DESIGNIERTER CHEFDIRIGENT & KÜNSTLERISCHER LEITER
VLADIMIR JUROWSKI

Zu den vier RSB-Konzerten mit Vladimir Jurowski in der ersten Jahreshälfte 2017 gelangen Sie hier!

Einer der interessantesten Dirigenten der gegenwärtigen Opern- und Konzertszene der Welt wird neuer Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Vladimir Jurowski tritt sein Amt im September 2017 an. Bereits in der Saison 2016/2017 wird er mehrfach am Pult des RSB zu erleben sein.
1972 in Moskau geboren und am dortigen Konservatorium ausgebildet, kam Vladimir Jurowski 1990 mit seiner Familie nach Deutschland und setzte sein Studium an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin fort. Sein internationales Debüt fand 1995 beim Wexford Festival mit Rimski-Korsakows Oper „Mainacht“ statt. Noch im selben Jahr debütierte er mit „Nabucco“ am Royal Opera House Covent Garden in London. Von 1997 bis 2001 war Vladimir Jurowski Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. Nachdem er von 2001 bis 2013 Musikalischer Leiter der Glyndebourne Festival Opera war, ernannte ihn 2015 das renommierte George-Enescu-Festival in Bukarest zum neuen Künstlerischen Leiter. Im März 2016 verlieh ihm das Londoner Royal College of Music einen Ehrendoktortitel.

Vladimir Jurowski

London und Moskau

Seit 2007 ist Vladimir Jurowski Principal Conductor des London Philharmonic Orchestra, wo er jüngst Wagners „Rheingold“, Mahlers Siebte und Achte Sinfonie und die Uraufführung von Alexander Raskatovs „Green Mass“ dirigiert hat. Das London Philharmonic Orchestra leitet er regelmäßig bei großen Festivals wie den BBC Proms, dem George-Enescu-Festival in Bukarest, dem Musikfest Berlin, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rostropowitsch-Festival Moskau. Außerdem ist Vladimir Jurowski Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Sinfonieorchesters von Russland. Mit diesem Orchester hat er ein markantes individuelles Profil entwickelt, das einen starken Fokus auf das zeitgenössische Repertoire richtet. Eine Reihe von Konzerten mit Musik aus den 1930er- und 1940er-Jahren, welche die Reflexion des Zweiten Weltkrieges aus allen europäischen Perspektiven erkundeten, erlangte große internationale Beachtung.

Weltweit gefragt

Vladimir Jurowski ist auf der ganzen Welt als Gastdirigent gefragt. Er dirigiert die bedeutenden Orchester Europas und Nordamerikas, darunter die Berliner, Wiener und New Yorker Philharmoniker, das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Sinfonieorchester von Boston und Chicago, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig. Auch beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin ist er seit seiner Studienzeit in Berlin mehrere Male zu Gast gewesen. Er arbeitet regelmäßig mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem Ensemble united berlin.

Opern und Festivals

1999 gab Vladimir Jurowski mit „Rigoletto“ sein Debüt an der Metropolitan Opera New York, wo er seitdem u. a. „Jenůfa“, „Pique Dame“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Frau ohne Schatten“ dirigierte. „Parsifal“ und „Wozzeck“ leitete er an der Welsh National Opera, „Krieg und Frieden“ an der Opéra National de Paris, „Eugen Onegin“ an der Mailänder Scala, „Ruslan und Ljudmila“ am Bolschoi-Theater Moskau, „Jolanthe“ und „Die Teufel von Loudon“ an der Dresdner Semperoper, „Die Zauberflöte“, „Don Giovanni“, „La Cenerentola“, „Otello“, „Macbeth“, „Falstaff“, „Tristan und Isolde“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „The Rake’s Progress“, „Das schlaue Füchslein“, „Ariadne auf Naxos“ und Peter Eötvös’ „Love and Other Demons“ an der Glyndebourne Festival Opera.
Aktuelle Höhepunkte der Arbeit von Vladimir Jurowski sind gemeinsame Konzerte des Orchestra of the Age of Enlightenment und des Orchesters des Michailowski-Theaters in Sankt Petersburg sowie ein Projekt mit der London Sinfonietta in Moskau anlässlich des Anglo-Russian Year of Cultural Exchange. Mit dem Mahler Chamber Orchestra debütiert er beim Lucerne Festival, mit Prokofjews „Der feurige Engel“ an der Bayerischen Staatsoper in München, mit „Wozzeck“ bei den Salzburger Festspielen, nachdem er die Staatskapelle Dresden bei den Salzburger Osterfestspielen geleitet hat. Seine erste Rückkehr nach Glyndebourne als Gastdirigent wird für die Uraufführung von Brett Deans Oper „Hamlet“ sein. An die Komische Oper Berlin kehrte er 2015 für eine Neuinszenierung von Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ zurück.

Tonträger

Die erste gemeinsame CD von Vladimir Jurowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin aus dem Jahre 2015 ist ein Meilenstein jeglicher Orchesterdiskographie: Alfred Schnittkes gewaltige Sinfonie Nr. 3. Mit dem hier involvierten Label PENTANTONE legte Vladimir Jurowski außerdem eine Reihe von russischen Werken mit dem Russischen Nationalorchester vor. Das CD-Spektrum mit dem London Philharmonic Orchestra umfasst alle Sinfonien von Brahms, Mahlers Erste und Zweite Sinfonie, Rachmaninows Sinfonische Tänze, Tschaikowskys Sinfonien Nr. 1, 4, 5, 6 und „Manfred“, Werke von Turnage, Holst, Britten, Vaughan Williams, Julian Anderson, Schostakowitsch, Zemlinsky, Honegger und Haydn. Die Zeit Jurowskis als Musikdirektor der Glyndebourne Opera wurde in zahlreichen, zum Teil preisgekrönten CD- und DVD-Veröffentlichungen dokumentiert. Weitere DVDs enthalten „Hänsel und Gretel“ aus der Metropolitan Opera New York, die Sinfonien Nr. 4 und 7 von Beethoven mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Werke von Strauss und Ravel mit dem Chamber Orchestra of Europe.

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