren, hat sich für mich der Kreis geschlossen.
In der DSP wird auf sehr hohem Niveau musiziert. Die Qualifizierung durch ein Probespiel, die sich anschließende Probezeit und die professionelle Arbeit in den Register- und Gesamtproben geben den jungen Streichern wichtige Impulse. Inspiriert durch die besondere Atmosphäre in diesem Ensemble, nehmen die jungen Musiker die Begeisterung mit in die Jugendorchester ihrer Heimatstädte. Konzerterlebnisse in großen Häusern mit namhaften Solisten und Dirigenten, aber auch die 13 bisher eingespielten CDs bleiben den Kindern und Jugendlichen als etwas ganz Besonderes in Erinnerung. Ebenso schön ist es, dass unsere Alumnis der DSP verbunden bleiben. Ich freue mich sehr, wenn unsere Ehemaligen sich eine Akademiestelle im RSB erspielen oder als Kollegen zu uns kommen.“