KONZERTKALENDER

Der Dirigent François-Xavier Roth musste das Konzert aus gesundheitlichen Gründen absagen. Von Ravel erklingt nun „Das Morgenlied des Narren” anstelle der „Rhapsodie espagnole”.

08. April 2017

Samstag / 20.00 Uhr

Philharmonie Berlin / Abo-Konzert

Josep Pons

Javier Perianes / Klavier

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Maurice Ravel

"Alborada del gracioso" (Morgenlied des Narren) für Orchester

Manuel de Falla

"Noches en los jardines de España" (Nächte in spanischen Gärten) -
Sinfonische Impressionen für Klavier und Orchester

Igor Strawinsky

"Pétrouchka" (Fassung von 1947)

18.45 Uhr, Hermann-Wolff-Saal
Einführung von Steffen Georgi

 Stadtplan

 Programmheft (PDF)

Konzert mit

Sendetermin:

11. April 2017

20.03 Uhr

Wer zuletzt lacht

1905, 1909, 1911. Die ursprünglichen Entstehungsjahre der drei Werke von Ravel, de Falla und Strawinsky liegen eng beieinander. Die Natur- und Stimmungsschilderungen Ravels und de Fallas imaginieren südliche Sonne und spanische Sommernacht, indem sie auf schwüles Pathos verzichten. Der Rhythmus erhält eine völlig neue Qualität in der Musik, kein Zufall, dass dies auch die Zeit des Aufbruchs des modernen Tanzes ist. Dafür stehen in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts u. a. die Baletts Russes von Sergei Diaghilew. Für diese Truppe komponierte Strawinsky „Petruschka“, die Geschichte vom gerupften und gezausten ewigen Pechvogel, der am Ende schaurig schön aus der Kulisse triumphiert über das selbstgefällige Treiben der vermeintlich siegreichen Großmäuler.
Der spanische Pianist Javier Perianes ist zum ersten Mal beim RSB zu hören. Sein Kalender ist aktuell gut gefüllt mit Auftritten an der Seite der Wiener Philharmoniker, des Chicago und des Boston Symphony Orchestras. Er gastiert in Tokio, London, Paris, Amsterdam, Zürich, Washington, San Francisco, Australien und Neuseeland.

Biografien

Josep Pons / Dirigent

Als einer der führenden spanischen Dirigenten der Gegenwart pflegt Josep Pons zugleich enge Beziehungen zum Orchestre de Paris, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem BBC Symphony Orchestra (u.a. mit mehreren Auftritten bei den BBC Proms). In den letzten zwei Jahren ...

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Als einer der führenden spanischen Dirigenten der Gegenwart pflegt Josep Pons zugleich enge Beziehungen zum Orchestre de Paris, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem BBC Symphony Orchestra (u.a. mit mehreren Auftritten bei den BBC Proms). In den letzten zwei Jahren dirigierte er das Gewandhausorchester Leipzig, das City of Birmingham Orchestra und das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra. Er debütiert aktuell beim WDR Sinfonieorchester Köln, im Sommer 2017 beim Konzerthausorchester Berlin und beim Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI.

Als Musikdirektor des Gran Teatro del Liceu dirigiert er in Barcelona jede Saison eine Reihe von Produktionen, darunter jüngst „Così fan tutte“, „Benvenuto Cellini“ und „Siegfried“ (als Teil eines laufenden „Ring“-Zyklus). Außerdem nimm Josep Pons die Position des Ehrendirigenten beim Orquesta Nacional de España ein, dessen Künstlerischer Leiter er ab 2003 neun Jahre lang war, während derer er das internationale Profil des Orchesters schärfte. Von 1994 bis 2004 war er Musikdirektor des Orquesta Ciudad de Granada.

Josep Pons’ Diskografie umfasst über 50 CDs und DVDs, darunter Aufnahmen von de Falla und französisches Repertoire, die als Referenzaufnahmen gelten und zahlreiche Preise gewonnen haben. Seine Aufnahme von „Noches en los jardines de España“ mit Javier Perianes gewann einen „Choc de la Musique“, „Melancolía“ mit Patricia Petibon wurde mit dem „Gramophone Editor’s Choice“ ausgezeichnet und seine Zusammenarbeit mit Tomatito brachte ihm einen „Latin Grammy“ ein. Zukünftige Veröffentlichungen umfassen ein Projekt mit seinem regelmäßigen musikalischen Partner Matthias Goerne für Harmonia Mundi
und Mahlers Sinfonie Nr. 8 für Deutsche Grammophon.

Josep Pons begann seine musikalische Ausbildung im Knabenchor der renommierten Escolanía de Montserrat. Die große Tradition und das intensive Studium von alter und neuer Musik in diesem Zentrum prägten seine spätere musikalische Entwicklung musikalisch und intellektuell. 1999 erhielt er den Nationalen Musikpreis in Spanien für seine Verdienste um die Musik des 20. Jahrhunderts.

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Javier Perianes / Klavier

2012 gewann Javier Perianes den National Music Prize vom spanischen Kulturministerium und wurde als „ein Pianist mit perfektem und präzisiertem Geschmack, der mit der Wärme von Berührung gesegnet ist“ (The Telegraph) beschrieben. Seine blühende internationale Karriere umfasst fünf Kontinente und führt ihn zu den wertvollsten Veranstaltungsorten der Welt, wie beispielsweise der Carnegie Hall in New York, dem Barbican Royal Festival und den Wigmore Halls in London, der …

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2012 gewann Javier Perianes den National Music Prize vom spanischen Kulturministerium und wurde als „ein Pianist mit perfektem und präzisiertem Geschmack, der mit der Wärme von Berührung gesegnet ist“ (The Telegraph) beschrieben. Seine blühende internationale Karriere umfasst fünf Kontinente und führt ihn zu den wertvollsten Veranstaltungsorten der Welt, wie beispielsweise der Carnegie Hall in New York, dem Barbican Royal Festival und den Wigmore Halls in London, der Salle Pleyel und dem Théâtre des Champs-Élysées in Paris, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein in Wien, dem Concertgebouw in Amsterdam, der St. Petersburger Philharmonie, der Großen Halle des Moskauer Konservatoriums und der Suntory Hall in Tokio. Er ist außerdem auf Festivals wie Lucerne, La Roque d’Anthéron, Grafenegg, San Sebastián, Granada und Ravinia aufgetreten.

Geladen von vielen großen Dirigenten hat Perianes bereits mit geschätzten Kollegen wie Daniel Barenboim, Charles Dutoit, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Rafael Frühbeck de Burgos, Daniel Harding, Yuri Temirkanov, Juanjo Mena, Pablo Heras-Casado, Josep Pons, Andrés Orozco-Estrada, Robin Ticciati, Thomas Dausgaard und Vasily Petrenko zusammengearbeitet.

Perianes’ Saison 2015/16 beinhaltete Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, den Sinfonieorchestern von Chicago und Boston, dem Yomiuri Nippon Sinfonieorchester, dem hr-Sinfonieorchester, dem London Philharmonic Orchestra, dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, dem Tonkünstler-Orchester, dem Pariser Kammermusikorchester und dem Orchester von St. Luke’s (Carnegie Hall), sowie eine einmonatige Orchestertour in Australien und Neuseeland.

Die Konzert-Highlights der vergangenen Saison kennzeichnen sich durch einige wertvolle Debüts mit dem Orchestre de Paris, den Washington National und San Fancisco Symphony Orchestras und dem BBC Scottish Symphony. Er spielte außerdem erneut mit den St Petersburger Philharmonikern, dem BBC Philharmonic und dem Sinfonieorchester Sao Paulo.

In der Saison 2016/17 tritt Perianes mit dem Philharmonia Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonics, dem Orchestre Symphonique de Montréal, den Hamburger Symphonikern, dem Rundfunk-Sinfonieonieorchester Berlin sowie mit dem finnischen und schwedischen Radio Symphony Orchestra auf und geht auf Tournee in Nord- und Südamerika.

Regelmäßige Kammermusikpartner sind die Violinistin Tabea Zimmermann und das Quiroga Quartett, mit denen er Quintette von Granados und Turina aufgenommen hat, die im Herbst 2015 bei harmonia mundi erschienen sind.

Perianes nimmt exklusiv bei harmonia mundi auf. Im Mai 2015 veröffentlichte er eine Liveaufnahme von Griegs Klavierkonzert mit dem BBC Symphony Orchestra und Sakari Oramo sowie eine Auswahl Griegs lyrischer Werke. „Lieder ohne Worte“, eine Auswahl an Klavierwerken von Mendelssohn, die im November 2014 veröffentlicht wurde, wurde ausnahmslos gelobt. Seine früheren Veröffentlichungen für das Label beinhalten Schuberts Impromptus und Klavierstücke, Manuel Blasco de Nebras Keyboardsonaten, Mompous „Música callada“, „ … les sons et les parfums“, das sich auf Werke von Chopin und Debussy konzentriert, und „Moto perpetuo“ – eine Auswahl von Beethovens Sonaten. Perianes’ Aufnahme von Fallas „Nights in the Gardens of Spain“ und ausgesuchte Solowerke erhielten eine Nominierung für den Latin Grammy.

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