KONZERTKALENDER

20. September 2017

Mittwoch / 20.00 Uhr

Philharmonie Berlin

Vladimir Jurowski

Maria Bengtsson / Sopran

Sarah Connolly / Alt

Rundfunkchor Berlin

Philipp Ahmann / Choreinstudierung

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Arnold Schönberg

"De profundis" (Psalm 130) op. 50b
für sechsstimmigen Chor a cappella

Gustav Mahler

Sinfonie Nr. 2 c-Moll
für Soli, Chor und Orchester nach Texten aus "Des Knaben Wunderhorn"

18.45 Uhr, Südfoyer
Einführung von Steffen Georgi

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Partner in der roc berlin

Konzert mit

Sendetermin:

21. September 2017

20.03 Uhr

Aus der Tiefe zu den Sternen

Mahler als Brücke von Beethoven in die Moderne. Und als Komponist von menschheitsrelevanten Weltanschauungsdramen. Die Sinfonie Nr. 2 feiert mit erhabenen, mit erschöpfenden Klängen nichts Geringeres als die Auferstehung des Menschen, der bei Schönberg wenige Jahre später „Luft von anderem Planeten“ (Stefan George) atmen wird. Selten hatte eine Sinfonie seit Beethoven den hohen Anspruch eingelöst, den die Gattung stellte. Mit der Uraufführung seiner Zweiten am 13. Dezember 1895 betrat Gustav Mahler den Olymp der Musik, obwohl oder gerade weil ihm die Kritik diesen Platz nur zögernd zuerkennen wollte.
„Aus der Tiefe rufe ich zu Dir“, der Psalm 130 zieht eine lange, eindrucksvolle Spur durch die Musikgeschichte von Josquin Desprez über Bach, Gluck, Mendelssohn, Liszt bis hin zu Schönberg, Penderecki, Pärt und Gubaidulina. Im Konzert bildet Schönbergs Vertonung zugleich die Wurzel und den Samen von Mahlers Auferstehungssinfonie.

Biografien

Vladimir Jurowski / Dirigent

Seit September 2017 ist Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein …

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Seit September 2017 ist Vladimir Jurowski Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Er gilt als einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit, der weltweit für sein präzises musikalisches Können und sein experimentierfreudiges künstlerisches Engagement gefeiert wird. Geboren in Moskau, begann er am dortigen Konservatorium seine musikalische Ausbildung. 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er sein Studium an den Musikhochschulen in Berlin und Dresden abschloss. 1995 debütierte er auf internationaler Ebene beim Wexford Festival mit Rimsky-Korsakows „Mainacht“ und im selben Jahr am Royal Opera House Covent Garden mit „Nabucco“.

2003 wurde Vladimir Jurowski zum Ersten Gastdirigenten des London Philharmonic Orchestra ernannt und ist seit September 2007 dessen Chefdirigent. Darüber hinaus ist er einer von vier Principal Artists des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Akademischen Staatsorchesters der Russischen Föderation „Jewgeni Swetlanow“, mit dem er in Moskau ein erfolgreiches Profil mit einem besonderen Fokus auf zeitgenössischem Repertoire entwickelt hat. Im März 2018 wurde er zum Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München ab der Spielzeit 2021/2022 ernannt. In der Vergangenheit war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin (1997-2000), Erster Gastdirigent des Teatro Comunale di Bologna (2000-2003), Erster Gastdirigent des Russischen Nationalorchesters (2005-2009) und Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera (2001-2013).

Vladimir Jurowski arbeitet jährlich mit dem Chamber Orchestra of Europe zusammen und tritt regelmäßig mit dem London Philharmonic Orchestra bei internationalen Festivals wie den BBC Proms und dem George Enescu Festival in Bukarest auf. Eine stete Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas, wie z.B. dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Dresdner Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Boston, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra sowie dem New York Philharmonic. Auch die Berliner und die Wiener Philharmoniker sowie das Tonhalle-Orchester Zürich hat er dirigiert.

Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/2016 und darüber hinaus gehören seine Rückkehr zu den Orchestern in New York, Boston, Cleveland, Philadelphia und Amsterdam, sein Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen an der Spitze der Dresdner Staatskapelle sowie Auftritte mit den Wiener Symphonikern. Beim London Philharmonic Orchestra wird er u.a. „Das Rheingold“ sowie die Weltpremiere von Alexander Raskatovs „Green Mass“ leiten.

Als engagierter Operndirigent debütierte Jurowski 1999 mit „Rigoletto“ an der Metropolitan Opera New York und war seitdem u.a. mit „Jenůfa“, „Hänsel und Gretel“ und „Die Frau ohne Schatten“ erneut dort zu Gast. Er dirigierte an der Welsh National Opera, der Opera National de Paris, der Mailänder Scala, am Bolshoi-Theater sowie an der Dresdner Semperoper. Beim Opernfestival in Glyndebourne leitete er Werke wie „Die Zauberflöte“, „La Cenerentola“, „Otello“, „Tristan und Isolde“, „Ariadne auf Naxos“ und Peter Eötvös’ „Love and Other Demons“. 2015 kehrte er an die Komische Oper Berlin für eine weltweit gefeierte Neuproduktion von „Moses und Aron“ zurück. Zukünftige Engagements schließen sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Prokofjews „Der feurige Engel“, sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit „Wozzeck“ und seine Rückkehr nach Glyndebourne als Gastdirigent für die Weltpremiere von Brett Deans „Hamlet“ ein.

Mit dem London Philharmonic Orchestra hat Vladimir Jurowski eine große Anzahl von Live-Aufnahmen auf dem LPO Live Label veröffentlicht, darunter alle Brahms-Sinfonien und Mahlers Sinfonien Nr. 1 und 2, Rachmaninows „Sinfonische Tänze“ sowie Tschaikowskys Sinfonien Nr. 1, 4, 5 und 6. Außerdem nahm Jurowski für PENTATONE Schnittkes Sinfonie Nr. 3 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie eine Reihe von russischen Werken mit dem Russian National Orchestra auf. Seine Amtszeit als Musikdirektor in Glyndebourne wurde ebenfalls durch CD- und DVD-Aufnahmen dokumentiert, zu denen u.a. preisgekrönte Aufnahmen von „Tristan und Isolde“ und „Ariadne auf Naxos“ gehören.

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Maria Bengtsson / Sopran

Maria Bengtsson studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg. Von 2000 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Volksoper in Wien ...

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Maria Bengtsson studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg. Von 2000 bis 2002 war sie Ensemblemitglied der Volksoper in Wien, von 2002 bis 2007 Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin, wo sie unter Kirill Petrenko in vielen seiner wichtigsten Produktionen in den Hauptpartien zu hören war. Seit 2007 ist die Künstlerin freischaffend tätig.
Seit dieser Zeit trat Maria Bengtsson an der Oper Frankfurt, am Royal Opera House Covent Garden, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, an der Bayerischen Staatsoper, an der Opéra National de Bordeaux, an der Oper Köln, an der Opéra National de Lyon, am Teatro la Fenice, an der Oper in Antwerpen, am Theater an der Wien, an der Mailänder Scala, am Moskauer Bolshoi, an der Wiener Staatsoper und bei den Festspielen in Salzburg und in Aix en Provence auf.
Ihre wichtigsten Rollen sind u. a. Donna Anna und Donna Elvira (Don Giovanni), Fiordiligi (Cosi fan tutte), Gräfin (Le Nozze di Figaro), Pamina (Zauberflöte), Ilia und Elettra (Idomeneo), Daphne von Richard Strauss (Titelrolle), Cunegonde in Candide (Bernstein), die Titelrolle von Monteverdis L’Incoronazione di Poppea und Feldmarschallin (Rosenkavalier).
  An der Oper Frankfurt ist sie als Lady Harriet Durham in Martha und in der Titelrolle von Arabella zu sehen. Sie kehrt an das Theater an der Wien in der Neuproduktion von Peer Gynt als Solveig zurück. An der Semperoper Dresden ist sie als Donna Anna in Don Giovanni zu erleben, letztere verkörperte sie zu Beginn der letzten Saison auch in Paris. Anlässlich der Eröffnung der Elbphilharmonie interpretiert die Künstlerin Mendelssohns Lobgesang unter Thomas Hengelbrock.
Als Konzertsängerin und Liedinterpretin war die schwedische Sängerin u. a. beim Carinthinischen Sommer, bei den Berliner Festspielen, im Konzerthaus Wien, im Musikverein Wien, und beim Gewandhausorchester Leipzig, beim Klangbogen Festival Wien, bei der Gulbenkian Foundation in Lissabon, Teatro Nacional Sao Carlo in Lissabon und an der Alten Oper in Frankfurt zu hören. Außerdem konzertierte Maria Bengtsson zuletzt im Konzerthaus Berlin, mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Kirill Petrenko in Tel Aviv sowie mit den Hamburger Philharmonikern unter Bertrand de Billy.

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Sarah Connolly / Sopran

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Rundfunkchor Berlin / Chor

Mit rund 60 Konzerten jährlich und internationalen Gastspielen, darunter 2016 eine gefeierte Residenz beim White Light Festival des Lincoln Center in New York sowie die erste Südamerikatournee, zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Aufnahmen. Sein breit gefächertes Repertoire, ein flexibles, reich nuanciertes Klangbild, makellose Präzision und packende Ansprache machen den Profichor zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten, ...

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Mit rund 60 Konzerten jährlich und internationalen Gastspielen, darunter 2016 eine gefeierte Residenz beim White Light Festival des Lincoln Center in New York sowie die erste Südamerikatournee, zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Aufnahmen. Sein breit gefächertes Repertoire, ein flexibles, reich nuanciertes Klangbild, makellose Präzision und packende Ansprache machen den Profichor zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten, darunter Sir Simon Rattle, Christian Thielemann oder Yannick Nézet-Séguin. In Berlin
besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und ihren Chefdirigenten.

Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. Für sein jüngstes Projekt »LUTHER dancing with the gods« arbeitet der Chor erstmals mit Regisseur Robert Wilson zusammen und reflektiert in einer einzigartigen Konzertperformance mit Musik von Bach, Nystedt und Reich Luthers Wirkung auf die Künste und in den Künsten. Die gefeierte szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als »human requiem« durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests reist nach Gastspielen u.a. in New York, Hongkong, Paris, Brüssel und Athen im Frühjahr 2018 erstmals nach Australasien.

Mit seinen Community-Projekten für unterschiedliche Zielgruppen – das große Mitsingkonzertin der Berliner Philharmonie, dasFest der Chorkulturenfür Chöre aus aller Welt und die Liederbörse für Berliner Schülerinnen und Schüler– möchte der Rundfunkchor Berlin möglichst viele Menschen zum Singen bringen. Seine breit angelegte Bildungsinitiative SING! zielt auf die nachhaltige Vernetzung verschiedener
Partner, um das Singen als selbstverständlichen Teil des Berliner Grundschulalltags zu fördern. Mit der Akademie und Schola sowie der Internationalen Meisterklasse Berlin setzt sich das Ensemble für den professionellen Sänger- und Dirigentennachwuchs ein.

1925 gegründet, feierte der Rundfunkchor Berlin 2015 sein 90-jähriges Bestehen. Der Chor wurde von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe, Robin Gritton und Simon Halsey geprägt. Seit der Saison 2015/16 steht der Niederländer Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Ensembles. Simon Halsey bleibt dem Chor als Ehrendirigent und Gastdirigent verbunden.

Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlinin der Trägerschaft von Deutschlandradio, der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Berlin und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.

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