KONZERTKALENDER

27. August 2017

Sonntag / 15.00 Uhr

Kloster Chorin / Gastkonzert

Alain Altinoglu

Nora Gubisch / Mezzosopran

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie D-Dur KV 297 ("Pariser")

Gustav Mahler

Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert
für Singstimme und Orchester

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 ("Reformationssinfonie")

Gotik und Gott

Auch in einer der bedeutendsten einstigen Zisterzienseranlagen Norddeutschlands, im Kloster Chorin, finden seit mehr als 50 Jahren regelmäßig Konzerte statt. Der Choriner Musiksommer 2017, dessen Abschlusskonzert traditionell das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bestreitet, lockt im Sommer Tausende Besucher in das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Nicht anders als in Eberbach hat das Kloster nach der Säkularisierung im 16. Jahrhundert andere Nutzungen erfahren. Eine der vornehmsten ist die Begegnung der ehrwürdigen Backsteingotik mit edler Musik. Felix Mendelssohn Bartholdys „Reformationssinfonie“ übererfüllt diese Bedingung, aber sie bietet auch einen subtilen Diskussionsstoff zum 500. Jubiläum der Reformation. Mendelssohn, das RSB und Alain Altinoglu warten zwar nicht mit 95 religionsphilosophischen Thesen auf, dafür aber mit einer Reihe von musikalischen Themen und Thesen, die am Ende in Mendelssohns Sinfonie im Luther-Choral „Ein’ feste Burg ist unser Gott“ kulminieren.

Biografien

Alain Altinoglu / Dirigent

In seiner Position als Directeur Musical des Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel wird Alain Altinoglu den Anfang seiner ersten zusammenhängenden Saison mit einem Brahms-Zyklus zelebrieren. Als Gast dirigiert Altinoglu regelmäßig renommierte Orchester wie das Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Orchestre National de France, Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio France ...

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In seiner Position als Directeur Musical des Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel wird Alain Altinoglu den Anfang seiner ersten zusammenhängenden Saison mit einem Brahms-Zyklus zelebrieren.
Als Gast dirigiert Altinoglu regelmäßig renommierte Orchester wie das Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Orchestre National de France, Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio France, City of Birmingham Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra London, Danish National Symphony Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Staatskapelle Dresden, Staatskapelle Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, Radio-Symphonieorchester Wien sowie das Tonhalle Orchester Zürich.
Höhepunkte dieser Saison sind Altinoglus Debüt bei den Salzburger Festspielen, wo er Sven-Eric Bechtholfs „Don Giovanni“ mit den Wiener Philharmonikern dirigiert. Des Weiteren gibt er Debüts mit dem London Symphony, Boston Symphony und dem Cleveland Orchestra. Altinoglu geht auf Tournee mit den Göteborger Symphonikern, Klaus Florian Vogt sowie Baiba Skride und dirigiert Neuproduktionen am Gran Teatre del Liceu („Werther“) sowie Laurent Pellys „Le Coq d’Or“ und Stathis Livathinos’ „Aida“ in Brüssel.
Alain Altinoglu ist an allen großen Opernhäusern weltweit zu Gast. Neben Häusern wie der Metropolitan Opera New York, Royal Opera House Covent Garden, Teatro Colon Buenos Aires, Staatsoper Wien, Opernhaus Zürich, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper unter den Linden, Bayerische Staatsoper München und den drei Pariser Opernstandorten gastiert er regelmäßig bei den Festspielen in Bayreuth, Salzburg, Orange und Aix-en-Provence.
Alain Altinoglus besondere Liebe gilt dem Liedgesang. Er begleitet regelmäßig die Mezzosopranistin Nora Gubisch am Klavier. Die neueste Aufnahme mit Volksliedern von de Falla, Obradors, Granados, Berio und Brahms ist bei Naïve erschienen. Weitere Aufnahmen der beiden Künstler erschienen mit Liedern von Henri Duparc (Cascavelle) und Maurice Ravel (Naïve). Für Naïve entstanden außerdem Aufnahmen der dritten Sinfonie von Henryk Gorecki mit der Sinfonia Varsovia, Tangys Cellokonzerte mit dem Orchestre National de France und Dusapins „Perelà“. Für Deutsche Grammophon entstand eine Aufnahme mit Piotr Beczala und für Pentatone eine Aufnahme mit Klavierkonzerten von Liszt, Chatschaturjan und Prokofiev mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Nareh Arghamanyan. Eine Verfilmung von Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ ist auf DVD (Accord) erhältlich. Vor kurzem erschien zudem Wagners „Der fliegende Holländer“ als DVD für Deutsche Grammophon.
Alain Altinoglu wurde 1975 in Paris geboren und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris wo er gegenwärtig die Dirigierklasse unterrichtet.

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Nora Gubisch / Mezzosopran

Die Pariser Mezzosopranistin Nora Gubisch bringt ihren bezaubernden Flair und ihre überaus charmante Ausstrahlung an die größten Opern- und Konzerthäuser weltweit. Sie gastierte an Häusern wie der Opéra National de Paris, der San Fancisco Opera, den Festspielen von Salzburg, Aix-en-Provence und Montpellier, am Capitole in Toulouse, bei den BBC Proms in London, an der Mailänder Scala, an den Opernhäusern von Lyon, Rom, Neapel, Madrid, Dresden ...

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Die Pariser Mezzosopranistin Nora Gubisch bringt ihren bezaubernden Flair und ihre überaus charmante Ausstrahlung an die größten Opern- und Konzerthäuser weltweit. Sie gastierte an Häusern wie der Opéra National de Paris, der San Fancisco Opera, den Festspielen von Salzburg, Aix-en-Provence und Montpellier, am Capitole in Toulouse, bei den BBC Proms in London, an der Mailänder Scala, an den Opernhäusern von Lyon, Rom, Neapel, Madrid, Dresden, Zürich, am Théâtre du Châtelet und dem Théâtre des Champs-Elysées, an der Avery Fisher Hall in New York, beim Musikverein in Wien und im Konzerthaus Berlin.
Auf der Konzertbühne widmet Gubisch sich regelmäßig dem Oratorium, Liedzyklen mit Orchester sowie der Kammermusik. Dabei arbeitete sie mit Dirigentengrößen wie Sir Colin Davis, Georges Prêtre, Lorin Maazel, Nikolaus Harnoncourt, James Conlon, Jesus Lopez Cobos, Jean-Claude Malgoire, Michel Plasson, Christoph Eschenbach, Armin Jordan und Orchestern wie dem New York Philharmonic, Wiener Philharmoniker, Staatskapelle Dresden, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, London Symphony Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra sowie in ihrem Heimatland dem Orchestre de Paris, Orchestre National de France und Orchestre National de Lyon.
Höhepunkte der vergangenen Saison inkludierten „Die rote Laterne“ von Christian Jost am Opernhaus Zürich, „Carmen“ an der Deutschen Opera Berlin, die Rolle der Judith in „Herzog Blaubarts Burg“ bei den Wiener Festwochen sowie Lalos „La Jacquerie“ beim Festival de Montpellier. Gubisch trat in Konzerten mit dem Tonhalle Orchester Zürich sowie dem Orchestre symphonique de la Monnaie auf. In der Saison 2016/17 wird Gubisch die Rolle der Charlotte am Liceu Barcelona in Massenets „Werther“ sowie Amneris am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel in Verdis „Aida“ interpretieren. Im Konzert tritt sie unter anderen mit den Bamberger Symphonikern (Rossinis „Stabat Mater“), dem Orchestre de Chambre de Paris mit Dvořáks „Biblischen Liedern“ unter der Leitung von Ariane Matiakh, dem Orchestre Philharmonique de Radio France und Dima Slobodeniouk mit Saariahos „Adrianna Songs“, mit Mahlers 3. Symphonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und singt Ravels Orchesterlieder-Zyklus „Sheherazade“ und Beethovens 9. Symphonie mit dem Gulbenkian Orchestra in Lissabon.
Als Studentin in Paris erhielt Nora Gubisch ihre musikalische Ausbildung u. a. am Konservatorium von Saint Maur und dem Pariser Konservatorium. Es war auch die Musik die sie mit dem international gefeierten Dirigenten Alain Altinoglu zusammenbrachte. Beide treten regelmäßig im Rezital zusammen als Duo auf. Für Naïve haben beide eine von der internationalen Kritik gefeierte CD mit Liedern von Ravel sowie Volksliedern aufgenommen. Eine weitere Aufnahme mit Liedern von Duparc ist bei Cascalle erschienen. Gubischs herausragende Diskographie umfasst außerdem Tippetts „A Child of our Time“ mit der Staatskapelle Dresden unter Sir Colin Davis, Dusapins „Perelà“ mit dem Opera Orchestre National de Montpellier, Offenbachs „Rheinnixen“, Humperdincks „Königskinder“ mit Jonas Kaufmann, Kodàly Háry János Suite, Lancinos Requiem, und Escaichs „Les Nuits hallucinées“ mit dem Orchestre National de Lyon unter Jun Märkl.
In 2014 wurde Nora Gubisch der Titel „Chevaliers des Ordre des Arts et des Lettres“ in Paris verliehen.

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