KONZERTKALENDER

09. November 2017

Donnerstag / 20.00 Uhr

Philharmonie Berlin / Abo-Konzert

Michael Francis

Hwayoon Lee / Viola

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 104 D-Dur Hob I:104

Benjamin Britten

"Lachrymae" für Viola und Streichorchester

Charles Ives

"The Unanswered Question"

Ralph Vaughan Williams

Sinfonie Nr. 6 e-Moll

keine Konzerteinführung

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Live-Übertragung:

09. November 2017

20.03 Uhr

Tränen, wofür?

Michael Francis, geboren 1976 in Großbritannien, stellt vor: die letzte Londoner Sinfonie von Joseph Haydn, eine tiefsinnige Reflektion von Benjamin Britten über das Lied „Wenn meine Klagen die Leidenschaften erregen könnten“ des Renaissancemeisters John Dowland, eine unbeantwortete, vielleicht nicht beantwortbare Frage von Charles Ives und eine Sinfonie, die betroffen macht angesichts ihrer bohrenden Fragen, mit denen sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in die Zukunft der Menschheit schaut. In Shakespeares „Sturm“ heißt es im 4. Akt, 4. Szene: „… so sollen die mit Wolken bekränzten Türme, die stattlichen Paläste, die feierlichen Tempel, und diese große Erdkugel selbst, und alles was sie in sich fasst, zerschmelzen, und gleich diesem verschwundenen unwesentlichen Schauspiel nicht die mindeste Spur zurücklassen. Wir sind ein solches Gespinst, woraus Träume gemacht werden, und unser kleines Leben endet in einem Schlaf.“ Nur diesen einen Hinweis gibt Ralph Vaughan Williams und überlässt uns dem meditativen Epilog der großen Sinfonie.

Biografien

Michael Francis / Dirigent

“Ein fabelhafter Dirigent, der mit stilsicherem Geschmack und wasserdichtem Handwerk zeigt, welches Potenzial im MDR-Orchester steckt.” (Leipziger Volkszeitung) Der britische Dirigent Michael Francis hat sich innerhalb weniger Jahre einen hervorragenden Ruf erarbeitet und sich nachdrücklich im internationalen Konzertgeschehen etabliert. Geschätzt für seine vielfältigen Programme und sein breites Repertoire, wobei seine besondere Liebe den Komponisten seines Heimatlandes gilt, leitet er Konzerte in Nordamerika, Europa und Asien ...

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“Ein fabelhafter Dirigent, der mit stilsicherem Geschmack und wasserdichtem Handwerk zeigt, welches Potenzial im MDR-Orchester steckt.” (Leipziger Volkszeitung)
Der britische Dirigent Michael Francis hat sich innerhalb weniger Jahre einen hervorragenden Ruf erarbeitet und sich nachdrücklich im internationalen Konzertgeschehen etabliert. Geschätzt für seine vielfältigen Programme und sein breites Repertoire, wobei seine besondere Liebe den Komponisten seines Heimatlandes gilt, leitet er Konzerte in Nordamerika, Europa und Asien.
Michael Francis ist in dritter Spielzeit Music Director des Florida Orchestra. Seit Sommer 2015 verantwortet er als musikalischer und künstlerischer Leiter das Mainly Mozart Festival in San Diego. Von 2012 bis 2016 war er Chefdirigent und Artistic Advisor des Norrköping Symphony Orchestra.
In Europa hat Michael Francis mit Orchestern wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, den Philharmonikern in Essen und Dresden, MDR Sinfonieorchester Leipzig, BBC Philharmonic, Royal Philharmonic Orchestra, RTÉ National Symphony Dublin, Orchestre Philharmonique de Radio France, Trondheim Symphony, dem Sinfonieorchester des Mariinski-Theaters, Netherlands Philharmonic, Helsinki Philharmonic Orchestra und Orquesta y Coro de RTVE Madrid zusammengearbeitet. Auch das London Symphony Orchestra leitete er mehrfach.
Hier, damals noch Kontrabassist des Orchesters, stellte er zuerst seine Leidenschaft fürs Dirigieren unter Beweis. So machte er auf sich aufmerksam, als er 2007 für Valery Gergiev einsprang. Gefördert hat ihn neben Gergiev auch Sir Colin Davis. In Asien dirigierte er das Japan Philharmonic sowie NHK Symphony Orchestra, Hong Kong Philharmonic, National Taiwan Symphony und Seoul Philharmonic Orchestra. In Nordamerika wusste er am Pult des New York Philharmonic, des The Cleveland Orchestras sowie des Pittsburgh, Houston und San Francisco Symphony und dem Orchestre symphonique de Montréal, Toronto und Vancouver Symphony Orchestras zu überzeugen.
Er hat mit Solisten wie Lang Lang, Arcadi Volodos, Emanuel Ax, Itzhak Perlman, Christian Tetzlaff, Anne-Sophie Mutter, Nicola Benedetti, Håkan Hardenberger, Truls Mørk, Miloš, Ian Bostridge, Sting und Rufus Wainwright zusammengearbeitet.
Zu Beginn der aktuellen Spielzeit dirigierte Michael Francis im Rahmen des 66. ARDMusikwettbewerbs erstmals das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben weiteren Debüts beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und beim Philharmonia Orchestra London, stehen in 2017/2018 unter anderem Konzerte in Indianapolis, Minnesota und Wiedereinladungen zum Orchester der Komischen Oper Berlin und Seoul Philharmonic Orchestra an.
Eine Einspielung der Klavierkonzerte von Rachmaninow mit Valentina Lisitsa als Solistin und dem London Symphony Orchestra wurde bei Decca veröffentlicht. Mit Anne-Sophie Mutter und dem New York Philharmonic hat er Rihms „Lichtes Spiel“ aufgenommen (DG). Weitere Aufnahmen mit dem London Symphony Orchestra beinhalten Werke wie Rachmaninow/Warenberg Klavierkonzert Nr. 5 und Schostakowitsch Klavierkonzert Nr. 2 mit Julius-Jeongwon Kim (Sony) sowie die Klavierkonzerte von Ravel und Gershwin mit Ian Parker (Atma).

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Hwayoon Lee / Viola

Die Bratschistin Hwayoon Lee, Absolventin der renommierten Kronberg Academy im Programm „Junge Solisten“, hat sich bereits einen beachtlichen Namen als Solistin und Kammermusikerin gemacht. Im Jahr 2010 erlangte Hwayoon durch ihren Sieg beim österreichischen Johannes-Brahms-Wettbewerb internationale Aufmerksamkeit. Zur Sensation wurde ihre Teilnahme als jüngste Kandidatin beim 7. International Yuri Bashmet Viola Competition in Moskau, ...

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Die Bratschistin Hwayoon Lee, Absolventin der renommierten Kronberg Academy im Programm „Junge Solisten“, hat sich bereits einen beachtlichen Namen als Solistin und Kammermusikerin gemacht. Im Jahr 2010 erlangte Hwayoon durch ihren Sieg beim österreichischen Johannes-Brahms-Wettbewerb internationale Aufmerksamkeit. Zur Sensation wurde ihre Teilnahme als jüngste Kandidatin beim 7. International Yuri Bashmet Viola Competition in Moskau, wo Hwayoon Lee als erste Musikerin in der Geschichte des Wettbewerbs mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde. Zudem ist sie Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung.

Die Bratschistin war in vielen großen Konzerthallen und bei namhaften Festivals zu Gast und konnte mit renommierten Musikern wie Yuri Bashmet, Gidon Kremer, Anne-Sophie Mutter, Krzysztof Penderecki und András Schiff zusammenarbeiten.

Hwayoon Lee wurde 1996 im südkoreanischen Seoul geboren. Im Alter von drei Jahren entdeckte sie für sich Pansori, die traditionelle koreanischen Musik für Stimme und Trommel. Mit neun Jahren begann sie Bratsche zu lernen und nahm im Zuge Ihrer Ausbildung an Meisterkursen bei Yuri Bashmet und Wilfried Strehle teil. Seit 2014 studiert sie in Kronberg bei Nobuko Imai, ab Herbst 2017 im Aufbaustudium.

Zu den jüngsten Höhepunkten zählen für Hwayoon Lee Konzerte mit dem Baltic Philharmonic Orchestra (Krzysztof Penderecki), Bamberger Symphonikern (Manfred Honeck), hr-Sinfonie-orchester (Gregory Vajda), Moscow Soloists (Yuri Bashmet), Münchner Symphonikern (Ken-David Masur) und dem Symphony Orchestra of New Russia (Yuri Bashmet).

Als Solistin und als Kammermusikerin ist sie zuletzt zudem bei den Festivals in Edinburgh, Grafenegg, Marlboro, Mecklenburg-Vorpommern, Moritzburg, Rheingau, Schleswig-Holstein und Wolfegg aufgetreten.

In der Saison 17/18 wird Hwayoon Lee mit Brittens „Lachrymae“ ihr Debüt beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Michael Francis geben. Darüber hinaus spielt sie Konzerte in Frankfurt, Paris, bei den Weilburger Schlosskonzerten und tourt durch Südkorea.

Am 3. November 2017 erscheint ihre Debüt-CD bei der Deutschen Grammophon, eine Aufnahme von Schuberts „Forellenquintett“ mit Anne-Sophie Mutter und Daniil Trifonov.

Die Anne-Sophie Mutter Stiftung unterstützt Hwayoon Lee seit Juli 2011 - seit 2013 ist sie außerdem regelmäßig mit dem Ensemble Mutter’s Virtuosi auf Tournee und war 2014 gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter in Mozarts Sinfonia Concertante mit den Bamberger Symphonikern unter Manfred Honeck zu erleben. Hwayoon Lee wird darüber hinaus durch das Koreanische Ministerium für Kultur im Rahmen des AYAF Projektes gefördert.

Die Bratschistin widmet sich mit großer Hingabe Konzerten für junge Hörer und dem Erzählen von musikalischen Geschichten – so tritt sie regelmäßig in Kindergärten, Kinderkranken-häusern und in Einrichtungen für Waisenkinder auf.

Hwayoon Lee spielt eine Viola von Gasparo da Saló aus dem Jahr 1590, die ihr von der Samsung Foundation of Culture of Korea und der Stradivari Society® zur Verfügung gestellt wird.

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