COMPOSER IN RESIDENCE: BRETT DEAN

„Zwei schöne Erinnerungen befeuern meine Vorfreude auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit dem wunderbaren RSB in Berlin: Mein Debüt mit dem Orchester 2014 in der Philharmonie und die für mich bedeutsame Erfahrung, im Frühjahr 2017 mit dem neuen RSB-Chefdirigenten Vladimir Jurowski in Glyndebourne meine jüngste Oper „Hamlet“ erarbeitet und uraufgeführt zu haben. Ich freue mich schon sehr auf die Gelegenheit, meine Musik mit dem RSB und seinem Publikum zu teilen.”

In der Saison 2018/2019 ist der australische Komponist Brett Dean „Composer in Residence“ beim RSB. In diesem Zusammenhang wird das Werk Brett Deans, das sich oftmals mit aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen auseinandersetzt, in einen besonderen Fokus gerückt. In insgesamt drei Sinfonie- und zwei Kammerkonzerten werden dem RSB-Publikum fünf seiner Kompositionen aus verschiedenen Gattungen präsentiert, wobei Brett Dean in seinem Bratschenkonzert selber als Solist auftritt.

Ein Australier mit einer engen Beziehung zu Berlin: Der 1961 in Brisbane geborene Komponist, Bratscher und Dirigent Brett Dean war von 1985 bis 1999 Mitglied der Bratschengruppe der Berliner Philharmoniker. Bereits in den späten 1980er-Jahren begann er mit der Komposition von Arrangements für kleinere Besetzungen und mit ersten Werken für Radio und Film. Der Durchbruch als Komponist gelang ihm 1995 mit „Ariel’s Music” für Klarinette und Orchester, das vom International Rostrum of Composers der UNESCO ausgezeichnet wurde.

Brett Dean, Foto: Bettina Stoess

Nach seinem Abschied von den Berliner Philharmonikern intensivierte Brett Dean seine kompositorische Arbeit. So entstanden unter anderem die „Winter Songs“ für Tenor und Bläserquintett (2001) und das Streichquartett mit Sopran „And once I played Ophelia“ (2016), die in Australien jeweils mit dem renommierten Paul Lowin Song Cycle Prize prämiert wurden, aber auch Opernwerke, wie „Bliss“ (Uraufführung 2010) und „Hamlet“ (Uraufführung 2017 in Glyndebourne unter der Leitung von Vladimir Jurowski).

Brett Dean wendet sich in seinem Werk oftmals aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen zu, wie etwa der Umweltzerstörung in der „Water Music“ (2004) oder in der „Pastoral Symphony“ (2000), die das RSB im Januar 2019 spielt.

Die über die Spielzeit hinweg zu hörenden Werke des Composer in Residence entstammen verschiedenen Gattungen und spiegeln die unterschiedlichsten Gefühlswelten wider: Ohren auf für die Musik von und mit Brett Dean!

KONZERTE MIT WERKEN VON BRETT DEAN

9. DEZEMBER 2018 / PHILHARMONIE BERLIN
Konzert für Viola und Orchester (2004)
Solist: Brett Dean

27. JANUAR 2019 / PHILHARMONIE BERLIN
Pastoral Symphony für Kammerorchester (2000)

14. FEBRUAR 2019 / SILENT GREEN KULTURQUARTIER
„Voices of Angels“ für Violine, Viola, Violoncello,
Kontrabass und Klavier (1996)

9. MAI 2019 / KÜHLHAUS BERLIN
Kammermusikalisches Werk

26. MAI 2019 / PHILHARMONIE BERLIN
„Vexations and Devotions“ für Kinderchor,
gemischten Chor und großes Orchester (2005)