KONZERTKALENDER

22. Dezember 2017

Freitag / 20.00 Uhr

Tonhalle Düsseldorf / Gastkonzert

Vladimir Jurowski

Kinderchor am Rhein

Sabina López Miguez / Choreinstudierung

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Pjotr Tschaikowsky

"Der Nussknacker" - Ballett op. 71
(Konzertante Aufführung der gesamten Ballettmusik)

Märchenhaft schön

„In dem Augenblick ließ sich eine sehr angenehme sanfte Musik hören, die Tore des Schlosses öffneten sich, und es traten zwölf kleine Pagen heraus mit angezündeten Gewürznelkenstengeln, die sie wie Fackeln in den kleinen Händchen trugen. Ihre Köpfe bestanden aus einer Perle, die Leiber aus Rubinen und Smaragden, und dazu gingen sie auf sehr schön aus purem Gold gearbeiteten Füßchen einher. Ihnen folgten vier Damen, beinahe so groß als Mariens Clärchen, aber so über die Maßen herrlich und glänzend geputzt, daß Marie nicht einen Augenblick in ihnen die gebornen Prinzessinnen verkannte. … Die Prinzessinnen nötigten Marien und den Nußknacker zum Sitzen und sagten, daß sie sogleich selbst ein Mahl bereiten wollten. … Dann brachten sie die schönsten Früchte und Zuckerwerk, wie es Marie noch niemals gesehen hatte, und fingen an, auf das zierlichste mit den kleinen schneeweißen Händchen die Früchte auszupressen, das Gewürz zu stoßen, die Zuckermandeln zu reiben …“ (E.T.A. Hoffmann, aus dem Märchen „Nussknacker und Mausekönig“, Vorlage für Tschaikowskys „Nussknacker“-Ballett)

Biografien

Vladimir Jurowski / Dirigent

Seit September 2017 ist Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein …

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Seit September 2017 ist Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein Studium an den Musikhochschulen in Berlin und Dresden abschloss. 1995 debütierte er auf internationaler Ebene beim Wexford Festival mit Rimsky-Korsakows „Mainacht“ und im selben Jahr am Royal Opera House Covent Garden mit „Nabucco“.

2003 wurde Vladimir Jurowski zum Ersten Gastdirigenten des London Philharmonic Orchestra ernannt und ist seit September 2007 dessen Chefdirigent. Darüber hinaus ist er einer von vier Principal Artists des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Akademischen Staatsorchesters der Russischen Föderation „Jewgeni Swetlanow“, mit dem er in Moskau ein erfolgreiches Profil mit einem besonderen Fokus auf zeitgenössischem Repertoire entwickelt hat. In der Vergangenheit war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin (1997-2000), Erster Gastdirigent des Teatro Comunale di Bologna (2000-2003), Erster Gastdirigent des Russischen Nationalorchesters (2005-2009) und Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera (2001-2013).

Vladimir Jurowski arbeitet jährlich mit dem Chamber Orchestra of Europe zusammen und tritt regelmäßig mit dem London Philharmonic Orchestra bei internationalen Festivals wie den BBC Proms und dem George Enescu Festival in Bukarest auf. Eine stete Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas, wie z.B. dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Dresdner Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Boston, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem New York Philharmonic. Auch die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Tonhalle-Orchester Zürich hat er dirigiert.

Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/2016 und darüber hinaus gehören seine Rückkehr zu den Orchestern in New York, Boston, Cleveland, Philadelphia und Amsterdam, sein Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen an der Spitze der Dresdner Staatskapelle sowie Auftritte mit den Wiener Symphonikern. Beim London Philharmonic Orchestra wird er u.a. „Das Rheingold“ sowie die Weltpremiere von Alexander Raskatovs „Green Mass“ leiten.

Als engagierter Operndirigent debütierte Jurowski 1999 mit „Rigoletto“ an der Metropolitan Opera New York und war seitdem u.a. mit „Jenůfa“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Frau ohne Schatten“ erneut dort zu Gast. Er dirigierte an der Welsh National Opera, der Opera National de Paris, der Mailänder Scala, am Bolshoi-Theater sowie an der Dresdner Semperoper. Beim Opernfestival in Glyndebourne leitete er Werke wie „Die Zauberflöte“, „La Cenerentola“, „Otello“, „Tristan und Isolde“, „Ariadne auf Naxos“ und Peter Eötvös’ „Love and Other Demons“. 2015 kehrte er an die Komische Oper Berlin für eine weltweit gefeierte Neuproduktion von „Moses und Aron“ zurück. Zukünftige Engagements schließen sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Prokofjews „Der feurige Engel“, sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit „Wozzeck“ und seine Rückkehr nach Glyndebourne als Gastdirigent für die Weltpremiere von Brett Deans „Hamlet“ ein.

Mit dem London Philharmonic Orchestra hat Vladimir Jurowski eine große Anzahl von Live-Aufnahmen auf dem LPO Live Label veröffentlicht, darunter alle Brahms-Sinfonien und Mahlers Sinfonien Nr. 1 und 2, Rachmaninows „Sinfonische Tänze“ sowie Tschaikowskys Sinfonien Nr. 1, 4, 5 und 6. Außerdem nahm Jurowski für PENTATONE Schnittkes Sinfonie Nr. 3 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie eine Reihe von russischen Werken mit dem Russian National Orchestra auf. Seine Amtszeit als Musikdirektor in Glyndebourne wurde ebenfalls durch CD- und DVD-Aufnahmen dokumentiert, zu denen u.a. preisgekrönte Aufnahmen von „Tristan und Isolde“ und „Ariadne auf Naxos“ gehören.

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