SAISON 2018/2019

„Wie froh bin ich, einmal in Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern und Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich […]
Ist es doch, also ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: heilig, heilig! Im Walde Entzücken! Wer kann dies alles ausdrücken?“

– Ludwig van Beethoven, 1815


Saisontrailer 2018/2019

DER MENSCH UND SEIN LEBENSRAUM

Unter dem Motto „Der Mensch und sein Lebensraum“ stellt die zweite RSB-Saison mit Chefdirigent Vladimir Jurowski die Natur und die Umwelt in den Vordergrund ihrer Programme. Wie die Musik vermag auch ein Naturerlebnis einen wohltuenden Ausgleich zum Alltäglichen zu schaffen, weshalb Natur, Lebensräume und Musik dem RSB-Publikum eine Saison lang im Wechselverhältnis präsentiert werden. Äußere und innere Landschaften, Naturidyllen, aber auch die Zerstörung der Natur durch den Menschen spielen hierbei eine Rolle. Die vielen Facetten der Natur, der Umwelt und der damit verbundenen menschlichen Empfindungen finden ihre Entsprechung in der Vielfalt der Programme, sie spiegeln sich in so unterschiedlichen Werken wie Schumanns „Frühlingssinfonie“, dem Strauss’schen Walzer „An der schönen blauen Donau“, Mahlers „Lied von der Erde“, Debussys „La Mer“, Haydns „Die Jahreszeiten“, Beethovens „Pastorale“, Strauss „Eine Alpensinfonie“, Fazıl Says Klavierkonzert „Water“ oder Brett Deans „Pastoral Symphony“.
Über das musikalische Naturerlebnis hinaus werden für das Publikum auch Aktivitäten außerhalb des Konzertsaales angeboten, wie Spaziergänge mit Vogelstimmen, Führungen durch Parkanlagen oder Meditationen zur Erkundung der inneren Räume. Diese und andere Angebote werden in Kooperation mit den Spielzeitpartnern NABU, WWF, Humboldt Forum, Museum für Naturkunde, Staatliche Museen zu Berlin und Stiftung Preußische Schlösser und Gärten präsentiert.

› Zu den Zusatzangeboten außerhalb des Konzertsaales

› Zu den Abonnements der Saison 2018/2019

› Zu den Konzertterminen der Saison 2018/2019

„COMPOSER IN RESIDENCE“: BRETT DEAN

In der Saison 2018/2019 ist der australische Komponist Brett Dean „Composer in Residence“ beim RSB. In diesem Zusammenhang wird das Werk Brett Deans, das sich oftmals mit aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen auseinandersetzt, in einen besonderen Fokus gerückt. In insgesamt drei Sinfonie- und zwei Kammerkonzerten werden dem RSB-Publikum fünf seiner Kompositionen aus verschiedenen Gattungen präsentiert, wobei Brett Dean in seinem Bratschenkonzert selber als Solist auftritt.

„ARTIST IN FOCUS“: JOHANNES MOSER

Auch mit dem Cellisten Johannes Moser als „Artist in Focus“ geht das RSB eine enge Zusammenarbeit ein.
Der drei Mal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Künstler wird mit Waltons Cellokonzert als Solist (7. April 2019) sowie in einem Kammerkonzert gemeinsam mit den Cellisten des RSB (9. Mai 2019) auftreten. Darüber hinaus sind im Mai 2019 eine Reihe von „Pop-up-Konzerten“ mit den RSB-Cellisten in sozialen und medizinischen Einrichtungen sowie ein Mitmachkonzert für Cellisten geplant.

DIE NEUE SAISON MIT VLADIMIR JUROWSKI

Insgesamt 22 Konzerte, zwölf davon in Berlin und zehn auf Gastspielen beim Choriner Musiksommer, in Paris und auf einer Japan-Tournee werden von Vladimir Jurowski geleitet, wobei sich das Saisonthema als roter Faden auch durch die Programme des RSB-Chefdirigenten zieht.
Höhepunkte sind hierbei unter anderem Mahlers Sinfonie Nr. 1 und „Das Lied von der Erde“, Beethovens Sinfonie Nr. 6 („Pastorale“), Schuberts Sinfonie Nr. 4, John Adams‘ Weihnachtsoratorium „El Niño“, das Silvesterkonzert mit Beethovens Neunter und einem neuen Werk von Georg Katzer sowie Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“.
Zu Gast in den Konzerten mit Vladimir Jurowski sind unter anderem der Countertenor Andreas Scholl, der Bariton Thomas Hampson, die Pianisten Nicholas Angelich und Leif Ove Andsnes, die Violinistinnen Akiko Suwanai und Alina Ibragimova sowie das ensemble unitedberlin.

ZU GAST BEIM RSB

Viele dem RSB-Publikum bekannte Künstler, aber auch neue Gesichter sind in der Saison 2018/2019 beim RSB vertreten. Erneut am Pult des Orchesters stehen unter anderem Frank Strobel in einem Filmkonzert mit Abel Gances Stummfilm „J’accuse“ und Peter Ruzicka mit einer Eigenkomposition. Unter der Leitung von Ariane Matiakh, mit der das RSB bereits drei CDs aufgenommen hat, spielt Fazıl Say sein Klavierkonzert, während bei Carolin Widmans Interpretation von Robert Schumanns Violinkonzert Dima Slobodeniouk am Pult steht. Alondra de la Parra und Arabella Steinbacher präsentieren ein Programm mit Werken von Ravel, Korngold und Milhaud. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Alain Altinoglu wird mit Werken von Beethoven, Pintscher und Prokofjew kombiniert, wobei auch der Flötist Emmanuel Pahud geladen ist. Lahav Shani, ein langjähriger Partner des RSB, wird das Orchester in Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 einmal mehr vom Klavier aus leiten.
Erstmals beim RSB zu Gast sind Iain Grandage für das Fimkonzert „Setan Jawa“, das vom Humboldt Forum veranstaltet wird, und Massimo Zanetti, der in einem Sonderkonzert Arien und Duette aus Verdi-Opern dirigiert, dargeboten von Sonya Yoncheva und Marin Yonchev. Seinen Einstand beim RSB gibt auch Sylvain Cambreling, unter dessen Leitung Anna Vinnitskaya Prokofjews Klavierkonzert Nr. 2 spielt, während bei Edward Gardners Debüt mit Werken von Mendelssohn, Chausson, Wagner und Debussy die Mezzosopranistin Clémentine Margaine geladen ist. Unter dem Motto „Meeresklänge – Konzert für die Weltmeere“ (in Kooperation mit dem WWF) steht Nicholas Carter zum ersten Mal am Pult des RSB und dirigiert die „Pastoral Symphony“ des „Composer in Residence“ Brett Dean sowie Ralph Vaughan Williams‘ „A Sea Symphony“.

KAMMERMUSIK

Wie in den vergangenen Spielzeiten zeugen auch in der Saison 2018/2019 die Kammerkonzerte des RSB von Einfallsreichtum und Individualität – sei es in Bezug auf die von den Mitgliedern des Orchesters zusammengestellten Programme, die so manche Rarität bereithalten und sich oftmals ebenfalls dem Saisonthema widmen, oder im Hinblick auf die stimmungsvollen und ungewöhnlichen Kammermusikorte. Mit insgesamt sieben Programmen und in verschiedenen Besetzungen – vom klassischen Streichquartett bis hin zu gemischten Besetzungen mit Bläsern – finden sich die Musikerinnen und Musiker zu Kammermusikensembles im einstigen Krematorium silent green Kulturquartier, im Ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Weißensee, im idyllischen Pankower Schloss Schönhausen und im Kühlhaus am Gleisdreieck zusammen.

MUSIKVERMITTLUNG

Den jüngsten RSB-Hörern widmet sich das Orchester auch in der Saison 2018/2019 mit verschiedenen Programmen und Projekten, die den kleinsten Zuhörerinnen und Zuhörern die Welt der klassischen Musik näherbringen sollen. So wird es erneut die Konzertreihe „Rapauke macht Musik“ für Kinder von 3 bis 6 Jahren als Abonnement geben (buchbar ab 5. März 2018). Darüber hinaus wird für Kinder, die dem Rapauke-Alter entwachsen sind, eine neue Reihe für 7- bis 10-Jährige angeboten: „Tubadur im Konzert“ (ebenfalls buchbar ab 5. März 2018). Für die Familien- und Schulkonzerte ab 7 Jahren holt sich das RSB einmal mehr zwei starke Geschichtenerzähler an die Seite: TV-Moderator Ralph Caspers nimmt die Kinder unter dem Motto „Tierisch musikalisch“ mit auf Streifzug, während sein KiKA-Kollege Juri Tetzlaff sich dem Märchen und seinen zeitlosen Themen widmet. Beim Familienkonzert im Mai gestaltet RSB-Bassposaunist Jörg Lehmann ein Programm, bei dem junge Blechbläserinnen und Blechbläser die Gelegenheit haben, nach einer vorbereitenden Probenphase gemeinsam mit den Profis auf der Bühne zu stehen.

Der Abonnementverkauf für die Saison 2018/2019 hat Mitte Februar 2018 begonnen, Einzelkarten können ab dem 16. Juli 2018 beim RSB-Besucherservice erworben werden. Alle Informationen zu unseren Abonnementreihen finden Sie unter rsb-abo.de.