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RSB | Aktuelles_alt | Nachrichten | 2006 | Ovationen für fulminanten Wagner-Abend

Ovationen für fulminanten Wagner-Abend

Foto: Mike Fröhling

Ovationen für Marek Janowski und das RSB

Am 17.12.2006 um 22.11 Uhr brachen Bann und Bande, als das Publikum in der Philharmonie von den Sitzen sprang. Es schrie seine Begeisterung förmlich heraus, hingerissen von der tönenden Glut der Liebe zwischen Siegmund und Sieglinde. Marek Janowski und sein RSB hatten zwei viel zu kurze Stunden lang Musik von Webern, Strauss und Wagner buchstäblich in den Saal geflammt.

Von einem "schier einmaligen Erlebnis" schrieb Klaus Geitel, der Senior der hauptstädtischen Musikkritik, in der Berliner Morgenpost und freute sich öffentlich über Janowskis Arbeit mit dem RSB, "wie glänzend sich das Orchester unter seiner Hand entwickelt hat und sich nun musikalisch artikuliert".

Seine Kollegin Sybill Mahlke vom Tagesspiegel stand ihm nicht nach, wenn sie ein "grandioses, temperamentgeladenes Konzert" bejubelte und einmal mehr die kluge Programmatik Janowskis herausstellte: "Das Programm arbeitet sich beziehungsreich aus dem 20. ins 19. Jahrhundert zurück".
Auch hier ist ein klar bekennendes Urteil nachzulesen: "Janowski hat das RSB, dessen Chefdirigent er seit 2002 ist, zu einer Einheit entwickelt, die für Höchstleistungen steht. Der viel beschworene deutsche Klang – hier vibriert er. Es ist ein heller, offener Podiumsklang. Dem Maestro kommt er mit der Zuverlässigkeit des erworbenen Vertrauens entgegen".

Für die Berliner Zeitung verfasste Jan Brachmann einen ausführlichen Artikel. Nach wohlüberlegten allgemeinen Betrachtungen über Janowski und das RSB betonte er unter Bezug auf das gehörte Konzert: "Aus dem Drama eines Handelns im Sprechen wird ein Drama der Musik, die über das artikulierte Wort hinaustreibt. Ohne Bühne und Regie hat Janowski das deutlich machen können."
Der Autor fährt fort, den mit Janowski erreichten Rang des RSB beschreibend: "Den Hörern zu solchen Erkenntnissen zu verhelfen, an solchen Fragen der Kunst zu arbeiten, das ist die Art, wie Janowski das RSB in der Stadt positioniert. Dieser Kunstrigorismus ist ein hohes Gut, weil er das Publikum in seiner Leistungsfähigkeit und seinem Wissensdrang ernst nimmt."

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