Marek Janowski
Antonìn Dvořak: Violinkonzert a-moll op. 53; Romanze für Violine und Orchester f-moll op. 11 Karol Szymanowski: Violinkonzert Nr. 1 op. 35
Arabella Steinbacher gehört nicht nur zu den profiliertesten Geigerinnen ihrer Generation, sie hat sich auch innerhalb weniger Jahre in die erste Reihe der internationalen Violinvirtuosen gespielt. Ihrer Vorliebe für das 20. Jahrhundert ist sie auch auf ihrer Debüt-Platte bei PentaTone mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Marek Janowski treu geblieben: Neben dem Violinkonzert von Antonin Dvorak spielt sie auch das erste Violinkonzert des polnischen Komponisten Karol Szymanowski.
Pentatone Classics
23. Oktober 2009
Marek Janowski
Hans Werner Henze: Sinfonia N. 9 für gemischten Chor und Orchester; Dichtung von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers
Über seine Neunte Sinfonie für gemischten Chor und Orchester (Dichtung von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers) äußert sich Hans Werner Henze selbst:
„Was in dieser Sinfonie geschieht, ist eine Apotheose des Schrecklichen und Schmerzlichen. Sie ist eine Summa summarum meines Schaffens, der Versuch einer Abrechnung mit einer willkürlichen, unberechenbaren, uns überfallenden Welt. (…) Eine deutsche Wirklichkeit, ist diese Sinfonie aber vor allem Ausdruck der allergrößten Verehrung für die Leute, die Widerstand geleistet haben in einer Zeit des nazifaschistischen Terrors und die für die Freiheit der Gedanken ihr Leben gegeben haben.“
„In seiner Schmerzens-Intensität gehört das Werk zu Henzes Dringlichstem. Und noch die zart utopischen Ausblicke haben ihr Beunruhigendes.“ schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Rundfunkchor Berlin, der bereits die Uraufführung der Chorsinfonie sang, gestaltet diese neue Aufnahme zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Marek Janowski.
WERGO WER 67222
10. September 2009
Salomon Jadassohn: Klavierkonzerte Nr. 1 & 2 op. 89, 90
Felix Draeseke: Klavierkonzert Es-Dur op. 26
"Markus Becker ist mit seinem klug-virtuosen, kernigen, vom Bass her gedachten Ton und vor allem mit seinem wohldosierten und unpathetischen Spiel der bestmögliche Interpret dieser Werke. Und im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Michael Sanderling brillieren dazu einmal mehr vor allem die Holzbläser und setzen farbige Kontrapunkte gegen den sich immer auch kammermusikalisch zurücknehmenden Pianisten dort, wo die feinsinnige Instrumentation bei Jadassohn und Draesekes es erlaubt."
Kulturradio vom rbb, 16. April 2009
hyperion CDA67636
10. Mai 2009
Hans Werner Henze
Sinfonien Nr. 7 und 8
„Die Interpretation des Berliner Rundfunk-Sinfonieorchesters unter Marek Janowski hat die Formstruktur der 7. Sinfonie klar verfügbar gemacht. Transparent und schlüssig bis zum Ende kann man hier auch ohne den assoziativen Bezug zu Hölderlin ein Verständnis für den semantischen Gehalt gewinnen …
Der zweite Satz ist als Synthese von Elegie und katastrophaler Expression bis auf die Knochen sichtbar und kulminiert im erbarmungslosen Scherzo des dritten Satzes. Zum Schluss verendet er apokalyptisch in einem grandiosen Finale. Selten klang Henze so nah an Mahler, wie in Janowskis Interpretation, die gerade dadurch in ihrer ganzen Zerbrechlichkeit und ‚gebrochenen Ästhetik‘ uneingeschränkt überzeugt.“
WERGO, WER 67212
10. Dezember 2008
Manfred Gurlitt
Goya-Sinfonie, Dramatische Gesänge
„Die Weltersteinspielung der Goya-Sinfonie aus den Jahren 1938/39 zeigt einen musikdramatisch versierten, zwischen Richard Strauss und Hindemith changierenden Stil. Angeregt wurde das Werk durch Leben und Werk des spanischen Malers. Folkloristische und dramatische Passagen entwerfen ein Zeit- und Charakterbild, das man durchaus als anti-militaristisch deuten kann. Das Rundfunk-Sinfonieorchester spielt mit klaren Farben ohne übertriebenes Pathos. Die Vier dramatischen Gesänge sind eine expressive Zugabe. Musikalisch voller Assoziationen und Dramatik ist eine Spielart der Moderne zu entdecken, die viele Traditionen vom Barock bis zur Filmmusik weiterträgt.“
Phoenix Edition, SACD 114
Kulturradio des rbb, 29. September 2008
Alfred Schnittke
Klavierkonzerte
„Frank Strobel ... hat damit angefangen, Schnittkes zahlreiche und überaus qualitätvolle Filmmusiken einzuspielen, inzwischen aber hat er sich vom filmischen Kontext gelöst. Eine ... Aufnahme von drei (der insgesamt vier) Klavierkonzerten Schnittkes mit dem vorzüglich aufgelegten Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester und der polnischen Pianistin Ewa Kupiec ist das aktuelle und verdienstvolle Ergebnis; ein seriös produziertes Booklet rundet die Edition erfreulich ab …
Ewa Kupiec … macht sich zusammen mit Strobel zur überzeugenden Anwältin eines Werkes, das die postmoderne avant la lettre schon überholt hatte und dem man eine ganz andere Präsenz im zeitgenössischen Konzertbetrieb wünschen möchte.“
Phoenix Edition, SACD 103
Frankfurter Rundschau, 10. September 2008