DESIGNIERTER CHEFDIRIGENT & KÜNSTLERISCHER LEITER
VLADIMIR JUROWSKI

Konzerte mit Chefdirigent Vladimir Jurowski in der Saison 2017/2018 > Zu den Konzerten

Mit Beginn der Saison 2017/2018 wird Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Damit kommt einer der international am meisten begehrten Dirigenten unserer Zeit zurück in seine Wahlheimat Berlin – ohne dass er seine aktuellen Engagements in London, Moskau, New York, Amsterdam, Salzburg oder München aufgibt.
Geboren 1972 in Moskau, begann Vladimir Jurowski am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit der Familie nach Deutschland, wo er das Studium an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin abschloss. 1996 debütierte er auf internationaler Ebene beim Wexford Festival mit Rimski-Korsakows „Mainacht“ und im selben Jahr am Royal Opera House Covent Garden mit „Nabucco“. Anschließend war er u. a. Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin (1997– 2001) und Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera (2001–2013).
2003 wurde Vladimir Jurowski zum Ersten Gastdirigenten des London Philharmonic Orchestra ernannt und ist seit 2007 dessen Principal Conductor. Darüber hinaus ist er Künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Sinfonieorchesters „Jewgeni Swetlanow“ der Russischen Föderation. Nun übernimmt er in Berlin sein drittes Orchester, ohne dass eine „Ämterhäufung“ im Fokus seines Interesses liegt. Vielmehr reizt es ihn, in der Stadt, wo seine Familie lebt, auch arbeiten zu können.
Für das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin hat er sich entschieden, weil er es bereits seit seiner Studienzeit kennt und schätzt. „Ich hatte immer das Gefühl, dass das ein Orchester ist, mit dem ich mich gut verstehen kann. Jetzt suchen wir eine gemeinsame Sprache.“

Vladimir Jurowski

Stationen einer Weltkarriere

Vladimir Jurowski ist auf der ganzen Welt als Gastdirigent gefragt. Er leitet Konzerte der bedeutenden Orchester Europas und Nordamerikas, darunter die Berliner, Wiener und New Yorker Philharmoniker, das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam, das Cleveland und das Philadelphia Orchestra, die Sinfonieorchester von Boston und Chicago, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig. Das London Philharmonic Orchestra dirigiert er regelmäßig bei großen Festivals wie den BBC Proms, dem George-Enescu-Festival in Bukarest, dem Musikfest Berlin, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rostropowitsch-Festival Moskau. Mit dem Staatlichen Akademischen Sinfonieorchester „Jewgeni Swetlanow“ hat er in Russland ein markantes individuelles Profil entwickelt, das einen starken Fokus auf das zeitgenössische Repertoire richtet.
Das Orchestra of the Age of Enlightenment ernannte Vladimir Jurowski zum Principal Artist. Er arbeitet regelmäßig mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem Ensemble unitedberlin. 2015 wurde er außerdem zum Künstlerischen Leiter des George-Enescu-Festivals in Bukarest berufen. Im März 2016 verlieh ihm das Royal College of Music in London die Ehrendoktorwürde.

Operndirigent

Seit 1996 ist Vladimir Jurowski auch auf den internationalen Opernbühnen zu Hause. Mit „Rigoletto“ debütierte er an der Metropolitan Opera New York und war seitdem u. a. mit „Jenůfa“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Frau ohne Schatten“ erneut dort zu Gast. Er dirigierte an der Welsh National Opera, der Opera National de Paris, der Mailänder Scala, am Bolschoi-Theater sowie an der Dresdner Semperoper. Beim Opernfestival in Glyndebourne leitete er Werke wie „Die Zauberflöte“, „Otello“, „Tristan und Isolde“ und „Ariadne auf Naxos“. 2015 kehrte er an die Komische Oper Berlin für eine gefeierte Neuproduktion von Schönbergs „Moses und Aron“ zurück und gab sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Prokofjews „Der feurige Engel“. Bei den Salzburger Festspielen debütiert er 2017 mit Alban Bergs „Wozzeck“, an die Glyndebourne Opera kehrt er für die Weltpremiere von Brett Deans „Hamlet“ zurück.

Diskographie

Die erste gemeinsame CD von Vladimir Jurowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin aus dem Jahre 2015 wurde sogleich zu einem Meilenstein: Alfred Schnittkes gewaltige Sinfonie Nr. 3. Mit dem Label PENTATONE legte Vladimir Jurowski außerdem eine Reihe von russischen Werken mit dem Russischen Nationalorchester vor. Das CD-Spektrum mit dem London Philharmonic Orchestra umfasst alle Sinfonien von Brahms, Mahlers Erste und Zweite Sinfonie, Tschaikowskys Sinfonien Nr. 1, 4, 5, 6 und „Manfred“, Werke von Turnage, Holst, Britten, Vaughan Williams, Schostakowitsch, Zemlinsky, Honegger, Haydn und Rachmaninow. Die Zeit Jurowskis als Musikdirektor der Glyndebourne Opera wurde mit zahlreichen, zum Teil preisgekrönten CD- und DVD-Veröffentlichungen dokumentiert. Weitere DVDs enthalten „Hänsel und Gretel“ aus der Metropolitan Opera New York, die Sinfonien Nr. 4 und 7 von Beethoven mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Werke von Strauss und Ravel mit dem Chamber Orchestra of Europe, alle veröffentlicht von Medici Arts.

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