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AUF GROSSER MUSIKALISCHER ENTDECKUNGSREISE – EINDRÜCKE EINES RSB-ABONNENTEN

Matthias Steube ist verantwortlicher Redakteur im Berlin-Ressort einer großen Berliner Tageszeitung und seit 2010 Abonnent beim RSB. Hier berichtet er von eindrücklichen Konzerterlebnissen, die das Orchester in den letzten Jahren für ihn zu einem ganz besonderen Weggefährten werden ließen.

„Natürlich stehen sie in meinem CD-Regal. Zehn Live-Aufnahmen aller Wagner-Opern des Bayreuther Kanons, eingespielt vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski in den Jahren 2010 bis 2013. Die meisten der Boxen sind allerdings noch ungeöffnet. Warum? Weil ich – und das ist die Wahrheit – auch nach so langer Zeit immer noch unter dem Eindruck der Aufführungen in der Berliner Philharmonie stehe. Konzertabende, die mich zutiefst berührt haben. So körperlich habe ich Musik noch nie erlebt.

Dieser Nachhall ist so stark, dass ich Angst davor habe, dieses auratische Erlebnis zu zerstören, wenn ich mir die Live-Aufnahmen anhöre. Gut, ich gebe zu: In ein, zwei Silberlinge habe ich reingehört. In die Tannhäuser-Ouvertüre etwa. Und ich habe mir vergleichend dazu Aufnahmen von Karajan und Nelsons angehört. Mein Eindruck: Janowski und das RSB werden gnadenlos unterschätzt.

Klaus Florian Vogt im „Lohengrin“ war für mich die Entdeckung der zehn konzertanten Aufführungen. Bayreuth in Berlin. Ach was. Vergesst Bayreuth! Das waren meine Gedanken, als ich an diesem Abend die Philharmonie verließ.

Ja, die Entdeckungen. Ich habe dem RSB und Marek Janowski eine ganze Menge davon zu verdanken. Manchmal gleich im Doppelpack, so wie im November 2015. Hans Werner Henzes Konzert für Kontrabass und Orchester und Hermann F. Stützer, Solobassist des RSB. An Henze hatte ich mich zuvor nicht herangetraut, das gebe ich zu. Aber an diesem Abend zeigten Stützer und Henzes Komposition auf beeindruckende Weise, was für ein betörender Sänger der Kontrabass sein kann.

Bisweilen kann man beim RSB nicht nur Entdeckungen machen, sondern auch Historisches erleben. So wie im Juni 2014. Das Sonderkonzert mit Kurt Masur war schon einmal verschoben worden, krankheitsbedingt. Am 17. Juni war es dann so weit. „Ruy Blas“, die „Schottische“ und die „Italienische“ standen auf dem Programm. Masur wurde im Rollstuhl hereingefahren. Das hatte die Musikwelt noch nicht gesehen: Ein Dirigent im Rollstuhl. Und ich hatte die Musiker so noch nicht gesehen. Auf der Stuhlkante musizierten sie, suchten den Blickkontakt zu Masur, der das Konzert mit den Augen zu dirigieren schien. Ein bewegendes Erlebnis. Das haben alle im Saal gespürt und dem Maestro mit stehendem Applaus gedankt – für diesen Abend, für sein Lebenswerk, nicht nur das musikalische. Am nächsten Tag habe ich in der Redaktionskonferenz erfolgreich darum gekämpft, über diesen Abend schreiben zu dürfen. Weil ich darüber schreiben musste, auch wenn ich kein Musikkritiker bin.

Dankbar bin ich einem Mann, der sich mit viel Liebe, großem Engagement und noch größerem Wissen um uns Musikliebhaber kümmert: Steffen Georgi, der als Dramaturg nicht nur für die Texte in den Programmheften verantwortlich zeichnet. Wer noch nicht in seinen Konzerteinführungen war, hat wirklich etwas verpasst. Nämlich die Chance, ein tausendmal gehörtes Musikstück plötzlich wie mit anderen Ohren wahrzunehmen oder auch den Zugang zu Werken abseits des klassischen Mainstreams zu finden.

Mit Wehmut erfüllt mich, dass Marek Janowskis Ära als Chefdirigent und künstlerischer Leiter des RSB zu Ende ist. Trostpflaster: Bis Ende 2016 erleben wir ihn unter anderem noch mit Beethovens Missa solemnis und in Beethovens Klavierkonzerten Nr. 2 und Nr. 4. Sein Nachfolger Vladimir Jurowski tritt wenig später mit Martinů, Hindemith und Rachmaninow als designierter Chef ans Pult des Orchesters. Es bleibt also spannend beim RSB.“