„Henry V“ – Filmkonzert mit Frank Strobel
William Walton
„Henry V“ – Film von Laurence Olivier mit Originalmusik
Frank Strobel
Dirigent
Frank Strobel - Dirigent
Frank Strobel gehört zu den international versierten Dirigenten mit einem stilistisch ungemein vielfältigen Repertoire. Er ist seit Jahren einer der wichtigsten Protagonisten im interdisziplinären Bereich von Film und Musik – durch sein Engagement hat das FilmKonzert Einzug in die führenden Opern- und Konzerthäuser gehalten.
Als Gastdirigent arbeitet Frank Strobel in Filmmusikprojekten und mit sinfonischem Repertoire mit Orchestern wie der Filarmonica della Scala, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, Göteborgs Symfoniker, HR-Sinfonieorchester Frankfurt, London Symphony Orchestra, der NDR Radiophilharmonie, dem Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Orchestre National de Lyon, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Orchestre National Capitole Toulouse, Orchestre National de Belgique, Philharmonia Orchestra, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Seattle Symphony, der Staatskapelle Dresden, dem Sydney Symphony, den Wiener Symphonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Eigene Konzertreihen verbinden ihn eng mit der Alten Oper Frankfurt und der Tonhalle Zürich. Frank Strobel war zuletzt Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters.
In der Saison 2025/26 dirigiert Frank Strobel mit einem Tribut an Ennio Morricone, aus gleichermaßen filmsinfonischen und sinfonischen Werken, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in der Berliner Philharmonie. In der Pariser Philharmonie leitet er das Orchestre de Paris
bei der französischen Erstaufführung von Bram Stokers DRACULA mit Musik von Wojciech Kilar. In dem historischen United Theater on Broadway in Los Angeles bringt er PHANTOM OF THE OPERA mit der Partitur von Roy Budd und dem LA Opera Orchestra zur Aufführung. Zum 100jährigen Jubiläum dirigiert er Richard Strauß Partitur für den DER ROSENKAVALIER Stummfilm in der Liederhalle Stuttgart. Bei dem zweiteiligen Zyklus DIE NIBELUNGEN führt er das Radio-Sinfonieorchester des ORF im Wiener Konzerthaus an In der Luxemburger Philharmonie und in Monaco dirigiert er Hitchcocks BLACKMAIL mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo. Mit dem Tonhalle Orchester Zürich bringt er BLANCANIEVES in der Tonhalle Zürich zur Aufführung. In die Alten Oper Frankfurt führt ihn ein sinfonisches Programm mit dem HR-Sinfonieorchester.
Frank Strobel ist besonders in der französischen Musikszene zu Hause. Im Juli 2024 fand die Uraufführung von Abel Gances Filmklassiker NAPOLÉON in der Seine Musicale in Paris mit dem Orchestre National de France, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie dem Choeur de Radio France unter dem Dirigat Strobels statt. Zur Erstaufführung kam eine neue Musikkompilation revidiert von Simon Cloquet-Lafollye mit einer Vielzahl von Originalkompositionen von Mozart bis Wagner. So hat er im Februar 2023 die neue Partitur von
David Hudry für BERLIN. SINFONIE EINER GROßSTADT mit dem Orchestre National de France uraufgeführt. Im März 2023 folgte die Premiere des Filmkonzerts mit dem Orchestre National de Lyon zum Spielfilm KAAMELOTT: PREMITER VOLET vom Produzenten, Schauspieler und Komponisten Alexandre Astier. Und die Premiere des Filmmusikkonzerts CHAPLIN IN CONCERT.
WITH A SMILE fand unter seiner Leitung in der Philharmonie Paris mit dem Orchestre de Paris statt. Frank Strobel ist regelmäßiger Gast in der Pariser Philharmonie, beim „Festival Lumière. Grand Lyon Film Festival“ und dirigierte im Februar 2021 bei den Victoires de la Musique. Ein weiteres großes französisches Projekt konnte 2019 bei dem Musikfest Berlin in Berlin und anschließend in Lyon realisiert werden: das gewaltige siebenstündige Stummfilmepos LA ROUE von Abel Gance mit der Original-Kompilation von 117 Werken französischer Komponisten der Jahre 1880 bis 1920. Sergej Prokofjews Musik zu den Filmen ALEXANDER NEWSKI und IWAN GROSNY wurde von Frank Strobel rekonstruiert und beim Musikfest Berlin uraufgeführt. Die endgültig restaurierte Fassung von METROPOLIS feierte – nach dem Fund einer Originalkopie 2008 in Buenos Aires – ihre Premiere bei der Berlinale 2010 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) unter der Leitung von Frank Strobel. In der Semperoper Dresden fand 2006 die Wiederaufführung des ROSENKAVALIER-Films mit der Originalmusik von Richard Strauss und der Sächsischen Staatskapelle Dresden statt. Neben seiner filmmusikalischen Tätigkeit hat Frank Strobel internationale Anerkennung für Erst-und Wiederaufführungen von Werken der Komponisten Alfred Schnittke, Franz Schreker,
Alexander von Zemlinsky und Siegfried Wagner erlangt. Der große russische Komponist Alfred Schnittke fand in Strobel einen geistesverwandten Freund und idealen Interpreten seiner Werke.
Bis heute liegen die Bearbeitungsrechte seiner Kompositionen bei Frank Strobel.
Im Jahr 2000 gründete Frank Strobel die Kulturinstitution Europäische FilmPhilharmonie, die das Genre Musik und Film im Konzertsaal künstlerisch weiterentwickelte. Eine besondere Bedeutung für diese Entwicklung kam dabei seiner langjährigen Kooperation mit dem TV-Sender ZDF/ARTE zu, für dessen Stummfilmprogramm Frank Strobel als Berater und Dirigent wirkte.
In seiner umfangreichen Diskographie nehmen die Ersteinspielungen der Filmmusiksuiten von Alfred Schnittke in Frank Strobels Bearbeitung mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin einen besonderen Platz ein, bisher sind fünf CDs bei dem Label Capriccio erschienen. Die letzte CD dieser Serie wurde mit einem Opus Klassik 2022 ausgezeichnet.
Georg Streuber
Bariton
Georg Streuber - Bariton
Georg Streuber studierte klassischen Gesang bei Matthias Weichert an der Hochschule für Musik „Carl-Maria von Weber“ in Dresden, wo er als Student in den Liedklassen von Ulrike Siedel und Olaf Bär sowie in Meisterklassen bei Gastdozenten wie Gerold Huber, Peter Schreier, Evelyn Herlitzius, Camilla Nylund und anderen seine Kenntnisse vertiefen konnte. Nach dem Abschluss des Studiums 2013 waren Magdalena Hajossyová, Allison Oakes und seit 2018 Verena Rein wichtige Mentorinnen seiner stimmlichen Entwicklung.
Beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ wurde er 2005 in der Solo-Wertung und 2007 als Mitglied eines A-cappella-Ensemble mit Preisen ausgezeichnet. 2011 gewann er den 1. Preis beim internationalen Duschek-Wettbewerb in Prag, und 2012 erhielt er beim Lions Gesangswettbewerb im bayerischen Bad Endorf einen Sonderpreis für Liedgestaltung.
Seit 2003 sind Liederabende und Oratorienaufführungen Schwerpunkte seiner Tätigkeit als Konzertsänger. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Kluttig, Peter Schreier, Georg Christoph Biller, Hermann Max oder Robin Ticciati zusammen. Einladungen zu Liederabenden führten ihn in mehrere deutsche Städte, in die Niederlande und nach Rumänien.
2007 debütierte er als Papageno in einer Chemnitzer Studioproduktion von Mozarts „Zauberflöte“. Gastspielverpflichtungen führten ihn unter anderem in die Operntheater und auf Festivals nach Dresden, Berlin, Bad Hersfeld, Plauen/Zwickau und zuletzt nach Chemnitz als Falke in “Die Fledermaus”.
Georg Streuber war 2011 Akademist im Rias Kammerchor und ist seit 2012 im Rundfunkchor Berlin verpflichtet. In den Jahren 2012-18 war er außerdem Mitglied des Bayreuther Festspielchores.
Rundfunkchor Berlin
Ines Kaun
Choreinstudierung
Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden Berlin
Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden Berlin
Der Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Ensemble entwickelt, das sowohl auf der Opernbühne als auch mit Konzerten im In- und Ausland auf sich aufmerksam gemacht hat. Wiederholte Einladungen zu Gastspielreisen (u. a. nach Dresden, Hamburg, Italien, Frankreich, Luxemburg, Polen, in das Baltikum sowie nach Vietnam, China und in die USA) und Preise bei Wettbewerben (u. a. die Goldmedaille beim Internationalen Wettbewerb »Siauliai Cantat« in Litauen und der 1. Preis beim Landeschorwettbewerb in Berlin 2013, der 1. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb in Weimar 2014 sowie zwei Goldmedaillen beim internationalen Chorwettbewerb in Hoi An/Vietnam 2015) sprechen für die gewachsene künstlerische Qualität des Chors, der seit 2007 unter der Leitung von Vinzenz Weissenburger steht.
Seit dieser Zeit wurden die Arbeitsfelder sowie die öffentliche Präsenz des Chores beständig ausgeweitet. Im Zentrum stehen dabei die regelmäßigen Auftritte in der Berliner Staatsoper, in Musiktheaterwerken wie »La Bohème«, »Un ballo in maschera«, »Tosca«, »Turandot«, »Boris Godunow«, »Pique Dame«, »Der Rosenkavalier«, »Carmen« sowie in der Produktion »Der gestiefelte Kater«, die über 100 Mal in der Werkstatt des Schiller Theaters gezeigt wurde. Darüber hinaus tritt der Kinderchor mit eigenständigen Konzerten in Erscheinung, wozu neben A-cappella-Programmen auch einmal pro Saison ein Konzert unter Mitwirkung der Staatskapelle Berlin zählt.
Auch in Zusammenarbeit mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder dem Rundfunk-Sinfonieorchester hat der Kinderchor seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. So wirkten 2012 die jungen Sängerinnen und Sänger an einer konzertanten Aufführung und einer CD-Produktion von Bizets »Carmen« mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle mit. In größerem Rahmen trat der Kinderchor auch schon im Vorprogramm von »Staatsoper für alle« 2014 auf dem Berliner Bebelplatz auf. Im Juni 2015 sang das Ensemble in Aufführungen von Mahlers 3. Sinfonie unter Zubin Mehta mit der Staatskapelle Berlin und den Damen des Staatsopernchores.
Der Kinderchor der Staatsoper bietet eine fundierte musikalische Ausbildung für seine jungen Sängerinnen und Sänger, die sich zweimal in der Woche zu Proben treffen. Eine stimmbildnerische Betreuung erfolgt durch mehrere erfahrene Gesangspädagogen, die gemeinsam mit dem Chorleiter und seinen Assistenten daran arbeiten, die künstlerischen Standards weiter zu erhöhen. Die jüngsten Konzertreisen führten den Chor nach China, wo er in sieben Großstädten auftrat, in die USA mit Konzerten u. a. in San Diego und Los Angeles, nach Argentinien mit den Stationen Buenos Aires, Mendoza und Cordoba sowie nach Malaysia und Singapur.
Vinzenz Weissenburger
Choreinstudierung
Vinzenz Weissenburger - Choreinstudierung
Der Dirigent und Chorleiter Vinzenz Weissenburger arbeitet mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons und Sir Simon Rattle zusammen und dirigiert in Konzerten und Opern Klangkörper wie das MDR-Sinfonieorchester Leipzig, die Staatskapelle Berlin und die Lautten Compagney.
An der Staatsoper im Schiller Theater dirigierte er die Werkstatt-Produktionen „Der gestiefelte Kater“ von César Cui, „Eisenhans!“ von Ali N. Askin und Wolf-Ferraris „Aschenputtel“ sowie seit 2011 das traditionelle Weihnachtskonzert mit dem Kinderchor der Staatsoper und der Staatskapelle Berlin. In Dresden leitete er 2010 Mozarts „Die Zauberflöte“ und 2011 Lortzings „Der Wildschütz“ mit der Neuen Elbland Philharmonie. Im Juni 2012 debütierte er am Theater Hof mit Rossinis „Il barbiere di Siviglia“.
Seit 2007 leitet er den Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden Berlin und baute ihn seitdem so aus, dass er 2013 in Litauen bei Siaulia Cantat die Goldmedaille und beim Deutschen Chorwettbewerb 2014 den 1. Preis gewann. Beim internationalen Chorwettbewerb von Hoi An (Vietnam) wurde der Kinderchor mit zwei Goldmedaillen und Vinzenz Weissenburger mit dem Conductor’s Prize for outstanding achievement ausgezeichnet. Im September 2015 gründete er den Jugendkammerchor Junges Consortium Berlin, der 2017 beim Grand Prix of Nations drei Goldmedaillen errang. Auch hier erhielt er einen Sonderpreis für „excellent conducting“. Im November 2016 übernahm er die künstlerische Leitung beim Chor des Jungen Ensembles Berlin.
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Der Film wird in der Originalfassung mit englischen Dialogen gezeigt. Dazu werden deutsche Untertitel eingeblendet.
Stolz der Briten seit 600 Jahren
Ein gewaltiger Historien-Film aus dem Jahre 1944, der seinem Regisseur, Hauptdarsteller und Produzenten Laurence Olivier einen Ehren-Oscar einbrachte (den Komponisten der Filmmusik William Walton allerdings leer ausgehen ließ), nahm Bezug auf den englischen König Henry V (1386-1422), der durch Machtkalkül und Kriege am Ende auch König von Frankreich geworden war. Das britische Empire ist bis heute stolz auf ihn, vereinte er doch bereits im Mittelalter fast das ganze Europa unter seiner Krone und deren Diplomatie. William Shakespeare hat ihm eines seiner großen Dramen gewidmet und dort das psychologische Geschick des aufstrebenden Königs und die dramatischen Ereignisse seiner Machtausweitung packend geschildert.
Der Film, die teuerste englische Produktion, die es vor 1945 gegeben hat, gedreht mitten im Krieg, zum Teil im neutralen Irland, damit kein zeitgenössisches Bombardement die Dreharbeiten störte, hatte mit silbern gefärbter Wolle für die zahlreichen Rüstungen auszukommen – das echte Metall wurde anderweitig benötigt. Nicht anders als bei Eisensteins „Alexander Newski“ in Russland sollte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in England die Besinnung auf die Heroen der eigenen Geschichte wie König Heinrich V. der Beförderung der Tapferkeit und des Patriotismus dienen.
Gleichwohl ist der Film ein Meisterwerk cineastischer Kunst, nicht weniger ist er ein großartiger Wurf epischer Filmmusik. William Walton durfte in seiner opulenten Partitur stilistisch das Mittelalter heraufbeschwören, Wagnersche Personenführung anwenden und wuchtige Chorszenen a la Händel komponieren.
Am Abend des 11. Januar 2025 steht im Konzerthaus Berlin ein schwer beeindruckendes Gesamtkunstwerk bevor! Es wird in bewährter Weise geleitet vom Filmmusikexperten und langjährigen Partner des RSB für derart krasse Fälle: Frank Strobel.
EFPI FILMPHILHARMONIE PRESENTATION
Film Copyright © Park Circus Limited
Musik Copyright © Sewell/Kay Edition
Konzerteinführung: 19.10 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Saal, Steffen Georgi im Gespräch mit Frank Strobel
Jean-Christophe Spinosi dirigiert weihnachtliche Werke
Händel, Corelli, Vivaldi, Telemann, Mozart, Bach
Weihnachten mit Jazzrausch Bigband
Weihnachtslieder in Arrangements für Bigband und Orchester, Händel