KONZERTKALENDER

09. Dezember 2017

Samstag / 20.00 Uhr

Konzerthaus Berlin / Abo-Konzert

Osmo Vänskä

Alina Pogostkina / Violine

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Jean Sibelius

"En saga" - Sinfonische Dichtung op. 9

Carl Nielsen

Konzert für Violine und Orchester op. 33

Jean Sibelius

Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52

18.45 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal
Einführung von Steffen Georgi

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Sendetermin:

10. Dezember 2017

20.03 Uhr

Ein Faible für den Norden

Der Name Jean Sibelius zieht sich wie ein roter Faden durch die Programme des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin seit 2015. Osmo Vänskä, zum ersten Mal am Pult des Orchesters zu Gast, ist einer der Protagonisten für die Musik seines großen Landsmannes Sibelius. Für sein spätes RSB-Debüt hat der 64-jährige derzeitige Chefdirigent des Minnesota Orchestra die Sinfonie Nr. 3 ausgewählt. Die erklang zuletzt 1985 in einem RSB-Konzert. Klassizistische Klarheit geht in der Sinfonie einher mit nächtlicher Walzersehnsucht im Nocturne und einer „Kristallisation des Chaos“ (Sibelius) im Finale. Die frühe sinfonische Dichtung „Eine Sage“ führt in die Gefühlswelt von Sibelius ein, während Nielsens halsbrecherisch schweres Violinkonzert mit der hervorragenden, erstmals beim RSB auftretenden russischen Geigerin Alina Pogostkina erklingt. Sie ist eine von mehreren jungen Künstlerinnen, die gegenwärtig diese unvergleichlich schöne, aber vergleichsweise unverbrauchte Musik für sich und das Publikum entdecken.

Biografien

Osmo Vänskä / Dirigent

Osmo Vänskä absolvierte sein Dirigierstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki und gewann 1982 den Ersten Preis der International Young Conductor’s Competition in Besançon in Frankreich. Nach Stationen beim Lahti Symphony Orchestra, dem er heute als Ehrendirigent verbunden ist, ...

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Osmo Vänskä absolvierte sein Dirigierstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki und gewann 1982 den Ersten Preis der International Young Conductor’s Competition in Besançon in Frankreich. Nach Stationen beim Lahti Symphony Orchestra, dem er heute als Ehrendirigent verbunden ist, und beim BBC Scottish Symphony Orchestra wurde er 2003 Chefdirigent des Minnesota Orchestra.

Darüber hinaus gastiert Osmo Vänskä regelmäßig bei renommierten Klangkörpern wie den Symphonieorchestern von Boston, Chicago und San Francisco, dem New York Philharmonic, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und den Berliner Philharmonikern.

Mit dem Minnesota Orchestra nahm er alle Beethoven-Symphonien für BIS auf, die Einspielung der Neunten Symphonie wurde für einen Grammy Award nominiert. Mit dem Pianisten Stephen Hough spielte er zudem die drei Klavierkonzerte Tschaikowskys für Hyperion ein. 2014 wurden die ebenfalls mit dem Minnesota Orchestra entstandenen Aufnahmen von Sibelius‘ Erster und Vierter Symphonie mit einem Grammy ausgezeichnet.

Osmo Vänskä erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein musikalisches Schaffen, u.a. Ehrendoktortitel der Universitäten von Glasgow und Minnesota, den Royal Philharmonic Society Award sowie den Ditson Conductor’s Award der Columbia University.

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Alina Pogostkina / Violine

Bekannt für ihre „herzergreifenden Auftritte“ (Hamburger Abendblatt), gastiert Alina Pogostkina – Gewinnerin des Internationalen Sibelius Wettbewerbs 2005 in Helsinki – bei den großen Orchestern weltweit und arbeitet mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Gustavo Dudamel, David Zinman, Jonathan Nott, Paavo Järvi, Michael Sanderling, David Afkham, Robin Ticciati Thomas Hengelbrock und John Storgård ...

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Bekannt für ihre „herzergreifenden Auftritte“ (Hamburger Abendblatt), gastiert Alina Pogostkina – Gewinnerin des Internationalen Sibelius Wettbewerbs 2005 in Helsinki – bei den großen Orchestern weltweit und arbeitet mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Gustavo Dudamel, David Zinman, Jonathan Nott, Paavo Järvi, Michael Sanderling, David Afkham, Robin Ticciati Thomas Hengelbrock und John Storgårds.

Höhepunkte dieser Saison sind Debüts mit dem Orchestra dell‘Accademia Nazionale di Santa Cecilia und Mikko Franck, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit Osmo Vänskä und dem Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Marin Alsop. Alina Pogostkina eröffnet die Konzertsaison des BBC Symphony Orchestras in Londons Barbican Centre mit Bergs Violinkonzert unter der Leitung von Sakari Oramo. Wiedereinladungen führen sie außerdem zum RTÉ National Symphony Orchestra mit Clemens Schuldt und dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra mit Karl-Heinz Steffens.

Höhepunkte der vergangenen Jahre waren Engagements mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra, Philhamonia Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, NHK und Yomiuri Nippon Symphony Orchestras sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester, Mahler Chamber Orchestra und dem hr-Sinfonieorchester. Sie feierte große Erfolge mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, Orchestre National de France und den St. Petersburger Philharmonikern.

Alina Pogostkina ist gern gesehener Gast bei Musikfestivals wie den Festivals in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bergen, den Salzburger Festspielen sowie dem Edinburgh International Festival, Grafenegg Festival, Istanbul Music Festival, Rheingau Musik Festival und dem Festival de Pâques in Aix-en-Provence.

Durch das Studium der Barockgeige bei Reinhard Goebel am Mozarteum Salzburg zeigt Alina Pogostkina eine beeindruckende Vielseitigkeit in barockem und klassischem Repertoire – sie spielt regelmäßig und mit großer Leidenschaft auf Darmsaiten – bis hin zu den Meisterwerken der Moderne. Eine Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel schließt Konzerte mit Tapiola Sinfonietta, dem Helsinki Baroque Orchestra sowie dem WDR Sinfonieorchester Köln mit ein.

Als Kammermusikerin tritt Alina Pogostkina mit namhaften Partnern auf. Zu ihnen gehören Steven Isserlis, Yuri Bashmet, Gidon Kremer, Menahem Pressler, Christoph Eschenbach, Pekka Kuusisto, Maxim Rysanov, Jörg Widmann und Joshua Bell. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren Alina Pogostkinas künstlerische Karriere. Hier zeigt sich auch ihre Leidenschaft für zeitgenössische Musik. So spielte sie zuletzt im Frühjahr 2012 das Gesamtwerk für Violine von Pēteris Vasks ein und erhielt dafür herausragende Kritiken.

Alina Pogostkina wurde in St. Petersburg geboren, wuchs in Deutschland auf und erhielt die
ersten Jahre Geigenunterricht bei ihrem Vater Alexander Pogostkin. Später studierte sie bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie spielt auf der „Sasserno“ von Antonio Stradivari von 1717, die ihr von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.

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