KONZERTKALENDER

03. November 2017

Freitag / 20.00 Uhr

Konzerthaus Berlin / Abo-Konzert

Krzysztof Urbański

Johannes Moser / Violoncello

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Witold Lutosławski

Konzert für Violoncello und Orchester

Dmitri Schostakowitsch

Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

18.45 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal
Einführung von Steffen Georgi

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Sendetermin:

05. November 2017

20.03 Uhr

Ruhm den Slawen

Witold Lutosławski war einer der besten Komponisten des 20. Jahrhunderts, und sein Cellokonzert tummelt sich unter seinesgleichen in der dünnen Luft der Gipfelregion. Dennoch wird es seit der denkwürdigen Uraufführung durch Mstislaw Rostropowitsch am 14. Oktober 1970 in London nur selten gespielt. Rostropowitsch mahnte während der Probe mit Blick auf das Orchester und den anwesenden Komponisten: „Ich gehe unter.“ Lutosławski schmunzelte zurück: „Am Schluss wirst du gewinnen.“ Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 10 hat diese Hürde bereits genommen. Die ähnlich wie Beethovens „Eroica“ dimensionierte Sinfonie gehört wegen ihrer tatsächlichen und vermeintlichen autobiographischen Botschaften zu denjenigen Werken von Schostakowitsch, über die ein authentischer Zugang zu seiner künstlerischen Identität gut möglich ist. Andere Kompositionen haben es da bis heute ungleich schwerer, einerseits wegen des Grades ihrer Verschlüsselung, andererseits wegen unverminderter Vorurteile und oberflächlicher Bewertungen.

Biografien

Krzysztof Urbański / Dirigent

Im September 2017 trat Krzysztof Urbański bereits die siebte Saison seiner gefeierten Amtszeit als Musikdirektor des Indianapolis Symphony Orchestra an. Seine letzte Spielzeit als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Trondheim Symfoniorkester beschloss er ...

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Im September 2017 trat Krzysztof Urbański bereits die siebte Saison seiner gefeierten Amtszeit als Musikdirektor des Indianapolis Symphony Orchestra an. Seine letzte Spielzeit als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Trondheim Symfoniorkester beschloss er mit einer Aufführung von Mahlers Erster. Mit diesem Orchester unternahm er in den vergangenen Jahren u. a. zwei Tourneen mit Konzerten in Deutschland, Österreich und Polen und machte mit einer Bühnenproduktion von Bizets "Carmen" seinen ersten Ausflug ins Opernrepertoire.

Weitere Höhepunkte der jüngeren Vergangenheit waren die Auszeichnung mit dem renommierten Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2015, der Urbański als erstem Dirigenten überhaupt zuteil wurde, sowie seine Debüts bei den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem London Symphony, Cleveland, New York Philharmonic, Chicago und San Francisco Symphony Orchestra. 2015/16 trat Krzysztof Urbański die Nachfolge von Alan Gilbert als Erster Gastdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters an.

Höhepunkte der Saison 2017/2018 sind die Debüts beim Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Orchestre de Paris.

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Johannes Moser / Violoncello

1979 in München geboren, begann Johannes Moser im Alter von acht Jahren mit dem Cellospiel und studierte bei David Geringas. 2002 gewann er den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und erhielt zusätzlich den Sonderpreis für seine Interpretation der Rokoko-Variationen. Er wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet und ...

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1979 in München geboren, begann Johannes Moser im Alter von acht Jahren mit dem Cellospiel und studierte bei David Geringas. 2002 gewann er den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und erhielt zusätzlich den Sonderpreis für seine Interpretation der Rokoko-Variationen. Er wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet und gehört nicht zuletzt seit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern im September 2011 unter Zubin Mehta zur Weltspitze seines Fachs.

Gastauftritte unter Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Mariss Jansons, Lorin Maazel, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin und Christian Thielemann führten den Cellisten zu den großen US-amerikanischen Symphonieorchester in Chicago, New York, Philadelphia, Boston und Los Angeles wie auch zum Gewandhausorchester Leipzig, zum Royal Concertgebouw und London Symphony Orchestra. Beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin war Johannes Moser zuletzt 2012 mit Dmitri Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur zu Gast.

Als Kammermusiker gastiert Johannes Moser bei namhaften Festivals und zählt u. a. Joshua Bell, Emanuel Ax, Leonidas Kavakos, Menahem Pressler, James Ehnes, Midori, Ewa Kupiec und Jonathan Biss zu seinen Partnern.

Einen leidenschaftlichen Schwerpunkt setzt Johannes Moser auf die Neue Musik. So bestritt er sein US-Debüt 2005 mit Pierre Boulez und dem Chicago Symphony Orchestra mit dem Cellokonzert von Bernard Rands. Neue Wege erforscht er mit dem elektrischen Cello, das er schon mehrfach für Uraufführungen nutzte. Der Kontakt zum jungen Publikum liegt Johannes Moser besonders am Herzen. Deshalb verbindet er mit fast jedem Konzertengagement einen Schulbesuch oder einen Meisterkurs und sucht nach Möglichkeiten der Musikvermittlung jenseits der klassischen Präsentationsformen.

Für seine CD-Aufnahmen erhielt Johannes Moser zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal den ECHO Klassik und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Unlängst hat er die Cellokonzerte von Antonín Dvořák und Édouard Lalo mit der Prague Philharmonia unter Jakub Hrůša aufgenommen.

Johannes Moser spielt auf einem Cello von Andrea Guarneri von 1694 aus einer privaten Sammlung.

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25. März 2018

Sonntag / 16.00 Uhr

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